BITKOM begrüßt Initiative zur Cyber-Sicherheit

Mittwoch, 23. Februar 2011 12:57
BITKOM

- Bundesregierung stellt Strategie gegen Cyber-Kriminalität vor

- Umfrage: Fast 80 Prozent der Nutzer fordern mehr staatlichen Schutz im Web

- Neue Angriffspunkte durch Vernetzung von Maschinen und Anlagen

Berlin, 23. Februar 2011

Die meisten Internet-Nutzer fordern eine stärkere Vorbeugung und Verfolgung von Straftaten im Web. 78 Prozent aller User wünschen sich im Internet vom Staat mehr Schutz, insbesondere gegen Terror und Straftaten. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „70 Prozent aller Deutschen nutzen das Internet, viele mussten bereits Erfahrungen mit Internet-Kriminalität machen“, sagte Prof. Dieter Kempf vom BITKOM-Präsidium bei der Vorstellung der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland. Die Wirtschaft ist ähnlich betroffen: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, verzeichneten Schäden durch ITK-Kriminalität. 2006 lag der Wert noch bei 23 Prozent. Der durchschnittliche Schaden lag bei 300.000 Euro. Das ergibt eine Studie von KPMG.

Die Bundesregierung will mit ihrer Strategie IT-Systeme und kritische Infrastrukturen künftig besser schützen. Dafür wird sie unter anderem ein Nationales Cyber-Abwehrzentrum aufbauen und einen Nationalen Cyber-Sicherheitsrat einrichten. „Wir begrüßen sehr, dass sich die Bundesregierung dem Kampf gegen Cyberkriminalität so stark annimmt“, sagte Kempf. Vorbildlich sei insbesondere die enge Zusammenarbeit der betroffenen Ministerien. Kempf begrüßte weiterhin die Einbindung der Wirtschaft. „Rund drei Viertel der Kritischen Infrastrukturen sind in privater Hand. Infrastrukturen lassen sich nur in enger Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft wirksam schützen“, so Kempf.

Die aktuelle Problematik um den Trojaner StuxNet hat gezeigt, wie sicherheitskritisch IT-Infrastrukturen für Wirtschaft und Staat sind. StuxNet war vermutlich zum Angriff auf Industrieanlagen entwickelt worden und hatte Steuersysteme ausgewählter Maschinen zum Ziel. Moderne Maschinen und Anlagen kommen ohne vernetzte Sensoren und Steuerkomponenten nicht mehr aus. „Aufgrund der zunehmenden Vernetzung von Maschinen, zum Teil auch über das Internet, entstehen neue Angriffspunkte bei den Produzenten und Betreibern großer Maschinen und Anlagen“, sagte Kempf. Mit dem neuen Internet-Protokoll IPv6 kann jedes Auto, jedes Elektrogerät im Haushalt und jede Maschine eine eigene, feste Internet-Adresse haben. Kempf: „So wichtig die Vernetzung für den Fortschritt, eine effiziente Produktion und die Umwelt ist, so eröffnet sie in exponenziellem Maße neue Angriffsflächen für Terrorismus, Spionage und herkömmliche Kriminalität.“

Ins Zentrum der Cyber-Sicherheitsstrategie gehört aus BITKOM-Sicht auch die Förderung einer leistungsfähigen IT-Sicherheitsindustrie in Deutschland. Die Anbieter von IT-Sicherheitstechnologien hätten für die künftige Sicherheit Deutschlands eine ebenso hohe Bedeutung wie die Hersteller traditioneller Militärtechnik und Sicherheitssysteme.

Ansprechpartner

Marc Thylmann

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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