Höhere Bußgelder für das Telefonieren am Steuer

Freitag, 8. Juni 2012 11:09
BITKOM

Berlin, 8. Juni 2012

Autofahrer riskieren mit dem Handy am Ohr immer höhere Strafen. Vor allem in europäischen Urlaubsländern müssen sie mit gestiegenen Bußgeldern rechnen. In Frankreich werden für unerlaubtes Telefonieren am Steuer seit diesem Jahr 135 fällig – statt bisher 35 Euro. Eines der höchsten Bußgelder fordert Spanien: Dort erwartet Verkehrssünder eine Strafe ab 200 Euro. Teuer kann es auch in Italien, Norwegen und den Niederlanden werden. Über 150 Euro kosten in diesen Ländern Handy-Gespräche ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt. In Deutschland kommen Autofahrer dagegen vergleichsweise günstig weg: 40 Euro beträgt das aktuelle Strafmaß. Am Rande: Wer beim Fahrradfahren telefoniert, muss hierzulande mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen.

In etlichen EU-Ländern ist die Geldbuße jedoch nicht klar begrenzt, sie liegt im Ermessensspielraum der Polizei. Das heißt, das Strafmaß ist nach oben weit offen. Richtig teuer wird es, wenn durch das Telefonieren am Steuer ein Unfall verursacht wird. Damit Urlauber im Ausland nicht in solche Situationen kommen, weist der Hightech-Verband BITKOM vor den Sommerferien auf die aktuelle Rechtslage hin. „Es gibt sehr einfache technische Möglichkeiten, im Auto zu telefonieren und gleichzeitig beide Hände zum Fahren frei zu haben“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.  

Der BITKOM gibt Hinweise, wie man beim Fahren telefonieren kann, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten:  

1. Tabu während der Fahrt

Mobiltelefone dürfen während der Fahrt nicht in die Hand genommen werden. Rechtlich beginnt eine Fahrt mit dem Starten des Motors. Das Verbot umschließt auch das Wegdrücken eines Anrufs. Wer es trotzdem macht, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen. SMS schreiben und Mails checken ist ebenfalls rechtswidrig. Der korrekte Ausweg ist eine Freisprecheinrichtung – so bleiben die Hände frei fürs Lenkrad.  

2. Headset als günstigste Möglichkeit

Eine Sprechgarnitur (Headset) ist die günstigste Möglichkeit, um das Handy im Auto legal und relativ sicher zu nutzen. Bei etlichen Mobiltelefonen ist ein Headset schon im Preis enthalten. Trotzdem sind Headsets eher eine Notlösung, denn ältere Geräte müssen zumeist mit dem Mobiltelefon verkabelt werden. Die Kabel können von der Fahrt ablenken und die Konzentration des Telefonierenden hemmen. Moderne Geräte funktionieren über den Kurzstreckenfunk Bluetooth. Sie müssen am Ohr befestigt werden, stören auf längeren Strecken aber auch. Außerdem sind Headsets nicht in allen Ländern als Freisprech-Lösung anerkannt.  

3. Fester Einbau oder „Plug and Play“

Zwei bessere Möglichkeiten, um sicherer im Auto zu telefonieren, sind fest eingebaute Freisprecheinrichtungen und so genannte „Plug-and-Play“-Lösungen. Letztere sind günstiger. „Plug-and-Play“-Varianten sind leicht zu montieren, und die Stromversorgung läuft über den Zigarettenanzünder. Meist sind jedoch fest eingebaute Freisprechanlagen die sinnvollste Lösung. Weil sie an die Außenantenne des Autos angeschlossen sind, haben sie die beste Empfangsqualität. Zudem schaltet sich das Radio automatisch stumm, wenn ein Anruf eingeht, und es liegen keine Kabel herum. Weiterer Vorteil: Moderne Anlagen können mit vielen Handys genutzt werden. Bei häufigem Handywechsel ist diese Lösung besonders sinnvoll.  

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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