Ein Blick nach vorn: Digitales Leben nach 2009 - iPhone als Trendsetter

Donnerstag, 24. Dezember 2009 11:20
Mobilfunk_allgemein.jpg

MÜNSTER (IT-Times) - 2009 wird wohl als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Krise, die ja schon vorher begann, verdaut wurde. Das Jahr startete voller Unsicherheit und niemand wusste so recht, woran man war. 2010 wird sicherlich nicht das Jahr des bahnbrechenden Wachstums. Aber es wird das Jahr sein, in dem Unternehmen ihren Mut wieder entdecken könnten, um zu investieren, um neue Wege zu beschreiten und um an den eigenen Leistungsangeboten zu basteln und nicht ausschließlich die Kostenschraube zu drehen. Denn das allein macht selten glücklich und - wenige Fälle ausgenommen - auch selten erfolgreich.

2010 kann das Jahr sein, in dem Apps, wie man sie seit knapp zwei Jahren erstmals kennt, zu einem Mainstream werden, der das Leben massiv mit beeinflusst. Es zeichnen sich Trends ab, dass „Always-Online“ zu einer Art Lebenshaltung wird, die das Leben des Einzelnen damit tatsächlich beeinflussen kann. Für die Anbieter von Content und von Anwendungen, die nun darauf zielen, auf diesem „neuen Lebensgefühl“ einer großen Masse der Bevölkerung ihr Geschäftsmodell auszurichten kann damit durchaus Erfolgspotenzial bescheinigt werden. Natürlich gibt es aber auch hier ein großes ABER. Und das lautet: Umsatz und Gewinn wird nur der Anbieter generieren können, dessen Inhalte einen Mehrwert liefern und idealerweise mit weiteren Zusatznutzen angeboten werden - „Value Added Services“ heißt demnach das Zauberwort im besten Marketing-Deutsch.

Was das bedeuten kann? Die Grenzen zwischen „Business-Online“ und „Privat-Online“ verschwimmen komplett. Online ist man dann aufgrund der gut ausgebauten Netzinfrastruktur, der Fülle an neuen mittlerweile bezahlbaren Smartphones permanent. Unternehmen muss es nun noch stärker als bislang gelingen, mobile Anwendungen zu schaffen, die dem noch recht jungen Lebensgefühl, das sich so langsam in Richtung Mainstream bewegt, Rechnung tragen zu können.

Apps, diese mehr oder weniger kleinen Anwendungen, die man sich auf sein Smartphone laden kann, sind dazu sicherlich ein erster Schritt. Derzeit sind sie mal eine Spielerei, mal sind sie eine Art Short-Cut zu sozialen Netzwerken oder zu Nachrichten, dann wiederum sind sie kleine hilfreiche Programme. Der nächste Schritt wird sein, dass es sich bei den Apps um ein Tool für jedermann handelt - so wie heute jeder ein Taschentuch, einen Schlüsselbund, eine Geldbörse und ein Mobiltelefon in seiner Tasche dabei hat, so wird man in Zukunft seine Apps mobil dabei haben - und zwar jedermann beziehungsweise ein Großteil der Gesellschaft. Der Schritt von einer relativ „nerdigen“ Geschichte hin zum Mainstream wird daher nicht länger als drei bis fünf Jahre dauern - ein Beleg dafür, wie unglaublich schnell sich diese Technologien entwickeln und bei den Menschen ankommen. Bis es soweit ist, werden die Anbieter dieser Apps noch ein paar Hausaufgaben machen müssen, die auch auf die Bedürfnisse von Privatpersonen zugeschnitten sind - so wie man im Business Informationen zusammen suchen kann wie etwa Börsenkurse oder Beteiligungen eines bestimmten Unternehmens, so kann das auch für Privatleute umgesetzt werden - wie wäre es etwa mit einem digitalen Einkaufszettel, der einem die Angebote der drei nächsten Supermärkte auf das Handy holt und gleichzeitig die letzte gute Flasche Wein im Regal des einen Händlers für einen reserviert. Das alles ist jetzt vielleicht noch ein kleiner Wunschtraum. Aber er wird wahr werden, wahrscheinlich früher als später. Und Supermärkte legen ihre Beilagen dann nicht mehr in die Tageszeitung sondern bezahlen an den Entwickler der App, um dabei sein zu können. Damit ergeben sich Möglichkeiten zu völlig neuen Werbe- und Bezahlmodellen, denen sich auch die „alte Werbebranche“ stellen muss und wird.

Apple machte bei dieser gesellschaftsentwickelnden Technologie sicherlich einen ersten Schritt durch die damalige Einführung des iPhones (ist das wirklich erst gut zwei Jahre her? Kennen wir die Vokal „App“ wirklich erst sein 1,5 Jahren?). Research in Motion mit dem Blackberry sprang auf das Pferd auf und zieht massiv mit und Last but not Least: Google mit dem Betriebssystem Android, das eines Tages das iPhone überholen wird - nämlich spätestens dann, wenn es darum geht, dass Smartphones einfach Standard für jedermann sind. Erste Studien hierzu nennen auch den Zeitpunkt, wann Android-Phones das iPhone überflügeln werden: Schon in 2012 wird es mehr Handys mit dem Google-Betriebssystem Android geben. Das glauben die Marktforscher aus dem Hause Informa Telecom. Und auch die Marktforscher von Gartner sehen Android in spätestens drei Jahren an Apple vorbeiziehen. Hintergrund sei der Open Source Ansatz beim Google-Betriebssystem. Während das iPhone OS nur auf dem Apple-Smartphone läuft, setzen immer mehr andere Hersteller wie LG, Sony Ericsson und Motorola auf Android.

Meldung gespeichert unter: Apple

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...