Check Point setzt verstärkt auf Zukäufe

Freitag, 11. Mai 2007 00:00

(IT-Times) Der israelisch-amerikanische Firewall-Spezialist Check Point Software Technologies (Nasdaq: CHKP<CHKP.NAS>, WKN: 901638<CPW.FSE>) setzte zuletzt vor allem auf Firmenzukäufe, um sein Produktportfolio entscheidend auszubauen.

Markt für Datenschutz im Visier

600 Mio. US-Dollar in bar lies sich Check Point zuletzt die Übernahme der schwedischen Protect Data kosten. Damit steigt Check Point gleichzeitig in den Markt für Datenschutzsoftware ein, einem lukrativen Markt, der in den nächsten Jahren lukrative Zuwachsraten entspricht. Damit gelangt Check Point gleichzeitig in den Besitz von Pointsec Mobile Technologies, einer Tochter von Protect Data. Von diesem Markteintritt verspricht sich Check Point bereits im laufenden Jahr erste Früchte. Das Management rechnet mit Einnahmen von etwas über 100 Mio. US-Dollar aus diesem Geschäft.

Darüber hinaus hat man im jüngsten Quartal die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security erfolgreich zum Abschluss bringen können. Durch die Übernahme will Check Point seine Produktfamilie im Bereich vereinheitliche Sicherheitslösungen weiter stärken.

Insgesamt setzte Check Point im jüngsten Quartal auf ein Feuerwerk an neuen Produkten. Vor allem die Anfang Februar vorgestellte UTM-1 Sicherheitsanwendung für den mittelständischen Markt wird von den Kunden gut angenommen, heißt es aus dem Management. Inzwischen sei das Geschäft rund um Unified Threat Management bereits deutlich größer als eine Mio. US-Dollar, so das Check Point Management.

Mit NGX R65 stellte Check Point zudem seine neuerste Version seiner Netzwerksicherheitstechnologie vor, welche die Komplexität des Netzwerksicherheitsmanagements drastisch reduzieren soll. Check Point sieht sich darüber hinaus auch als der weltweit einzige Sicherheitsanbieter, der nunmehr für alle kritischen Kategorien Firewall, VPN, IDS, IPS, Endpoint-Security und Datensicherheit entsprechend zertifiziert ist. Ob sich dieser Wettbewerbsvorteil auch in der Bilanz in Form von steigenden Umsatz- und Gewinnzahlen niederschlagen wird, dürfte sich in den nächsten Quartalen zeigen.

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software Technologies gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete 1er Produktfamilie (Firewall-1) soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Mit Hilfe der INSPECT Engine wird jeder ausgehender und eingehender Traffic auf Schadsoftware gescannt.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing-Lösung an, die Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 200.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen wie IBM, Hewlett-Packard und EDS in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramatan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Anfang 2007 schloss Check Point die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security ab. Gleichzeitig übernahm man den schwedischen Sicherheitsspezialisten Protect Data AB inklusive der Tochter Pointsec Mobile Technologies.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal meldet Check Point einen Umsatzanstieg um 23 Prozent auf 164 Mio. US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes. Beobachter gingen zunächst von einem Umsatz in Höhe von 163 Mio. Dollar aus.

Der Nettogewinn hingegen fiel von 61,6 Mio. Dollar im Vorjahresquartal auf 46,9 Mio. Dollar. Dieses Ergebnis beinhaltet Kosten aufgrund der Akquisitionen von NFR Security und Protect Data sowie Eigenkapitalkompensationen. Abzüglich dieser Posten stieg der Gewinn von 75,1 Mio. Dollar auf 78,6 Mio. Dollar bzw. 40 US-Cent je Aktie, womit Check Point die Analystenerwartungen um einen Cent je Anteil übertreffen konnte.

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