BVDW-Umfrage identifiziert Marketing- und PR-Abteilungen als wichtigste Treiber von Social Media in deutschen Unternehmen

Donnerstag, 15. Dezember 2011 12:42
BVDW

Erfolgsmessung der eigenen Social Media Aktivitäten noch kein Pflichtprogramm / Weiterbildungsmaßnahmen für Social Media liegen im Trend

Düsseldorf, 15. Dezember 2011 – Deutsche Unternehmen sehen Social Media auch in Zukunft deutlich als Trendthema in ihrem Geschäftsalltag. Die Fachbereiche Marketing und Public Relations liegen bei der Planung und Umsetzung von Social Media Maßnahmen unangefochten an der Spitze. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor, welche die aktuelle Nutzung und die zukünftigen Potenziale von Social Media in deutschen Unternehmen untersucht. Für die 136 befragten Unternehmen zählen insbesondere Pressearbeit, Reputationsmanagement und Kundenbindung zu den häufigsten Aufgabengebieten von Social Media. Als wichtigste Gründe für den Einsatz von Social Media gelten die Steigerung der Bekanntheit, die Verbesserung des Images, die Erschließung neuer Zielgruppen und eine stärkere Einbindung der Kunden. Für über die Hälfte aller befragten Unternehmen zählt Social Media Monitoring jedoch nicht zum Pflichtprogramm. Entgegen dem positiven Trend von Social Media planen die befragten Unternehmen nur wenige Neueinstellungen und vertrauen vermehrt auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Fachbereich Social Media. Weitere Informationen und das kostenfreie Studienergebnis auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org.

Relevante Zielgruppen mit Social Media genauer erreichen

„Für Unternehmen bedeutet aktiver Dialog von und mit der Zielgruppe mehr als nur dabei zu sein. Über Social Media lassen sich viele Nischen- und Interessengruppen identifizieren, welche für die Fachbereiche Marketing und Public Relations gänzlich neue Herausforderungen und Möglichkeiten bedeuten. Marken und Unternehmen erreichen die relevanten Zielgruppen, Influencer und Botschafter genau dort, wo sie sich aufhalten, Informationen untereinander austauschen und weiter verbreiten“, sagt Curt Simon Harlinghausen (AKOM360), Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Social Media Monitoring wichtig für das Erreichen von Zielen

„Social Media gilt als hochgradig lebendiger Kommunikationsraum. Wenn Unternehmen ihre Social Media Aktivitäten nicht kontinuierlich anhand aktueller Kennzahlen bewerten, verspielen sie auf Dauer ihre Chance, die möglichst ganzheitliche Strategie für das Erreichen der Ziele weiter zu optimieren“, betont Anna-Maria Zahn (Business Intelligence Group), Leiterin der Unit Leistungswerte/Marktforschung

der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Zuständigkeit für Social Media in Marketing und Public Relations

Von allen Unternehmensbereichen liegen Marketing und Public Relations sowohl bei der Einführung als auch Planung und Durchführung von Social Media Aktivitäten unangefochten an der Spitze aller Abteilungen. Rund zwei Drittel der Befragten bestätigten diesen beiden Bereichen die höchste Zuständigkeit für Social Media im Unternehmen. Erst an dritter Stelle folgt die Geschäftsführung in der Rolle als Initiator (38 Prozent) und Planer für den Einsatz von Social Media (42 Prozent). Vertrieb, Einkauf oder die Personalabteilung müssen bei der Frage nach der Zuständigkeit im Unternehmen mit den hinteren Plätzen vorlieb nehmen.

Kommunikation und Reputation als zentrale Einsatzgebiete

Der Anteil an Unternehmen, der von einem häufigen bis sehr häufigen Einsatz von Social Media ausgeht, liegt am höchsten bei der PR-Abteilung (73,6 Prozent), danach folgen die Bereiche Kundenbindung (59,5 Prozent), Online-Reputationsmanagement (51,3 Prozent) und Informationsgewinnung / Marktforschung (46,6 Prozent). Die Steigerung der Bekanntheit gilt bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen als Grund mit hoher bzw. sehr hoher Bedeutung (85,0 Prozent), darauf folgen Imageverbesserung (81,5 Prozent), die Erschließung neuer Zielgruppen (74,0 Prozent) und eine stärkere Kundenbindung (72,4 Prozent).

Unternehmen betreiben regelmäßig Social Media Monitoring

Insgesamt messen nur 46,6 Prozent der Unternehmen ihre Social Media Aktivitäten. Davon misst die deutliche Mehrzahl gelegentlich bis regelmäßig die eigenen Social Media Aktivitäten anhand vorhandener Kennzahlen (96,7 Prozent) sowie durch Beobachtung und Monitoring im Social Web (93,5 Prozent). Eher selten kommen externe Befragungen im Sinne der Marktforschung zum Einsatz (29,8 Prozent). Hingegen zeigen bereits 39,8 Prozent aller Befragten reges Interesse an Social Media Monitoring. Nur 13,5 Prozent der Befragten haben kein Interesse an diesem Aspekt.

Wenige Neueinstellungen im Bereich Social Media geplant

Bereits fast vier von zehn der befragten Unternehmen (38,2 Prozent) beschäftigen spezielle Mitarbeiter, die sich ausschließlich Aufgaben im Bereich Social Media widmen. Davon sind jedoch die meisten Beschäftigten nicht in einer eigenen Social Media Abteilung tätig (31,6 Prozent). Obwohl die Unternehmen mit steigenden Budgets für Social Media rechnen, planen die meisten Unternehmen (76,2 Prozent) in den nächsten zwölf Monaten keine Einstellung einer speziellen Fachkraft. Lediglich knapp 13 Prozent der Befragten beabsichtigen, die Position des Social Media Managers in den nächsten 12 Monate neu zu schaffen. Eine sehr häufig genutzte Alternative, um Social Media Projekten trotz fehlender interner Ressourcen umzusetzen, findet sich in der Beauftragung von externen Dienstleistern. Mit 61 Prozent hat diese Variante die Mehrheit der Unternehmen bereits in Anspruch genommen.

Unternehmen vertrauen auf Social Media in Eigenregie

Meldung gespeichert unter: BVDW

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