Mehrheit der Deutschen will Gesundheitskarte

Mittwoch, 4. März 2009 10:23
BITKOM

- BITKOM fordert schnellen Rollout und Einführung weiterer Funktionen wie Notfalldaten und elektronische Patientenakte

- Effizientes Informationsmanagement würde Gesundheitssystem finanziell entlasten

Hannover, 4. März 2009

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Gesundheitskarte mit Notfalldatensatz und Zugang zur elektronischen Patientenakte. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die der Hightech-Verband BITKOM im Rahmen der Computermesse CeBIT vorgestellt hat. Drei Viertel der Bürger (74,7 Prozent) wünschen sich eine zentrale Speicherung von medizinischen Daten an einem sicheren Ort. „Damit sind die Kritiker widerlegt: Die Menschen wollen umfassende Funktionen auf der elektronischen Gesundheitskarte“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Die ersten Versicherten werden im Sommer die neuen Gesundheitskarten erhalten. Der sogenannte Rollout startet im Juli in der Region Nordrhein. In den übrigen Teilen des Landes wird die Karte in den folgenden Monaten verteilt. Bis Ende 2010 sollen nach den heutigen Plänen alle Versicherten die neue Gesundheitskarte erhalten haben.

„Wir brauchen einen schnellen Rollout der Gesundheitskarte und darauf aufbauend die rasche Einführung der Patientenakte“, sagte Scheer. Vorreiter sei Deutschland bei der Gesundheitstelematik zwar nicht mehr. Abgefahren sei der Zug jedoch auch noch nicht. Aber wenn die Karte nicht schnellsten ausgerollt und weitere Funktionen wie die Patientenakte angeboten werden, drohe ein Wildwuchs an Partikularnetzen. „Angebote wie Patientenakten entstehen bereits bei einzelnen Krankenkassen. Wenn es hier zu diesem Wirrwarr kommt, wird es richtig teuer“, so Scheer. „Das sollten wir verhindern – im Interesse der Patienten und Ärzte, die sich sonst kostspielig auf eine Vielzahl von technischen Varianten einstellen müssten.“

Derzeit hat das Gesundheitssystem gegenüber der Wirtschaft bei der Datenverarbeitung einen Rückstand von mehr als zehn Jahren. Auch die meisten Nachbarstaaten sind große Schritte weiter. Ein effizientes und kostengünstiges Informationsmanagement könne das Gesundheitssystem finanziell entlasten, die medizinische Versorgung verbessern und Behandlungen nachvollziehbar zu machen. Scheer: „Jedes Jahr können im Gesundheitssystem hohe Millionenbeträge gespart werden.“

Ansprechpartner
Christian Hallerberg

Pressesprecher

Public Sector & Neue Medien

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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