Baut Intel seine Chipfabrik in Frankfurt?

Freitag, 16. Februar 2001 12:18
Intel

Intel Corporation (Nasdaq: INTC, WKN: 855681): Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) und Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hatten es bestätigt: In Frankfurt an der Oder werden internationale Investoren auf der Basis der von Forschern des ortsansässigen Instituts für Halbleiterphysik (IHP) entwickelten Technologie eine hochmoderne Chipfabrik mit 1300 Arbeitsplätzen für über drei Milliarden Mark errichten. Hauptinvestoren seien der weltgrößte Chip-Konzern Intel und ein Konsortium aus dem Emirat Dubai.

Allerdings ist die Investition noch nicht in trockenen Tüchern. Weit über die Hälfte der geplanten Investitionssumme ist nach Informationen von „Spiegel Online“ bislang keineswegs gesichert. Für die Landesregierung entstehen voraussichtlich Haftungsrisiken in Höhe von mehr als einer Milliarde Mark. Die Nutzung der hochbegehrten Patente des IHP für eine neue Chip-Technologie, die für das kommende Geschäft mit mobilen Bild- und Internet-Telefonen gebraucht wird, steht dem Intel-Konzern auch dann frei, wenn die Fabrik in Brandenburg nicht gebaut wird. Denn nach dem Vertrag darf Intel, ganz gleich was geschieht, künftig über die von den IHP-Forschern mit staatlicher Finanzierung entwickelte Technologie verfügen und an jedem beliebigen Ort der Welt damit produzieren. Sollte die vereinbarte Investitionssumme in Höhe von umgerechnet 3,15 Milliarden Mark bis zum Ende dieses Jahres nicht gesichert sein, können sich sowohl Intel als auch der Investor aus Dubai sich aus dem Projekt verabschieden, die IHP-Lizenzen bleiben ihnen auf jeden Fall erhalten.

Meldung gespeichert unter: Chips

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