IT- und Telekommunikations-Trends 2010

Mittwoch, 13. Januar 2010 09:36
BITKOM

- BITKOM-Umfrage: Cloud Computing ist das Top-Thema des Jahres

- Mobiles Internet, Sicherheit, E-Energy und Enterprise 2.0 ebenfalls wichtig

- Steigerung der Effizienz steht im Fokus

Berlin, 13. Januar 2010

Die wichtigsten IT-Trends des Jahres 2010 sind Cloud Computing, Virtualisierung, Mobiles Internet und IT-Sicherheit. Das hat eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der ITK-Branche ergeben. Danach nennen 45 Prozent der Befragten Cloud Computing und 44 Prozent Virtualisierung als wichtigste Themen. Auf Platz drei folgen mit je 42 Prozent das mobile Internet und IT-Sicherheit. Aktuell bleibt auch das IT-Outsourcing, das 39 Prozent der Anbieter nennen. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten stehen Technologien im Mittelpunkt, mit denen die Anwender effizienter und leistungsstärker werden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Als weiterer Megatrend habe sich das mobile Internet etabliert. „Mit der steigenden Verbreitung von Smartphones ist die mobile Internetnutzung im geschäftlichen und privaten Umfeld zum Massenphänomen geworden.“

Trend 1: Cloud Computing und Virtualisierung

Die IT-Anwender in Unternehmen nutzen in einer konjunkturell weiterhin angespannten Lage Technologien, die ihre Firmen schlanker und effizienter machen. Mit Cloud Computing (Englisch Cloud = Wolke) können die Nutzer über das Internet auf externen Speicherplatz, Rechenkapazitäten und auf einzelne Anwendungen zugreifen. „Cloud Computing ist kostengünstiger, weil Unternehmen nicht sämtliche IT-Ressourcen vorhalten müssen, sondern je nach Bedarf online darauf zugreifen können“, sagte Scheer. Zusätzlich werden die Unternehmen flexibler. Bei Reorganisationen oder Fusionen können sie ihre betrieblichen Abläufe mit Cloud Computing schnell anpassen. Ein Top-Thema bleibt das IT-Outsourcing, also die Verlagerung von IT-Systemen und Geschäftsprozessen an externe Dienstleister. Laut BITKOM wird der Umsatz mit Outsourcing-Diensten im Jahr 2010 in Deutschland um 7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro steigen. Ein weiteres wirksames Instrument zur Kombination von Kostensenkung und Leistungssteigerung ist die Virtualisierung. Dabei werden die Ressourcen von Computern bzw. Rechenzentren besser ausgenutzt.

Ebenfalls stark gefragt sind Anwendungen, die eine bessere Analyse der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens ermöglichen. „Mit Business Intelligence Software bekommt das Management einen schnellen Überblick über seine Kostenstrukturen und die verfügbaren Ressourcen“, sagte Scheer. 30 Prozent der befragten IT-Anbieter sehen Lösungen rund um Business Intelligence als wichtigen Trend in diesem Jahr.

Trend 2: Mobiles Internet

Die steigende Verbreitung von Smartphones und die sinkenden Datentarife haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen. Viele bislang überwiegend stationär genutzte Anwendungen im privaten und geschäftlichen Bereich werden mit einer so genannten App (kurz für ‚portable application‘) für den mobilen Zugriff auf dem Handy konfiguriert. Nach der BITKOM-Prognose werden im laufenden Jahr in Deutschland 5,6 Millionen Smartphones verkauft. Das entspricht einem Fünftel des Handy-Gesamtmarktes. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt voraussichtlich um 8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Trend 3: IT-Sicherheit

Datenschutz und Datensicherheit bleiben auch in diesem Jahr ein wichtiges Thema. Gerade beim Outsourcing von betrieblichen Prozessen oder dem Zugriff auf externe Anwendungen und Datenspeicher in einer Cloud muss ein möglichst wirkungsvoller Schutz gewährleistet sein. Gleiches gilt für die Sicherheit mobiler Geräte durch Verschlüsselung und Passwörter. „Der Datenschutz ist zu einem gesellschaftlichen Top-Thema geworden“, sagte Scheer. „Die IT-Anbieter stellen für die Speicherung und den sicheren Umgang mit Daten von Kunden, Beschäftigten und Bürgern intelligente Lösungen bereit, die stärker eingesetzt werden sollten.“ Nicht zu vernachlässigen sei nach wie vor das Problem der immer professioneller werdenden Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage.

Trend 4: E-Engergy

Immerhin 11 Prozent der Befragten nennen die Themen E-Energy und Smart Grids als wichtiges Thema. „Viele IT-Anbieter steigen derzeit in diesen neuen Markt ein oder haben konkrete Pläne dafür“, sagte Scheer. Mit intelligenten Energienetzen (Smart Grids) kann die Energieversorgung optimiert werden. Stromangebot und -nachfrage können mit IT besser abgeglichen werden, Lastspitzen werden abgebaut. Durch elektronische Stromzähler (Smart Meter) bekommen Privathaushalte zudem mehr Transparenz über ihren Stromverbrauch. Smart Meter können tagesaktuell ausgelesen und der individuelle Verbrauch monatlich abgerechnet werden. Seit Januar 2010 müssen in Neubauten und bei grundlegenden Renovierungen intelligente Stromzähler installiert werden.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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