DreamWorks hofft auf „Shrek the Third“

Dienstag, 27. März 2007 00:00

(IT-Times) Das Geschäftsjahr 2006 war für das US-Animationsstudio DreamWorks Animation SKG (NYSE: DWA<DWA.NYS>, WKN: A0B8TN<FKP.FSE>) eher ein durchwachsendes Jahr. Während der Streifen „Over the Hedge“ die DreamWorks-Manager zufrieden stellte, bleib der jüngste Animationsfilm „Flushed Away“ an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück und sorgte im vierten Quartal für Abschreibungen von 109 Mio. US-Dollar. Der Animationsfilm spielte an den weltweiten Kinokassen gerade mal 175 Mio. Dollar ein - zu wenig wie DreamWorks-Chef Jeffrey Katzenberg offen einräumte.

Shrek 3 kommt im Mai

Im neuen Jahr soll nun vieles besser werden. Mit „Shrek the Third“ steht nun der hoch gehandelte Nachfolger der bis dato äußerst erfolgreichen Shrek-Reihe in den Startlöchern. Der Animationsfilm soll im Mai in die Kinos kommen, wobei der dritte Teil gleichzeitig auch der Startschuss für einen Versuch ist, dass Geschäftsmodell auszuweiten. Mit „Shrek the Halls“ soll ein Weihnachtsspecial für die ABC ins TV kommen und mit „Shrek the Musical“ soll im Jahr 2008 ein Musical sein Debüt am Broadway feiern. Im vierten Quartal 2007, pünktlich zum lukrativen Weihnachtsgeschäft, soll dann auch die DVD zu zum dritten Shrek-Teil in die Läden kommen.

Mit „Bee Movie“ hat DreamWorks noch einen zweiten Pfeil im Köcher, der im November 2007 in die Kinos kommen soll. Damit vervollständigt DreamWorks seine Strategie, pro Jahr einen neuen Film zuzüglich eines Sequels in die Kinos zu bringen. Analysten wie Goldman Sachs Analyst Anthony Noto sehen DreamWorks dann auch für das laufende Jahr gut positioniert.

Insbesondere eine neue Marketingkampagne mit dem Fastfood-Restaurant McDonald`s könnte sich positiv auf die Umsatzzahlen auswirken, nachdem man zuvor mit dem Wettbewerber Burger King zusammengearbeitet hatte. Durch die Partnerschaft mit McDonald`s habe DreamWorks nun eine höhere Reichweite, da McDonald`s über fünf Mal mehr Niederlassungen in Europa und in Asien verfüge, als der vorherige Kooperationspartner Burger King, so der Analyst.

Einen weiteren Flop a la „Flushed Away“ kann sich DreamWorks kaum mehr leisten, nachdem man im vierten Quartal sogar in die Verlustzone gerutscht war. Der nächste potentielle Kassenschlager ist erst wieder für 2008 anberaumt - dann kommt der zweite Teil von „Madagascar“ in die Kinos.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Glendale ansässige DreamWorks Animation SKG gilt als eines der führenden Animationsstudios der Welt. Das Unternehmen produzierte in der Vergangenheit bereits eine Reihe erfolgreicher computeranimierte Filme, darunter „Antz“, „Shark Tale“ und vor allem den Kassenschlager rund um die Shrek-Reihe („Shrek 1“ und „Shrek 2“). Durch eine Kooperation mit dem Animationsstudio Aardman Animations entstand der ebenfalls sehr erfolgreiche Animationsfilm „Chicken Run“. Das Produktionsabkommen mit Aardman Animations wurde inzwischen aber wieder eingestellt. „Shrek 2“ und „Madagascar“ waren bislang die erfolgreichsten Animationsfilme der Gesellschaft. Gleichzeitig plant DreamWorks mit „Shrek 3“ einen Nachfolgetitel seines Kassenschlagers, der im Jahr 2007 in die Kinos kommen soll. Auch für Madagascar ist ein zweiter Teil geplant, der im Jahr 2008 für sprudelnde Umsätze und Gewinne sorgen soll.

Neben den Einnahmen an der Kinokasse, hält das Unternehmen auch die Verwertungsrechte an seinen Entwicklungen und Charakteren. So profitiert DreamWorks auch vom Video- und DVD-Geschäft, als auch vom Merchandising-Geschäft. Im Bereich Computerspiele kooperiert DreamWorks unter anderem mit AOL und Activision. Weitere Marketing-Partner sind unter anderem McDonald`s.

Künftig will DreamWorks nicht nur animierte Filme fürs Kino, sondern auch für andere Unterhaltungsbereiche produzieren (Direct-Video-Films). Ferner entwickelte DreamWorks eine Computer animierte Fernsehserie für den US-Sender NBC (National Broadcasting Corp). Allerdings wurde die Serie „Father of the Pride“ wegen schwacher Einschaltquoten wieder abgesetzt. Zuletzt führte DreamWorks ein neues 3D-Konzept ein, dass im Jahr 2009 mit dem Film „Monsters vs. Aliens“ für Furore sorgen soll.

Der Großteil der Stimmrechte wird von den DreamWorks-Gründern David Geffen und Steve Katzenberg gehalten. Auch Paul Allen und Steven Spielberg sind an dem Animationsstudio mit einer Minderheitsbeteiligung beteiligt. Ende 2005 trennte sich DreamWorks Animation von seiner Live-Film-Einheit DreamWorks SKG und veräußerte diese Geschäftseinheit für insgesamt 1,6 Mrd. US-Dollar an Paramount Pictures. Gleichzeitig ging das Unternehmen ein Vertriebs- und Vermarktungsabkommen mit Paramount bis zum Jahre 2012 ein.

Zahlen

So berichtet DreamWorks von einem Umsatzsprung auf 204,3 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 172,9 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei musste DreamWorks einen Nettoverlust von 21,3 Mio. Dollar oder 20 US-Cent je Aktie hinnehmen, nach einem Plus von 63,2 Mio. Dollar oder 61 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Die jüngsten Ergebnisse beinhalten eine Wertberichtigung von 109 Mio. Dollar im Bezug auf den Animationsfilm „Flushed Away“, welcher sich an der Kinokasse nicht so gut wie erwartet entwickelte. Die Abschreibung reduzierte den Quartalsgewinn um 80 US-Cent je Aktie. Rund die Hälfte der Erlöse fuhr DreamWorks im jüngsten Quartal durch den Film „Over the Hedge“ ein. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 158,9 Mio. Dollar sowie mit einem Nettoverlust von 42 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Für das somit abgeschlossene Geschäftsjahr 2006 meldet DreamWorks einen Umsatz von 394,8 Mio. Dollar, nachdem man im Jahr 2005 noch Einnahmen von 462,3 Mio. Dollar einfahren konnte. Für das Jahr 2006 steht ein Nettogewinn von 15,1 Mio. Dollar oder 15 US-Cent je Aktie zu Buche, nach einem Plus von 104,6 Mio. Dollar oder 1,01 Dollar je Aktie im Jahr vorher.

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