Microsoft spielt Hackerangriff herunter

Montag, 30. Oktober 2000 13:39
Microsoft Logo (2014)

Microsoft Corp. (NASDAQ, MSFT, WKN: 870747): Microsoft, Hersteller der weltweit eingesetzten Windows-Betriebssysteme, hat am Sonntag Stellung zum Hackerangriff aus Russland genommen.

Laut Unternehmensangaben habe der Angriff kaum Schaden angerichtet. Der Vorfall scheine wesentlich begrenzter zu sein als zunächst angenommen. Bisherige Untersuchungen hätten vielmehr ergeben, dass der Quellcode der Microsoft-Hauptprodukte Windows ME bzw. 2000 und Office nicht übermittelt wurde. Besonders sicher scheint man sich bei Microsoft darüber jedoch noch nicht zu sein, Sicherheitsexperten versuchen immer noch herauszufinden, welche Informationen den Hackern nun tatsächlich zugänglich waren.

Experten bezweifeln die bisher gemachten Angaben. Man bewerte die Stellungnahmen vielmehr wie die Äußerungen von Bill Clinton in der Lewynski-Affäre als Beschwichtigungen. Zu dem Vorgehen der Softwarepiraten wurde bisher folgendes bekannt: Vermutlich wurde ein Trojanisches Pferd, ein spezieller Virustyp namens QAZ eingeschleust, mit dem heimlich Passwörter und andere Dinge ausgekundschaftet werden konnten. Das fatale an der Sache sei aber vor allem, dass dieser Virustyp schon seit 3 Monaten bekannt sei und deshalb jedes aktuelle Anti-Viren-Programm den QAZ hätte beseitigen können. Einige Experten bewerteten das Knacken des Microsoft-Netzes gar als den größten Computer-Einbruch aller Zeiten. Es zeige sich wiedereinmal, wie sorglos man mit der Sicherheit im Internet umgehe.

Meldung gespeichert unter: Cybersecurity

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