Microchip gibt der Branche Hoffnung

Donnerstag, 1. Juni 2006 00:00

An der Wall Street kamen die jüngsten Aussagen des Managements gut an. Die Papiere kletterten zuletzt um 2,85 Prozent, nachdem die Aktien nach guten Zahlen im April ein neues Jahreshoch bei über 38 Dollar markierten. Microchip konnte Ende April einen Rekordumsatz und -Margen melden. Auch der Gewinn je Aktie kletterte auf ein neues Rekordniveau. Grund genug für das Unternehmen seine Dividende gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 21,5 Cent je Aktie zu verdoppeln.

16-Bit Mikrocontroller boomen

Rekordumsätze und -Gewinne sowie ein positiver Ausblick sind in der zyklischen Halbleiterbranche nicht selbstverständlich, wie die Talfahrt des Halbleitergiganten Intel beweist. Dem Marktführer in Sachen Mikrocontroller steht aber weiteres Wachstum bevor, glauben zumindest die Experten aus dem Hause Banc of America. Besonders im schnell wachsenden 16-Bit Mikrocontroller-Geschäft sehen die Investmentbanker weiteres Potential. Allein im jüngsten Quartal konnte Microchip in diesem Geschäftsbereich ein Umsatzplus von 46 Prozent gegenüber dem Vorquartal verbuchen, während der gesamte Bereich um 4,9 Prozent wuchs.

Trotz Rekordbruttomargen von 60,1 Prozent glauben die Banc of America Experten an weiter steigende Margen. Eine verbesserte Kosteneffizienz und ein besserer Produktmix in Verbindung mit stetig steigenden Umsätzen sollen die Margen weiter expandieren lassen, so die Analysten. Obligatorisch bekräftigte Analyst Sumit Dhanda am Vortag nochmals seine Kaufempfehlung für Microchip-Aktien, wobei Dhanda ein Kursziel von 41 US-Dollar für die Papiere sieht.

Kurzportrait

Die in Chandler/Arizona ansässige Microchip Technology gilt als Spezialist für so genannte Embedded Halbleiter. Diese speziellen Mikrochips sind dabei mit einem 8- oder 16-Bit Mikrocontroller ausgestattet und erlauben damit das Steuern von programmierbaren Speichern.

Anders als bei Personalcomputern oder Workstations, sind bei Embedded Controller Applications diese innerhalb der entsprechenden Applikationen untergebracht. Die zugehörige Software soll die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren noch weiter steigern und zu niedrigeren Kosten führen. Entsprechende integrierbare Speichertechnologien in Kompatibilität mit der Software sollen Flash-Speicher und Mikrocontroller noch effizienter machen. Die von Microchip vertriebene Produktlinie KEELOQ versteht sich als spezieller Mikrochip mit besonders hohen Sicherheitsmerkmalen. Diese kommen unter anderem bei verschiedenen Smart-Karten zum Einsatz, welche Türen oder beispielsweise auch Garagentore öffnen.

Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an neuartigen Herstellungsverfahren. Entsprechendes Chip-Design und Test-Equipment soll die Entwicklungszeit von Halbleitern weiter verringern und so zur Kostenreduktion beitragen.

Insgesamt nutzen mehr als 43.000 Kunden in mehr als 65 Ländern weltweit Produkte aus dem Hause Microchip Technology. Das Unternehmen lieferte bisher mehr als 220.000 Entwicklungswerkzeuge an über 120 Fertigungspartner weltweit aus.

Nach der Übernahme von TelCom Semiconductor im Jahr 2001, die den Produktbereich analoge Halbleiter ergänzte, erfolgte im Jahr 2002 die Übernahme von PowerSmart. Das Unternehmen mit Niederlassungen und Entwicklungszentren in Indien und Thailand setzt zwei Drittel seiner Produkte im Ausland ab.

Zahlen

Für das abschließende vierte Fiskalquartal 2006 meldet Microchip Umsatzanstieg auf 247,2 Mio. US-Dollar, was einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Nettogewinn kletterte dabei auf 75,6 Mio. Dollar oder 35 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 56,4 Mio. Dollar oder 27 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Mit den vorgelegten Zahlen konnte Microchip auch gleichzeitig die Schätzungen der Analsten punktgenau erfüllen. Das Mikrocontroller-Geschäft legte um 17,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zu, während das Flash-Controller-Geschäft um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr anzog. Die Bruttomargen kletterten zuletzt auf ein Rekordniveau von 60,1 Prozent vom Umsatz, wobei die operative Marge auf 36,2 Prozent anzog.

Für das somit abgeschlossene Fiskaljahr 2006 meldet Microchip einen Jahresumsatz von 927,9 Mio. US-Dollar, was einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn kletterte auf 242,4 Mio. Dollar oder 1,13 Dollar je Aktie, nach einem Plus von 213,8 Mio. Dollar oder 1,01 Dollar je Aktie im Jahr vorher.

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...