Handy-TV als Rettungsleine für die Musikbranche?

Dienstag, 7. Oktober 2008 17:32
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BERLIN - Die Musikindustrie hat schon seit Jahren mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen. Illegale Downloads aus dem Internet, sinkende CD-Verkäufe sowie eine schwierige Marktsituation sorgen für Absatzprobleme. 

Unter Hochdruck werden nun neue Geschäftsfelder aufgebaut. Anbieter wie Universal Music Group, Warner Music Group und Sony BMG, das „Noch-Joint Venture“ von Sony (WKN: 853687) und Bertelsmann, wollen diesmal nicht den Anschluss verpassen. Neben dem klassischen Verkauf von Merchandise-Artikeln direkt über die Musikkonzerne und die Veranstaltung von Konzerten steht nun nach dem Internet das Mobiltelefon als neues TV-Medium im Mittelpunkt. Diese neuen Geschäfte würden bald, neben dem Musikvertrieb via Mobilfunk oder Internet sowie dem Verkauf von CDs, die dritte wichtige Säule darstellen, so Frank Briegmann, Deutschlandchef der Universal Music Group gegenüber dem Handelsblatt

Trotz Gegenmaßnahmen seitens der Musikindustrie sind die CD-Verkäufe immer noch rückläufig. Der Internetabsatz zieht ebenfalls nur schleppende an, während illegale Downloads bzw. das illegale Austauschen legal heruntergeladener Musikstücke immer noch ein Problem bleibt. Erste Auswirkungen auf die Branche lassen nicht auf sich warten. So gab Bertelsmann etwa bekannt, im Rahmen einer Neuausrichtung aus dem Musik Joint Venture Sony BMG mit der Sony Corp. aussteigen zu wollen. Künftig führen die Japaner die Geschäfte des Labels dann alleine. Auch wenn die Musikindustrie nun, wenn auch zu spät und langsam, auf die Herausforderung durch das Internet reagiert, kann die Lage nicht schnell zum Guten gewendet werden. Profitiert haben davon in der Vergangenheit besonders Anbieter wie Apple mit dem iTunes Musicstore für den eigenen MP3-Player iPod. 

Meldung gespeichert unter: Sony

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