First Solar profitiert weiter von Kostenvorteilen

Montag, 4. Mai 2009 13:29
First Solar

(IT-Times) Der weltweit führende Dünnschichtsolarspezialist First Solar (Nasdaq: FSLR, WKN: A0LEKM) konnte auch im vergangenen ersten Quartal mit einem dreistelligen Wachstum überzeugen. Der Nettogewinn vervielfachte sich noch einmal gegenüber dem Vorjahr, nachdem inzwischen Dünnschichtmodule in großen Solarprojekten weltweit verbaut werden.

Grund für den enormen Erfolg ist vor allem der Kostenvorteil der Dünnschicht-Technik. Erst im Vorquartal war es First Solar gelungen, durch Optimierungen bei der Produktion die Herstellungskosten pro Watt auf unter einem US-Dollar drücken - ein Meilenstein in der Industrie. Im ersten Quartal sanken die Produktionskosten noch einmal um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf nunmehr 0,93 Dollar pro Watt.

First Solar geht davon aus, die Produktionskosten auch in den kommenden Quartalen weiter senken zu können. Grund ist unter anderem eine neue Produktionsanlage in Malaysia, die Zug um Zug ausgelastet wird. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, die Produktionskosten pro Watt bis 2012 auf 0,65 Dollar pro Watt zu drücken.

Kostenvorteil bei Dünnschichtzellen weiter in Takt
Das Vorhaben von First Solar ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn auch die Preise für Polysilizium sind in den vergangenen Monaten erheblich unter Druck geraten. Aktuell kostet ein Kilo Polysilizium auf dem Spot-Markt zwischen 90 und 100 Dollar, nachdem Mitte 2008 noch über 400 Dollar für das Kilogramm bezahlt werden mussten. Bei First Solar geht man daher auch von einem weiteren Preisverfall bei Polysilizium aus, was den Kostenvorteil gegenüber der Dünnschicht-Technik aufzerrt.

Dennoch: Sollte der Polysiliziumpreis auf 25 US-Dollar pro Kilo einbrechen, sieht First Solar immer noch einen Kostenvorteil von 0,35 Dollar pro Watt oder 35 Prozent (relative Kostenbasis), unterstellt man einen Wirkungsgrad von 12 Prozent bei First Solar Dünnschicht-Modulen und einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 14 Prozent bei polykristallinen Modulen.

Daneben hofft man bei First Solar auf ein Ende des schwierigen Finanzierungsumfelds. Nachdem es aktuell nach wie vor problematisch ist, größere Solarprojekte zu finanzieren, dürfte sich die Situation in den nächsten 12 bis 18 Monaten entspannen, glaubt man bei First Solar...

Kurzportrait

Die in Tempe/Arizona ansässige First Solar wurde im Jahre 1999 gegründet und gilt als einer der führenden Solarkonzerne in Amerika. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion von Solarmodulen auf Basis der Dünnschichttechnologie spezialisiert und gilt in diesem Bereich als einer der weltweit führenden Anbieter.

Schon im Jahr 2002 nahm First Solar die Produktion von Solarmodulen auf Basis von Cadmium Telluride (CdTe) auf. First Solar hat sich bewusst für den Einsatz von CdTe entschieden, da CdTe ein Halbleiter mit direkter Bandlücke ist und somit in der Lage ist, Sonnenenergie effizienter in elektrische Energie zu wandeln. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz von CdTe einfache Zellstrukturen und Prozesse auch Produktionskosten minimieren. So hat First Solar im Jahr 2008 die niedrigsten Kosten pro hergestelltem Watt in der Photovoltaic-Industrie erzielt und die Produktionskosten pro Watt unter die magische Marke von einem US-Dollar gedrückt. Zudem ist CdTel für die Produktion aufgrund der hohen Verfügbarkeit reichlich vorhanden, so dass das Material auch in der Massenproduktion zum Einsatz kommen kann.

First Solar hat mit 12 Projektentwicklern in Europa langfristige Lieferverträge abgeschlossen. So wird der Großteil der Solarmodule in Ausland exportiert. Großabnehmer sitzen dabei vornehmlich in Deutschland. Zu den wichtigsten Kunden von First Solar zählen daher auch deutsche Unternehmen wie Blitzstorm, Colexon Energy, Conergy, Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme, Juwi Solar und Phoenix Solar.

Ende 2007 verstärkte sich First Solar durch die Übernahme des US-Solarspezialisten Turner Renewable Energy LLC. Das Unternehmen entwickelt Solarprojekte im Auftrag für Kunden in den USA. Nach der Übernahme fungiert durch First Solar tritt das Unternehmen unter dem Namen First Solar Electric LLC auf. Anfang 2009 übernahm First Solar zudem ein 550-Megawatt Solarprojekt von OptiSolar.

Durch den Bau neuer Fertigungsanlagen in den USA, Europa (Frankfurt/Oder) und Asien (Malaysia) hat First Solar seine Produktionskapazitäten zuletzt stetig ausgebaut.

Zahlen

Für das vergangene erste Quartal 2009 meldet First Solar einen Umsatzsprung auf 418,2 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 196,9 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei verdiente der Dünnschichtspezialist 164,6 Mio. Dollar oder 1,99 Dollar je Aktie, nach einem Plus von 46,6 Mio. Dollar oder 57 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Mit den vorgelegten Zahlen konnte First Solar die Markterwartungen der Analysten deutlich übertreffen. An der Wall Street hatte man im Vorfeld nur mit Einnahmen von 403,7 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 1,50 Dollar je Anteil gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Dünnschicht-Solarmodule (Thin-Film)

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