National Semi versprüht Optimismus

Montag, 12. März 2007 00:00

(IT-Times) Steigende Gewinnmargen, sinkende Lagerbestände und ein positiver Ausblick verhalfen den Aktien des US-Halbleiterherstellers National Semiconductor (NYSE: NSM<NSM.NYS>, WKN: 857469<NSM.FSE>) zu einem neuen Höhenflug. Unmittelbar nach den jüngsten Zahlen legten die Papiere um 4,5 Prozent zu.

Auch im Analystenlager glaubt man nun, dass die größten Herausforderungen nunmehr überwunden sind. Mit steigender Auslastung der Halbleiterfabriken sollen auch die Gewinnmargen wieder steigen. National Semi visiert hier langfristig ein Ziel von 65 Prozent an, während die Bruttomargen im jüngsten Quartal bereits auf 59,8 Prozent anzogen.

Übernahme von Xignal abgeschlossen

Darüber hinaus schloss National Semi im jüngsten Quartal die Übernahme des deutschen Startup-Spezialisten Xignal Technologies ab. Mit der Übernahme stärkten die Amerikaner ihre führende Position im Bereich Datenwandler-Chips, ein Produktsegment, welches bis dato lediglich fünf Prozent zum Gesamtumsatzes beisteuerte.

Analysten, wie Morgan Stanley Experte Mark Edelstone, gehen jedoch davon aus, dass National Semi in den nächsten Jahren durch Marktanteilszugewinne in genau diesem Bereich ein solides Umsatzwachstum verbuchen wird. „Während der nächsten Jahre sollte es National Semi gelingen ein solides Umsatzwachstum von zehn Prozent aufgrund Marktanteilszugewinne im Bereich Datenwandler und Interface-Produkte zu realisieren“, schreibt der Analyst.

Auch die bisherige Akzeptanz der neuen Switcher-Produktfamilie verspricht viel Positives. Nach Angaben von National Semi stellt die neue Generation der Simple Switcher-Familie den bis dato erfolgreichsten Produktlaunch in der Geschichte von National Semi dar. Nach Firmenangaben wurde das entsprechende Produkt-Video bereits 15.000 Mal von Ingenieuren in aller Welt heruntergeladen. Entsprechend optimistisch geht das Management dann auch in das laufende Quartal und stellt einen Umsatzzuwachs von drei bis sechs Prozent in Aussicht…

Kurzportrait

Der bereits im Jahre 1959 gegründete und im kalifornischen Santa Clara ansässige Halbleiterspezialist National Semiconductor (NSM) gilt als einer der Pioniere im Bezug auf die Entwicklung von IC-Chips (Integrated Circuits). So hat sich das Unternehmen auch heute der Entwicklung von analogen Chipsätzen verschrieben, wobei auch digitale Chips das Produktangebot der Gesellschaft ergänzen. Insgesamt operiert National Semi heute aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Power Management Group und Analog Signal Path Group.

Bereits im Jahre 1971 stieg das Unternehmen zum weltweit viertgrößten Halbleiterhersteller auf, wobei der Chipproduzent zehn Jahre später Platz drei in der Halbleiterindustrie erklomm. Nachdem das Unternehmen im Jahre 1986 als erster US-Halbleiterhersteller eine Niederlassung in China eröffnete, folgte ein Jahr später die Übernahme von Fairchild Semiconductor. Widerrum zehn Jahre später gab National Semiconductor sein Logic-Geschäft und damit auch Fairchild Semiconductor wieder ab und kaufte im Gegenzug die Halbleiterzulieferer MediaMatics und Cyrix. Im Jahre 1998 wurde die Audio-Technologie von Gulbransen, sowie der Spezialist für Mobilfunkchips ComCore Semiconductor übernommen.

Später stieg das Unternehmen aus dem Geschäft mit der Entwicklung von PC-Prozessoren aus und konzentriert sich seither auf die Entwicklung und Fertigung von analogen Chips. In den vergangenen Jahren kaufte National Semi weiteres technologisches Know-how mit der Übernahme von Vivid Semiconductor, InnoCOMM Wireless und der schwedischen Wireless Solutions hinzu. Nachdem National Semi sein Geode Mikroprozessorgeschäft im Jahre 2003 an AMD verkauft hat, trennte sich das Unternehmen in 2005 von seinem PC Super I/O Geschäft und veräußerte dieses an die taiwansche Windbond Electronics. Gleichzeitig verkaufte der Chiphersteller sein drahtloses Chipgeschäft in den Niederlanden an die Londoner Investmentgesellschaft HgCapital. Anfang 2007 schluckte National Semi den Datenwandlerspezialisten Xignal Technologies.

Heute zählt National Semi zu den weltweit führenden Halbleiterherstellern, wobei das Unternehmen Branchengrößen wie IBM, Motorola, Samsung, Siemens, Ericsson, Nokia und Sony zu seinen Kunden zählt. Zuletzt erwirtschaftete das Halbleiterunternehmen große Teile seiner Umsatzerlöse in der Asien-Pazifik-Region. Mehr als 80 Prozent seiner Einnahmen generiert National Semi über analoge Halbleiterprodukte.

Zahlen

Für das vergangene Quartal meldet das Unternehmen einen Umsatzrückgang auf 431,0 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 547,7 Mio. Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei erwirtschaftete National Semi einen Nettogewinn von 71,5 Mio. Dollar oder 22 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 130,1 Mio. Dollar oder 37 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

An der Wall Street hatte man im Vorfeld zwar mit Einnahmen von 433 Mio. Dollar, aber nur mit einem Nettogewinn von 20 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Die Bruttomargen fielen mit 59,8 Prozent leicht höher aus als erwartet. Um das langfristige Bruttomargenziel von 65 Prozent zu erreichen, will National Semi die Auslastung seiner Chipfabriken verbessern.

Gleichzeitig genehmigte der Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Bardividende in Höhe von vier US-Cent je Aktie, welche am 9. April an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Mio. Dollar. Im jüngsten Quartal hatte National Semi bereits eigene Aktien im Wert von 141 Mio. Dollar zurückgekauft.

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