'Merkel-Zettel' gegen solaren Rotstift

Montag, 22. Februar 2010 09:45
BSW-Solar

Solarbranche appelliert an die Bundeskanzlerin, geplante Förderkürzung abzumildern

Berlin, den 22.02.2010 – Beschäftigte der deutschen Solarindustrie demonstrierten heute vor der Berliner CDU-Parteizentrale gegen radikale Kürzungspläne bei der Solarstromförderung. Mit überdimensionalen gelben 'Merkel-Zetteln' erinnerten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihre zahlreichen Bekenntnisse zum Ausbau der Solarenergie. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) appelliert mit der Aktion an die Kanzlerin, sich schützend vor die rund 60.000 Beschäftigten der deutschen Solarwirtschaft zu stellen und die Solarstromförderung deutlich weniger stark zu reduzieren, als von Bundesumweltminister Norbert Röttgen geplant.

Mit den Kürzungsplänen des Umweltministers, die binnen eines Jahres eine Absenkung der Solarförderung um rund ein Drittel vorsehen, wären nach Angaben des BSW-Solar tausende Arbeitsplätze insbesondere in Ostdeutschland gefährdet. An der Aktion nahmen unter anderem Mitarbeiter von Solarunternehmen aus Berlin, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt teil.

Nur mit einer schrittweisen und moderaten Reduzierung der Solarstromförderung sei es möglich, den Solarindustriestandort Deutschland und seine Technologieführerschaft in der inzwischen stark umkämpften Zukunftsbranche zu erhalten und weiter auszubauen, erklärte der BSW-Solar. Das Kompromissangebot des Verbandes an die Politik sieht vor, die Solarförderung jährlich statt um bislang rund zehn Prozent je nach Marktwachstum um bis zu 15 Prozent zu reduzieren. Von der derzeit geplanten Förderkürzung im zusätzlich zweistelligen Prozentbereich sei die Solarproduktion in Deutschland hingegen existentiell gefährdet. Dies ist auch das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) sowie einer Analyse der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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