Millionen Deutsche bilden Fahrgemeinschaften per Internet

Freitag, 16. Dezember 2011 11:04
BITKOM

Handy-Apps ermöglichen dynamische Vermittlung unterwegs

BITKOM gibt Tipps  

Berlin, 16. Dezember 2011

Mehr als zwei Millionen Bundesbürger haben in diesem Jahr über das Internet Mitfahrgelegenheiten oder Mitfahrer für Autofahrten gefunden. Dabei sind kostenlose Web-Plattformen erste Wahl. Das geht aus einer neuen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Ein noch junger Trend ist es, per Handy Mitfahrgelegenheiten zu suchen oder anzubieten. Für internetfähige Smartphones gibt es spezielle Apps, mit der sich unterwegs Mitfahrer finden lassen. „Mitfahr-Portale und Apps sorgen maßgeblich dafür, dass Mobilität für Millionen Menschen einfacher und günstiger wird“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Zudem leisten online vermittelte Fahrgemeinschaften einen Beitrag zum Umweltschutz.“ Insgesamt haben in diesem Jahr schon 11 Millionen Deutsche Fahrgemeinschaften gebildet – entweder als Fahrer oder Mitfahrer. Die meisten davon, rund sieben Millionen Bundesbürger, haben sich mit Arbeitskollegen für gemeinsame Autofahrten verabredet.    

Besonders jüngere Menschen teilen sich die Plätze im Auto. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen tut das jeder Dritte (rund 30 Prozent). Mit zunehmendem Alter werden die Möglichkeiten seltener genutzt. So bilden nur 7 Prozent der Senioren ab 65 Jahren Fahrgemeinschaften. Bei einem Vergleich einzelner Bevölkerungsgruppen liegen Studenten mit 31 Prozent vorn, aber nur 16 Prozent der Angestellten und 19 Prozent der Selbstständigen beteiligen sich an Fahrgemeinschaften. Zwischen West- und Ostdeutschen gibt es kaum einen Unterschied (16 bzw. 17 Prozent).  

Hier zehn Tipps des BITKOM für Mitfahrgelegenheiten (MFG) im Internet:  

1. Unterschiedliche Portale

Interessenten sollten mehrere Vermittlungsportale vergleichen. Sehr bekannt sind mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Es gibt auch kleinere Portale wie drive2day.de oder mifaz.de. Zudem ist der größte deutsche Autoclub ADAC mit einem eigenen Angebot dabei (www.adac-mitfahrclub.de). Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote für Frauen oder Berufspendler. Ein neuer Trend sind Plattformen mit stärkerem Netzwerk-Charakter wie flinc.de, die die spontane Bildung von Fahrgemeinschaften unterwegs ermöglichen. Ferner sind manche stationären Mitfahrzentralen im Web vertreten (etwa citynetz-mitfahrzentrale.de). Etliche Plattformen vermitteln auch Mitfahrgelegenheiten ins Ausland. Um mit Gleichgesinnten Fahrgemeinschaften zu bilden, können sich aber auch Diskussionsgruppen in sozialen Netzwerken eignen.  

2. Auswahl der richtigen Plattform

Die meisten Online-Angebote sind zumindest in einer Basisversion kostenlos und finanzieren sich über Werbung. Es gibt aber teils große Unterschiede im Bedienungskomfort – deshalb lohnt sich ein gründlicher Vergleich. Bei manchen Plattformen sind die Telefonnummern der Fahrer auf deren Wunsch frei zugänglich, was eine schnellere Kontaktaufnahme ermöglicht. Andere Portale lassen kostenfrei nur eine Kontaktaufnahme per E-Mail zu und zeigen die Telefonnummern lediglich zahlenden Premium-Kunden. Die Autofahrer müssen in der Regel ein Benutzerkonto anlegen, Mitfahrer je nach Plattform nicht unbedingt. Dabei gilt die Empfehlung, nur solche Daten anzugeben, die für die Nutzung des Dienstes nötig sind. Wer ein Benutzerkonto anlegt, sollte zuvor das Kleingedruckte lesen (Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung).

3. Kontakt zwischen Fahrern und Mitfahrern

Auf den Webseiten vieler Mitfahr-Plattformen können sich Fahrer und Mitfahrer gegenseitig suchen. Die Einträge lassen sich meist nach Angeboten und Gesuchen sortieren, aber auch nach Abfahrts- und Ankunftsort sowie der Abfahrtszeit. Wenn die Vermittlung zwischen Fahrer und Mitfahrer schnell gehen soll, sind ein Telefongespräch oder die Kommunikation per SMS ideal. Je nach Plattform kann aber auch nur eine E-Mail-Adresse angegeben sein. Fahrer und Mitfahrer besprechen meist individuell den genauen Treffpunkt und geben sich nähere Informationen, etwa über das Modell und die Farbe des Autos oder das Kennzeichen. Bei einzelnen Plattformen gibt es inzwischen auch automatisierte Buchungssysteme, bei denen man per Mausklick einen Platz buchen kann. In jedem Fall empfiehlt es sich, Handynummern auszutauschen, um sich bei möglichen Verspätungen anrufen zu können.  

4. Bessere Chancen für Anbieter

Fahrer haben die besten Aussichten auf Mitfahrer, wenn sie möglichst genaue Angaben machen. Dazu zählen Abfahrts- und Ankunftsort, geplante Zwischenstopps, die Abfahrtszeit und ungefähre Fahrzeit sowie der Preis pro Mitfahrer. Gern gesehen sind auch Informationen zum Auto, etwa das Modell und Komfort- oder Sicherheitsmerkmale wie Klimaanlage und Winterreifen. Auf populären Strecken entsteht unter Fahrern teilweise ein inoffizieller Wettbewerb um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, so dass einzelne auch Angaben zu ihrem Fahr- und Musikstil machen oder sogar Luxus-Extras wie Lederpolster nennen.  

Meldung gespeichert unter: BITKOM

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...