Digitalkameras trotzen den Handy-Alleskönnern

Dienstag, 20. März 2012 10:13
BITKOM

- 2012 werden in Deutschland über 8 Millionen Digitalkameras verkauft

- Durchschnittspreis bei rund 210 Euro

- Trends: Systemkameras mit verbesserter Bildqualität und Retrolook

Berlin, 20. März 2012

Digitalkameras werden im Gegensatz zu Videokameras oder Navigationsgeräten bis heute nicht von Handys vom Markt gedrängt. In diesem Jahr werden in Deutschland 8,2 Millionen Digitalkameras verkauft. Das ist nur ein leichter Rückgang von 2 Prozent gegenüber 2011. Der Umsatz 2012 wird wie im vergangenen Jahr voraussichtlich rund 1,7 Milliarden Euro betragen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis einer aktuellen GfK-Studie. „Viele Verbraucher wollen für anspruchsvolle Fotos auf Digitalkameras nicht verzichten. Die integrierten Handy-Kameras werden zwar immer leistungsfähiger, aber vor allem für Schnappschüsse genutzt“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Zwar erreichen Handys heute schon erstaunliche Auflösungen von bis zu 41 Megapixeln, jedoch kann die Optik mit Digitalkameras in der Regel nicht mithalten.

In diesem Jahr steigt die Zahl der verkauften Handys in Deutschland voraussichtlich um 5,5 Prozent auf fast 29 Millionen Handys. Verbraucher können mit fast allen modernen Mobiltelefonen Videos drehen, Fotos schießen und sich im Straßenverkehr den Weg zeigen lassen. Der Absatz von digitalen Videokameras und Navigationsgeräten leidet darunter sehr: Der Absatz von Videokameras ist im vergangenen Jahr um über 10 Prozent gesunken. Die Qualität der Videoaufnahmen bei Handys erreicht inzwischen bei einigen Modellen sogar Full-HD. 2008 waren noch 4,4 Millionen Navigationsgeräte verkauft worden, 2011 noch etwas über 3 Millionen Stück.

Der durchschnittliche Preis von Digitalkameras sinkt in diesem Jahr um 5 Euro. Die Verbraucher zahlen im Schnitt 209 Euro, im Vorjahr waren es 214 Euro. „Im Trend liegen insbesondere Systemkameras und Geräte im Retrolook“, sagt Rohleder. Systemkameras sind Digitalkameras mit Wechselobjekten aber ohne Spiegelreflexsucher. Sie sind klein und handlich wie eine digitale Kompaktkamera, liegen aber qualitativ meist auf dem Niveau von sehr viel größeren Spiegelreflexkameras. Auch das Design spielt eine große Rolle. Gefragt sind Gehäuse im Retrostil, bei denen viele Einstellungen per Hand vorgenommen werden können.

Die neuen Modelle der klassischen Digitalkameras bieten extra große Bildsensoren, schwenkbare, hochauflösende 3-Zoll-Displays und Full-HD-Videomodus.

Ansprechpartner

Marc Thylmann

Meldung gespeichert unter: BITKOM

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...