Logitech feuert aus allen Zylindern

Donnerstag, 25. Oktober 2007 13:04
Logitech International

(IT-Times) Die Schweizer Logitech International (Nasdaq: LOGI, WKN: A0J3YT) konnte im jüngsten Quartal erneut mit Rekordzahlen aufwarten und einmal mehr die Markterwartungen übertreffen. Die jüngsten Zahlen verhalfen Logitech-Aktien zu einem Kurssprung von rund 25 Prozent und hievten den Wert auf ein neues Jahreshoch.

Sowohl Umsätze und auch Gewinnmargen kletterten auf ein Rekordniveau. Das Management erklärt den rasanten Anstieg bei den Gewinnmargen mit niedrigeren Kosten sowie Effizienzverbesserungen beim Lieferanten- und Beschaffungssystem. Doch der Hauptgrund für den rasanten Aufstieg des Unternehmens liegt in der inzwischen breiten Produktpalette des Unternehmens. Das Unternehmen stellt längst nicht mehr nur Computermäuse oder andere Eingabegeräte her.

Geschäft mit Universal-Fernbedienungen boomt
Inzwischen ist das Unternehmen auch mit Lautsprechern, Webcams und seit neuestem auch mit Universal-Fernbedienungen am Start. Die Expansion in diesem Geschäftsbereich erwies sich als Glücksgriff für die Schweizer. Die Umsätze der Harmony-Produktlinie legten zuletzt um 47 Prozent zu, wobei sich die Erlöse dieser Produktfamilie in der Wirtschaftsregion Europa, im Mittleren Osten und in Afrika sogar verdoppelten.

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Logitech Harmony Remote 785

Doch nicht nur mit Fernbedienungen war Logitech im jüngsten Quartal äußerst erfolgreich. Auch das Geschäft mit PC-Lautsprechern läuft nach wie vor rund. So zog das Geschäft mit Audio-Produkten um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, wobei Logitech eigenen Angaben zufolge mehr PC-Lautsprecher verkaufen konnte, als jemals zuvor in einem Quartal. Im Segment Lautsprecher lieferte Logitech dann auch 44 Prozent mehr Produkte aus als im Vorjahr.

Auch das neue Logitech Wave Keyboard, dass an Microsofts erfolgreiches Natural Keyboard angelehnt scheint, kam offenbar sehr gut bei den Konsumenten an. Dank der robusten Nachfrage nach dem neuen Logitech-Keyboard konnten die Schweizer im Bereich Keyboard und Desktop-Produkte um 35 Prozent wachsen. Ein weiterer Wachstumsträger war das Geschäft mit Konsolenzubehör. Logitech Controller und andere Eingabegeräte sorgten insgesamt für ein Umsatzplus im Bereich Console Gaming von 88 Prozent im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres.

Wende im Webcam-Geschäft
Hatte man zuletzt im Webcam-Geschäft noch Schwierigkeiten, deutet sich auch in diesem Produktbereich eine Wende an. Zwar lieferte man gegenüber dem Vorjahr 25 Prozent weniger Webcams aus, allerdings ergibt sich gegenüber dem Vorquartal bereits ein Umsatzplus von 36 Prozent. Mit den zwei neuen Webcams QuickCam Pro 9000 und QuickCam Pro for Notebooks sieht sich Logitech dann auch für das kommende Weihnachtsgeschäft gut gerüstet.

Der scheidende Logitech-Chef Guerrino De Luca ließ auch keinen Zweifel, dass man auch im Webcam-Bereich den Erfolg unbedingt will. „Wir haben eine sehr, sehr aggressive Marketingstrategie in diesem Bereich und wir werden sehen was passiert…“, gibt sich der Logitech-Manager trotz des Wechsels an der Spitze weiter kämpferisch.

Kurzportrait

Die in der Schweiz ansässige Logitech ist längst mehr ein Entwickler von Computermäusen und anderen Anzeigegeräten. Durch die Übernahme von Labtec bietet das Unternehmen inzwischen auch Lautsprecher und entsprechendes Audio-Zubehör für den PC an. Dennoch gehört das Geschäft mit Computermäusen und Anzeigegeräten nach wie vor zum Kerngeschäft des Schweizer Technologiespezialisten. Als Marktführer in diesem Bereich entwickelt die Gesellschaft nicht nur kabellose Computermäuse und Keyboards, sondern auch Joysticks, Gamepads, PC-Lenkräder, Headsets und auch Webcams. Das Geschäft mit Scanner fuhr Logitech zugunsten der Entwicklung von Webcams zurück.

Zuletzt feierte das Unternehmen ein kleines Jubiläum. Mit der Auslieferung der 500 Millionsten Computermaus und der 25 Millionsten Webcam erreichte Logitech einen neuen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Vor allem will die Schweizer Technologieschmiede weiter durch eine hohe Innovationsfähigkeit glänzen. Mit zahlreichen Branchenneuheiten in den letzten Jahren, vor allem im Bereich der schnurrlosen und optischen Computermäuse, setzt das Unternehmen Maßstäbe. Diese hohe Innovationsfähigkeit erreicht die Gesellschaft vor allem durch ausgebildete Fachkräfte. Mehr als die Hälfte der beschäftigten Techniker haben ihr Handwerk in der Informatik gelernt und sind Programmierer. Als Ergebnis dieser Unternehmenspolitik kann Logitech nicht nur mit Rekordergebnissen glänzen, sondern erhielt in den letzten Jahren mehr als 50 Industriepreise für seine Produkte im Bezug auf industrielles Design und innovative Technik. Logitech fertigt seine Produkte allerdings nicht selbst, sondern lagert die Fertigung in Länder, wie Taiwan und China aus. Der Vertrieb erfolgt an OEM-Hersteller und Einzelhändler weltweit. Über den Katalogvertrieb, Systemhersteller und Systemintegratoren verfügt Logitech über ein umfangreiches Vertriebsnetz.

Durch die vollständige Übernahme des Online-Dienstes SpotLife, welcher sich auf die Vermarktung von Video-Inhalten spezialisiert hat, rückintegriert der Schweizer Technologiekonzern seine ehemalige Tochter wieder in das Unternehmen. Nachdem man im Jahr 2004 Intrigue Technologies übernahm, kaufte Logitech im Herbst 2006 den Musiksystem-Spezialisten Slim Devices.

Zahlen

Für das vergangene zweite Fiskalquartal 2008 meldet Logitech einen Umsatzzuwachs von 19 Prozent auf 595 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig legten die operativen Gewinne um 54 Prozent auf 80,4 Mio. Dollar zu, nach einem Plus von 52,2 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Der Cashflow summierte sich auf 103 Mio. Dollar, 80 Mio. Dollar mehr als im Vorjahresquartal.

Die Bruttomarge legte leicht zu und verbesserte sich gegenüber dem vergangenen Jahr um 180 Basispunkte auf 36,3 Prozent (2007: 34,5 Prozent) - ein neuer Rekord. Die Verkäufe im Einzelhandel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, angetrieben von einem 17 Prozent Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent sowie in Asien.

Meldung gespeichert unter: Logitech International

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