DIE WOCHENEND-STORY: eBay will Skype kaufen & drei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Freitag, 9. September 2005 19:44

SAN JOSE - Es war die Neuigkeit der Woche. Eine Neuigkeit, die eigentlich mehr Fragen aufwirft als sie Antworten gibt. Das US-Onlineauktionshaus eBay Inc. (Nasdaq: EBAY<EBAY.NAS>, WKN: 916529<EBA.FSE>) will den Voice-over-IP-Dienstleister Skype übernehmen. Aber was hat eBay bitte vor?

Herausforderung gesucht

Fest steht auf jeden Fall, dass eBay im Kerngeschäft Online-Auktionen allmählich an die Decke stößt. Das rasante Wachstum der letzten Dekade hat sich deutlich abgeschwächt, es gibt einfach keinen Raum mehr für organische und externe Expansion. eBay hat alles an Konkurrenz geschluckt oder erdrückt, was zu kriegen war. Nur in Japan gab es von dem dortigen Yahoo!-Ableger einen Satz warme Ohren. Also muss die weitere Reise woanders hingehen. Der Sachverhalt an sich ist nicht neu und spiegelt die Entwicklung von übermächtigen Platzhirschen wie Microsoft wieder. Nur mit dem Griff nach dem VoIP-Anbieter Skype hätten die Wenigsten gerechnet.

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist

Ganz unbekannt ist Skype inzwischen nicht mehr. Vielmehr ist das in Luxemburg gemeldete und von London aus gelenkte Unternehmen zur richtigen Zeit in der richtigen Branche. VoIP gilt als einer der Wachstumsmärkte schlechthin. Die Idee hatten auch schon andere (zum Beispiel Net2Phone) vor der Internetblase, doch die Zeit war offenkundig noch nicht reif. Die Skype-Erfinder und CEOs Niklas Zennstrom und Janus Friis hatten hier jedoch wie schon bei dem Filesharing-Programm KaZaA das richtige Gespür für das Timing. Inzwischen verzeichnete Skype nach eigenen Angaben 163 Millionen Downloads der entsprechenden Software. Außerdem gibt es rund 53,5 Millionen registrierte Nutzer.

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