Autodesk glänzt weiter mit zweistelligem Wachstum - Analysten korrigieren Kursziele nach oben

Dienstag, 7. Juni 2011 13:37
Autodesk

(IT-Times) - Der CAD-Marktführer Autodesk (Nasdaq: ADSK, WKN: 869964) blieb auch im vergangenen ersten Quartal weiter auf solidem Wachstumskurs. Das Unternehmen konnte abermals seine Umsätze im zweistelligen Bereich steigern und blickt zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Analysten rechnen derweil bis 2014 hindurch mit stetig steigenden Gewinnen.

Die bisherige Strategie der gezielten Zukäufe hat Autodesk zu einer komfortablen Marktstellung im CAD-Markt verholfen, die seinesgleichen sucht. Auch in 2011 setzte Autodesk diesen Kurs weiter fort und schluckte mit Blue Ridge Numerics und Scaleform zwei weitere Unternehmen.

Autodesk verstärkt sich im Entertainment-Sektor
Mit Scaleform hat sich Autodesk eine Flash-basierte Middleware-Plattform einverleibt, die moderne 3D-Grafiktechniken mit Adobe Flash und Creative Suite Techniken kombiniert, wodurch in kurzer Zeit qualitativ hochwerte Inhalte für Spiele entstehen können.

Autodesk Scaleform ist bereits in mehr als 800 Spiele-Projekten im Einsatz. Lokalisierte Versionen der Softwareplattform stehen laut Autodesk ebenfalls in südkoreanischer, japanischer und chinesischer Sprache zur Verfügung. In diesem Jahr soll auch ein Flash-basiertes SDK für Android und die iPhone-Plattform geben, heißt es bei Autodesk.

Durch die Akquisition stärkt Autodesk seine Media- und Entertainment-Sparte, die neben dem Platform Solutions and Emerging Business, das stärkste Wachstum verzeichnete. Daran dürfte sich auch in naher Zukunft nichts ändern, denn Spiele und Entertainment-Inhalte sind nicht nur im Internet, sondern auch auf mobilen Endgeräten auf dem Vormarsch.

Autodesk stärkt Vertrieb
Daneben verstärkte Autodesk zuletzt auch seine Bemühungen im Vertrieb. Mitarbeiter und Partner wurden gesondert geschult. Inzwischen beschäftigt Autodesk mehr als 1.200 Mitarbeiter und rund 4.900 Channel-Partner, die darauf getrimmt sind, neue Autodesk-Lösungen zu vermarkten.

Daneben holte sich Autodesk mit Ingram Micro einem der größten IT-Händler für den Vertrieb in Neuseeland und in Australien mit ins Boot. Ingram fungiert bereits als globaler Vertriebspartner für Autodesk-Produkte. Die Partnerschaft macht Sinn, agiert Ingram Micro als HP- und Lenovo Workstation Distributor und kann damit diesen Kunden einen direkten Zugriff auf AutoCAD-Produkte ermöglichen. Zudem hat Ingram Micro einen direkten Draht zu mehr als 6.000 Einzelhändlern...

Kurzportrait

Gegründet im Jahre 1982 und ansässig im kalifornischen San Rafael ist Autodesk vor allem für seine CAD-Softwarereihe AutoCAD weltweit bekannt. Das Flagschiffprodukt AutoCAD trägt etwa ein Drittel der gesamten Umsätze des Unternehmens. AutoCAD wird vor allem für professionelles 3D-Modelling eingesetzt, um nicht nur industrielle Produkte am Bildschirm entstehen zu lassen, sondern auch Architekten bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Um seine Marktstellung auch in ähnlichen Bereichen zu festigen, wurden in den letzten Jahren weitere Unternehmen übernommen. Darunter Firmen wie Discreet Logic, Buzzsaw und RedSpark. Später kaufte Autodesk den CAD-Spezialisten Linius Technologies und den Anbieter von Design-Software VIA Development.

Insgesamt operiert Autodesk heute aus vier Geschäftsbereichen heraus: Platform Solutions and Emerging Business (PSEB), Architecture, Engineering and Construction (AEC), Manufacturing (MFG) und Media and Entertainment (M&E).

Durch die Übernahme von Caice Software versucht Autodesk sein Produktangebot im Bereich Transport- und Logistiksoftware auszubauen. Anschließend kaufte Autodesk den 3D-Softwareanbieter MechSoft Technology. Auch der deutsche Data-Management-Spezialist COMPASS systems GmbH sowie c-Plan AG, Colorfront Ltd. und Solid Dynamics gehören inzwischen zum Autodesk-Konzern. Im Herbst 2005 folge dann die Übernahme des 3D-Grafisoftwareentwicklers Alias. Anfang 2006 übernahm Autodesk den Projekt-Management-Softwareanbieter Constructware. Auch im Jahr 2007 blieb Autodesk weiter auf Einkaufstour und schluckte die Spezialisten Opticore, NavisWorks, Skymatter (Mudbox) und PlassoTech. Anfang 2008 schloss Autodesk die Zukäufe Robobat, Camel Software und Hanna Strategies LLC ab. Gleichzeitig wurden die Spielsoftwarespezialisten Kynogon SA, REALVIZ, Square One Research, Green Building Studio, Moldflow und 3D Geo übernommen. Mit Softimage, Logimetrix und BIMWorld folgten Ende 2008 weitere Zukäufe. Ende 2009 schluckte Autodesk das israelische Startup PlanPlatform. Mitte 2010 kaufte Autodesk den schwedischen Gaming-Technikspezialisten Illuminate Labs. In 2011 verstärkte sich Autodesk durch die Übernahme von Scaleform und Blue Ridge Numerics.

Autodesk ist heute in nahezu allen bedeutenden Wirtschaftsregionen der Welt präsent. Die Produkte werden in mehr als 160 Ländern durch ein Netz bestehend aus 1.700 Händler vertrieben. Neben dem Stammhaus in Kalifornien, unterhält die Gesellschaft noch weitere Niederlassungen in Asien, Afrika, Lateinamerika und in Europa. Das Unternehmen erzielt derzeit mehr die Hälfte der Umsätze außerhalb der USA. Insgesamt gilt Autodesk heute als einer der größten Softwareanbieter weltweit. Die Kalifornier betreuen heute mehr als sechs Millionen Anwender weltweit.

Zahlen

Für das vergangene Januarquartal meldet Autodesk einen Umsatzanstieg um 16 Prozent auf 527,7 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 456,1 Mio. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei um 23 Prozent auf 61,6 Mio. Dollar oder 26 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 50,1 Mio. Dollar oder 21 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Autodesk im jüngsten Quartal einen Nettogewinn von 35 US-Cent je Aktie realisieren, nach einem Plus von 30 US-Cent je Anteil im Jahr vorher. Analysten hatten im Vorfeld nur mit Einnahmen von 514,7 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 33 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Computer Aided Design (CAD)

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