BITKOM fordert zügigen Ausbau der Infrastruktur für Verkehrstelematik

Freitag, 27. Februar 2009 09:13
BITKOM

- ITK-Lösungen müssen fester Bestandteil der Planung im Straßenbau werden

- Verkehrstelematik vermeidet Staus, optimiert den Verkehrsfluss und reduziert Energieverbrauch und Abgase

- BITKOM stellt Handlungsempfehlungen vor

Berlin, 27. Februar 2009

Der Hightech-Verband BITKOM fordert den zügigen Ausbau von intelligenten Verkehrsmanagement-Systemen. „Beim Straßenbau dürfen wir nicht nur an Brücken, Beton und Bitumen denken“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Wenn Verkehrswege gebaut oder erneuert werden, muss zugleich die Telematik-Infrastruktur errichtet werden. ITK-Lösungen müssen ein fester Bestandteil der Bauplanung sein.“ Nur mit einer Infrastruktur für intelligente Verkehrstelematik kann aus BITKOM-Sicht die Mobilität einer modernen Gesellschaft dauerhaft gewährleistet werden. Zugleich könnte der volkswirtschaftliche Schaden von Staus verringert werden. Nach Angaben der EU kosten Staus jährlich zwischen 0,9 bis 1,5 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung.

Um den Aufbau der Verkehrstelematik konstruktiv zu begleiten, hat der BITKOM Handlungsempfehlungen formuliert, die sich an Verkehrspolitiker in Bund, Ländern und Kommunen richten. Diese Handlungsempfehlungen wird der BITKOM im Rahmen der CeBIT erstmals vorstellen. Verkehrstelematik ist ein Schwerpunkt des Forums „CeBIT in Motion“.

„Bis heute sind noch alle Prognosen zum Verkehrswachstum übertroffen worden“, so Scheer. Allein zwischen 1990 und 2005 hat nach Angaben der EU-Kommission der Straßenverkehr in der Europäischen Union um 32 Prozent zugenommen. „Neue Straßen allein helfen da nicht. Wir brauchen intelligente Systeme, mit denen wir die vorhandenen Verkehrswege besser managen können. Angesichts eines weiter wachsenden Verkehrsvolumens ist es höchste Zeit, sich diesen Herausforderungen zu stellen.“

Scheer forderte von der Politik, auf allen Verwaltungsebenen Ansprechpartner zu benennen, die für die Einführung straßenseitiger Infrastrukturen verantwortlich sind. „Wenn die Kompetenzen klar verteilt sind, können intelligente Systeme strategisch, schnell und effektiv geplant, ausgebaut und vernetzt werden“, so Scheer.

Aus einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Verkehrswege entwickeln sich weitere Vorteile für die Gesellschaft. Scheer: „Wir vermeiden mit moderner Verkehrstelematik Staus, optimieren den Verkehrsfluss und reduzieren so Energieverbrauch und Abgase.“ Deutlich erhöht würde durch Telematik-Systeme außerdem die Sicherheit im Straßenverkehr. So können vernetzte Autos im Notfall automatisch Rettungskräfte verständigen. Allein eine flächendeckende Einführung solcher Rettungssysteme würde nach EU-Schätzungen jedes Jahr bis zu 6.500 Menschen das Leben retten. Zudem könnte mit Verkehrstelematik das Unfallrisiko stark minimiert werden, etwa an Kreuzungen. Wenn Autos mit anderen Fahrzeugen und den Telematiksystemen kommunizieren, können technische Fahrassistenten rechtzeitig vor Kollisionen warnen.

Ansprechpartner

Christian Hallerberg

Pressesprecher

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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