BITKOM: Neun von zehn Jugendlichen haben ein Handy

Mittwoch, 19. September 2007 14:12
BITKOM

Neun von zehn Jugendlichen haben ein Handy

Junge Nutzer begeistern sich für Multimedia-Funktionen
Tipps für Nachwuchs und Eltern zum Kindertag am 20. September

Berlin, 19. September 2007
Fast jedes zweite Kind zwischen 6 und 12 Jahren hat ein Handy (44 Prozent). Für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren ist ein Mobiltelefon schon fast selbstverständlich: 92 Prozent sind unterwegs erreichbar. Das hat der BITKOM in Berlin anlässlich des Kindertags mitgeteilt, der in vielen Bundesländern am 20. September gefeiert wird. „Ob es um Verabredungen geht oder um Sicherheit auf dem Schulweg – für viele Kinder und ihre Eltern ist das Handy aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Junge Nutzer begeistern sich besonders für die Multimedia-Fähigkeiten moderner Mobiltelefone. „Niemand nutzt die zahlreichen Zusatzfunktionen von Handys so intensiv wie Jugendliche“, erklärt Prof. Scheer. So hören rund 42 Prozent der 10- bis 17-jährigen Handynutzer Musik im MP3-Datenformat. Das zeigt eine Studie des Instituts Techconsult für BITKOM. Zwei Drittel der jungen Nutzer fotografieren mit ihrem Handy, und jeder fünfte versendet Bilder per Multimedia-Nachricht (MMS).

Mit besonderen Angeboten und Tipps haben Mobilfunk-Anbieter auf die Bedürfnisse junger Kunden reagiert. Der BITKOM gibt einen Überblick, was Kinder und Eltern bei der Handynutzung beachten sollten:

1. Das richtige Gerät aussuchen
Multimedia-Funktionen und schickes Design sind vielen Kindern und Jugendlichen wichtig. Damit punkten heute auch preiswerte Handys der Einsteigerklasse. Wenn Eltern ein Mobiltelefon für ihren Nachwuchs auswählen, sollten sie aber auch auf die Bedienung achten: Für Handy-Neulinge ist eine übersichtliche Menüstruktur ist empfehlenswert – auch wenn viele Kinder schnell die technischen Möglichkeiten verstehen. Zahlreiche Geräte sind heute trotz einer Vielzahl von Funktionen gut zu bedienen. Einige Anbieter haben für Grundschüler spezielle Kinderhandys im Angebot. Je nach Modell bieten sie eine Notruftaste oder lassen sich orten. Vereinzelt lassen sie sich so konfigurieren, dass nur bestimmte Nummern von Eltern und Freunden gewählt werden können.

2. Den passenden Tarif wählen
Wenn die Kosten in einem festen Rahmen bleiben sollen, ist ein Prepaid-Tarif besonders geeignet. Dabei kaufen Kinder oder Jugendliche ein Handy-Guthaben, das vom Taschengeld bezahlt wird. Sie können so lange telefonieren, bis der Betrag verbraucht ist. Vorteil: Überraschend hohe Rechnungen sind ausgeschlossen. Erreichbar bleibt der Nachwuchs auch ohne Guthaben, und ein Notruf per 112 lässt sich ebenfalls gratis absetzen. Eine Alternative zu den Prepaid-Angeboten sind spezielle Jugendtarife mehrerer Netzbetreiber. Dabei lassen sich teure Sondernummern sperren oder die Eltern sind kostenlos erreichbar. Es empfiehlt sich, dass Kinder und Eltern den Tarif gemeinsam auswählen.

3. SMS und MMS sinnvoll nutzen
Neun von zehn jugendlichen Handy-Nutzern verschicken SMS. Viele nutzen dabei Abkürzungen: So steht „bg“ für „breites Grinsen“ oder „gn8“ für „gute Nacht“. Eine kurze Info per SMS ist praktisch und günstig. Längere Absprachen sind aber als Gespräch oft billiger. Für Aufklärung sorgt die Preisliste des eigenen Handyanbieters – sie hilft, die richtige Kommunikationsform zu wählen. Das gilt auch für Multimedia-Nachrichten (MMS), mit denen zum Beispiel Fotos verschickt werden können. Sie kosten deshalb mehr als eine reine Textmitteilung. „Kinder können lernen, hier selbst Prioritäten zu setzen“, sagt BITKOM-Präsident Scheer. „Dabei helfen die Infos der Netzbetreiber und Gespräche mit den Eltern.“ Außerdem: Vorsicht, wenn unerwartet eine SMS von Unbekannten kommt, vor allem bei ungewöhnlichen Vorwahlen (z.B. 0137, 0900, Ausland). Solche Mitteilungen sollten immer ignoriert werden – es könnten sich trickreiche Abzocker dahinter verbergen, die zu teuren Rückrufen oder kostspieligen SMS-Chats verleiten wollen.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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