BITKOM-Publikationen zu aktuellen Outsourcing-Trends

Donnerstag, 15. November 2007 15:08
BITKOM

Neues Standardwerk zu „Next Generation Outsourcing – Wie Deutschland von den neuen Outsourcing-Trends profitieren kann“, Leitfaden zu „Benchmarking beim IT-Outsourcing“, Anwenderforum Outsourcing nächste Woche in Frankfurt am Main

Berlin, 15. November 2007
Unternehmen werden in Zukunft verstärkt auf „Next Generation Outsourcing“ setzen. Bei diesen neuen Formen des Outsourcings stehen nicht mehr die reinen Kosteneinsparungen in den Vordergrund. Vielmehr werden die leistungssteigernden und innovativen Möglichkeiten der Partnerschaft zwischen auslagerndem Unternehmen und Outsourcing-Anbietern gezielt genutzt. Davon kann besonders der Standort Deutschland profitieren. Dies ist ein Fazit des neuen BITKOM-Standardwerks „Next Generation Outsourcing – Wie Deutschland von den neuen Outsourcing-Trends profitieren kann“. Namhafte Anwender, Anbieter und Wissenschaftler beschreiben auf mehr als 500 Seiten anhand konkreter Fallbeispiele die aktuellen Trends beim Outsourcing.

Nach BITKOM-Berechnungen sind etwa ein Viertel aller heute neu geschlossenen Verträge derartige Next-Generation-Outsourcing-Verträge – mit steigender Tendenz. „Mit dem vorliegenden Buch leisten die Autoren einen Beitrag zur Diskussion über die Chancen der deutschen Wirtschaft, durch Veränderungen in den Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen neues Terrain in der Weltwirtschaft zu erschließen“, sagt Christian Oecking, Vorsitzender des BITKOM-Arbeitskreises Outsourcing. Next Generation Outsourcing sei nicht nur ein Thema für große Unternehmen, sondern gerade auch für den Mittelstand und die öffentliche Hand interessant. Outsourcing-Anbieter übernehmen beispielsweise komplette Prozesse, wie etwa den Einkauf für ein Unternehmen. Oder sie beteiligen sich mit Kapital am IT-Dienstleister des Kunden und sichern so die gleichgerichtete Interessenlage der Partner. Oder es werden Aspekte der partnerschaftlichen Teilung von Risiko und Erfolg in die Verträge eingeführt.

Dr. Stephan Scholtissek, Mitglied im Hauptvorstand des BITKOM sagt: „Klassisches, kostenorientiertes IT-Outsourcing wird mehr und mehr durch ein wert-, geschäfts- und innovationsorientiertes Outsourcing abgelöst.“ Die ersten Outsourcing-Projekte wurden in Deutschland etwa Anfang bis Mitte der 90er Jahre gestartet. Heute wollen auslagernde Unternehmen ein Mehr an Innovation, Effizienz und Flexibilität für das Gesamtunternehmen erreichen.

Nach BITKOM-Einschätzung gibt es zwei Hauptgründe für diese Entwicklung: Zum einen hat sich das klassische IT-Outsourcing weiterentwickelt und etabliert. Die Zeiten weltweit zweistelliger Wachstumsraten in diesem Bereich sind vorbei. Bei Unternehmen, die zum wiederholten Mal ihren IT-Outsourcing-Vertrag verlängern, ist die Optimierung der Kosten- und Leistungseffizienz längst zum Standard geworden. Die Kunden erwarten heute zusätzlich, dass mit der IT-Auslagerung auch die damit zusammenhängenden Geschäftsprozesse angepasst und optimiert werden müssen.

Zum anderen erzwingt das starke Wachstum der so genannten Emerging Markets diese neuen Formen der Arbeitsteilung. Nur wer in Zukunft Marktanteile in den Emerging Markets erobert, wird weiter wachsen können. Unverzichtbar sind dabei der Einsatz von Talenten aus aller Welt sowie eine intelligente und internationale Arbeitsteilung. Es geht also darum, neue Formen der Fertigungstiefenreduktion zu entwickeln und für das eigene Unternehmen zu nutzen. „Diese neue wirtschaftliche Dimension bietet auch eine große Chance für Deutschland“, so Scholtissek.

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