Cancom profitiert vom Boom in der Private Cloud

IT- und Cloud-Services

Montag, 7. Oktober 2013 14:05
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(IT-Times) - Das Münchner IT-Spezialist Cancom SE bleibt auch im zweiten Halbjahr 2013 auf Einkaufstour. Mit der Übernahme der Berliner on line Datensysteme stärkt Deutschlands drittgrößtes IT-Systemhaus vor allem sein Service-Geschäft. Der Cancom-Aktienkurs kennt derweil nur eine Richtung und zwar die nach oben. In den vergangenen 12 Monaten hat sich der Cancom-Aktienkurs mehr als verdoppelt.

Cloud Computing boomt auch in Deutschland
Der Grund für den rasanten Kursaufschwung ist weniger das traditionelle IT-Servicegeschäft, sondern die Hoffnung auf gute Geschäfte im Zusammenhang mit dem Cloud Computing Boom in Deutschland. Der Cloud Computing Markt in Deutschland dürfte in 2013 um 47 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro wachsen, so der Branchenverband BITKOM.

Mehr als ein Drittel der Unternehmen (37 Prozent) in Deutschland setzten in 2012 bereits Cloud Computing Lösungen an - in 2013 dürften es noch mehr Unternehmen werden.

Cancom sieht sich mit seiner AHP Private Cloud in der Pole Position
Cancom (WKN: 541910) hat bereits mit seiner Lösung AHP Private Cloud früh auf den Trend gesetzt und genießt nunmehr einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen IT-Konkurrenten. Das Cancom-Management verweist auf die Einzigartigkeit der Cancom-Lösung hin, die auch schnell implementierbar ist.

Die Analysten bei Hauck & Aufhäuser weisen darauf hin, dass IT-Rivalen wie Bechtle und Computacenter wohl mehrere Jahre brauchen würden, um eine vergleichbare Lösung auf den Markt bringen zu bringen. Der Grund: Da es sich bei der AHP Private Cloud Lösung um eine out-of-box Cloud-Architektur handelt, ist diese einfach und schnell zu installieren. Cancom könne diese binnen drei bis sechs Monaten implementieren, während Konkurrenten etwa 12 oder mehr Monate benötigen dürften, heißt es beim Analystenhaus.

So überrascht es wenig, dass Cancom bereits 70 Cloud-Projekte in der Pipeline hat. Jeder Deal könnte für 50.000 Euro an wiederkehrenden Umsätzen im Monat bei Cancom sorgen. Im Schnitt wäre dies ein Mehrumsatz von 0,6 Mio. Euro pro Jahr und Deal bzw. ein gesamtes Projekt-Volumen von 42 Mio. Euro bei einem EBITDA von 13 Mio. Euro, unterstellt man eine Gewinnmarge von 30 Prozent.

Cancom will Cloud-Spezialisten einstellen
Um die hohe Nachfrage bewältigen zu können, muss Cancom ausreichend ausgebildete Mitarbeiter an Bord holen. Derzeit beschäftigt Cancom lediglich 30 IT-Berater, die auf die Implementierung von Cloud-Lösungen spezialisiert sind - dies soll sich in den nächsten Jahren ändern. Geplant ist die Aufstockung um 10 bis 15 Cloud-Berater pro Jahr.

Kurzportrait

Die in München ansässige Cancom SE wurde im Jahr 1992 gegründet und hat sich seither zu einem der führenden herstellerunabhängigen IT-Systemhäuser in Deutschland entwickelt. Das Unternehmen bietet heute ITK-Komplettlösungen (Hardware, Software, Lizenzen, Zubehör, Service, Beratung) aus einer Hand.

Cancom ist heute in 30 Standorten in Österreich und Deutschland präsent und beschäftigte zuletzt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Zudem betreibt das Unternehmen ein modernes Logistikzentrum in Jettingen-Scheppach. In 2004 hat Cancom den Wandel zum Systemintegrator vollzogen, so dass Cancom heute nicht nur Hardware und IT-Dienstleistungen anbietet, sondern auch die Konzeption und Integration von IT-Systemen. Insgesamt bietet Cancom rund 50.000 Artikel, die über Kataloge, im Online-Shop oder in den Niederlassungen vertrieben werden. Cancom ist dabei einer der größten Partner von Apple, Microsoft, aber auch von SAP, SAP, Symantec, Citrix, HP, IBM, VMware und Adobe Systems.

In den vergangenen Jahren verstärkte sich Cancom durch eine Reihe von Zukäufen. Neben der Übernahme von VendIT AG im Jahr 2001, kaufte Cancom die Spezialisten 4PC und ComLogic, sowie die österreichische a+d. Bereits in 2004 hatte Cancom die beiden Tochterfirmen Tendi Deutschland und Cancom media solutions zur Cancom Deutschland GmbH fusioniert. Mitte 2008 kaufte Cancom die Kölner Sysdat Gesellschaft für IT-Lösungen (heute Cancom IT Solutions GmbH). Im Dezember 2008 schluckte Cancom die zwei Systemhäuser der Bürotex Gruppe. Im November 2010 wurde zudem der Geschäftsbereich SAP Hosting und IT-Services der Plaut Systems & Solutions GmbH übernommen. In 2012 hat Cancom 49 Prozent der Anteile am deutschen App-Programmierer Glanzkinder GmbH erworben. Zuvor verkaufte das Unternehmen seine britische Tochter Cancom Ltd. an die Trams Group. Im Herbst 2012 hat Cancom 100 Prozent der Anteile an der Unicorner GmbH Softwarevertrieb übernommen. In 2013 setzte Cancom seine Einkaufstour weiter fort und schluckte neben der Gesellschaft für elektronische Systeme mbH (GES), auch die Berliner on line Datensysteme.

Im Jahr 2010 stieg das Unternehmen in das Geschäft mit Cloud Lösungen ein. Cancom erwirtschaftet eigenen Angaben nach rund die Hälfte seiner Umsatzerlöse im Bereich IT Solutions, den Rest im Bereich E-Commerce/trade.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Cancom

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