McAfee geht mit Produktneuheiten ins zweite Halbjahr

Montag, 16. Juni 2008 13:13
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(IT-Times) Der weltweit zweitgrößte Anti-Virusspezialist McAfee (NYSE: MFE, WKN: A0B6WS) verfehlte zwar im vergangenen ersten Quartal 2008 leicht die Markterwartungen, gibt sich aber im Hinblick auf das laufende Gesamtjahr zuversichtlich, weiter zweistellig wachsen zu können. Vor allem mit neuen Produkten, die aktuelle Sicherheitsthemen bzw. bestimmte Bereiche ansprechen, will McAfee nicht nur bei Firmenkunden, sondern auch bei Verbrauchern punkten.

McAfee setzt auf mobilen Datenschutz
Nachdem immer mehr Menschen mit ihrem Mobiltelefon auf das Internet zugreifen, bzw. wichtige Daten auf dem Handy oder Handheld abspeichern, kann der Verlust von Geräten zum Super-Gau führen. Geraten Daten wie Geschäftsberichte, aber auch Zugangspasswörter oder Steuer- und Kontodaten in falsche Hände, ist der finanzielle Schaden meist riesig.

Mit seiner neuen Lösung McAfee Anti-Theft File Protection will der Sicherheitsspezialist genau das verhindern. Die Lösung, die es bereits seit einem Jahr für Geschäftskunden gibt, hat sich bislang bewährt, wobei der Produktbereich insgesamt zu den am schnellsten wachsenden Geschäftsbereichen bei McAfee gehört, so McAfee-Chef Dave DeWalt. Seit vergangener Woche gibt es diese Lösung nunmehr auch für Privatverbraucher. „Dies ist das erste Mal, dass wir ein Firmenkundenprodukt genommen haben und dieses auch auf den Privatkundenmarkt gebracht haben“, erklärt der McAfee-Chef.

McAfee bringt drei neue VirusScan-Produkte
Daneben hat McAfee seine bewährte VirusScan-Produktfamilie um drei weitere Produkte ergänzt. Mit dem Produkt McAfee VirusScan Enterprise for Offline Virtual Images will das Unternehmen virtuelle Umgebungen stärker schützen. Virtualisierungslösungen wie zum Beispiel aus dem Hause VMware sind stärker gefragt denn je, denn sie helfen Firmen, Hardwarekosten zu sparen und Ressourcen effektiver zu nutzen.

Mit McAfee VirusScan for SAP Netweaver will das Unternehmen SAP-Anwendern eine erweiterte Sicherheitslösung an die Hand geben. SAP-Software ist in vielen Unternehmen weltweit im Einsatz, wobei die Anwendung oft dazu genutzt wird, um Daten von externen Seiten in die SAP-Datenbank zu laden. Um zu verhindern, dass hierdurch Schadcode eingeschleust wird, will McAfee mit seiner Lösung punkten.

Mit seinem Produkt McAfee VirusScan Enterprise for Storage will der Sicherheitsspezialist erreichen, dass infizierte Dateien gefiltert bzw. gelöscht werden, bevor diese überhaupt den Speicher erreichen und somit noch größeren Schaden anrichten. Beta-Versionen aller drei Lösungen will McAfee im Juli vorstellen, wobei diese dann im zweiten Halbjahr 2008 generell verfügbar sein sollen...

Kurzportrait

Das Unternehmen McAfee mit Hauptsitz in Santa Clara/Kalifornien, wurde ursprünglich im Jahre 1992 gegründet und ging im Jahre 1997 aus der Fusion von McAfee Associates und Network General hervor. Im Jahr 2004 entschied sich das Unternehmen, seinen Namen von Network Associates in McAfee zu ändern.

McAfee bietet im Rahmen seines Produktportfolios verschiedene Sicherheitslösungen aus einer Hand an. Über McAfee.com will das Unternehmen Antiviren-Software nicht nur über das Internet an Privatanwender vermarkten, sondern auch Geschäftskunden ansprechen. Entsprechende Updates und Upgrades, sowie Support werden über die gleichnamige Internet-Seite angeboten. McAfee.com betreut heute mehr als 30 Mio. Online-Anwender, welche für die Inanspruchnahme der Dienstleistungen des Unternehmens Abogebühren entrichten. Gleichzeitig gilt der gebührenpflichtige McAfee-Service als einer der größten Bezahldienste im World Wide Web, welcher von den Nutzern in Folge der steigenden Virus-Attacken in den letzten Jahren rege in Anspruch genommen wird.

Mit seiner Lösung IntruShield will das Unternehmen den Markt für Netzwerküberwachungssoftware angehen. Hierzu übernahm das Unternehmen im Jahr 2003 unter anderem die Spezialisten IntruVert und Entercept, sowie Foundstone. Im Gegenzug wurde die Desktop-Produktlinie Magic Solutions Anfang 2004 an BMC Software verkauft. Gleichzeitig trennte sich McAfee auch von seiner Sniffer-Produktlinie und veräußerte diese an Silver Lake Partners und Texas Pacific Group für 235 Mio. Dollar. Mitte 2005 verstärkte sich McAfee durch die Übernahme des Sicherheitsspezialisten Wireless Security. Im Bereich Spam-Filter tätigte McAfee durch die Akquisition von Deersoft einen weiteren Zukauf. Durch den Aufkauf des Resellers Bysupport stärkte McAfee dagegen seine Präsenz in Lateinamerika. Anfang 2006 übernahm McAfee den Anti-Spyware-Spezialisten SiteAdvisor. Nach der Übernahme von Preventsys folgten in 2006 mit der Übernahme der Sicherheitsspezialisten Citadel Security Software und Onigma weitere Zukäufe. In 2007 kaufte McAfee dann den Encryption-Spezialisten SafeBoot sowie ScanAlert

Die Forschungseinheit NAI Labs entwickelt neue Lösungen für den Bereich Netzwerk-Sicherheit, Verschlüsselungstechnologien und komplexer Sicherheitsarchitekturen und Systeme. Mehr als 100 Wissenschaftler, Professoren und Spezialisten beschäftigen sich in Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium mit neuen Lösungen im Bereich der Internet-Sicherheit. Jedoch trägt das Geschäft mit Firmenkunden nach wie vor den Großteil der McAfee-Umsätze.

Zahlen

Für das vergangene erste Quartal 2008 meldete McAfee einen Umsatzanstieg auf 369,6 Mio. US-Dollar steigern, nach Einnahmen von 314,9 Mio. Dollar im Vorjahr, der Gewinn schwand jedoch auf 31,6 Mio. Dollar oder 19 US-Cent je Aktie. Im Vorjahr konnte McAfee noch einen Gewinn von 43,4 Mio. Dollar oder 27 US-Cent je Aktie bekannt geben.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen meldet McAfee einen Nettogewinn von 43 US-Cent je Aktie, womit das Unternehmen leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb. Analysten hatten im Vorfeld zwar nur mit Einnahmen von 352,3 Mio. Dollar, aber mit einem Nettogewinn von 45 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Laut McAfee zogen die Erlöse im Firmenkundenbereich um 16 Prozent auf 217 Mio. Dollar an, während das Geschäft mit Privatverbrauchern um 19 Prozent auf 153 Mio. Dollar zulegte. Das Nordamerika-Geschäft stieg um 15 Prozent auf 190 Mio. Dollar, während die internationalen Erlöse um 20 Prozent auf 180 Mio. Dollar anzogen. Die operativen Kosten kletterten um 11,3 Prozent auf 226,5 Mio. Dollar. Die Ausgaben zur Einkommenssteuer verdreifachten sich auf 37,1 Mio. Dollar.

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