AOL Time Warner: Die Auflagen für die Fusion

Montag, 15. Januar 2001 10:04

Nachdem am Donnerstag Abend der vergangenen Woche die Fusion des weltweit größte Internet-Dienstes America Online (NYSE: AOL, WKN: 886631) mit dem Medienkonzern Time Warner (NYSE: TWX, WKN: 852675) von der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) genehmigt wurde, wurden jetzt Einzelheiten über die Auflagen bekannt, die den Unternehmenszusammenschluss begleiten.

Die FCC war nach Kartellprüfungen in Brüssel und den USA die letzte Behörde, deren Entscheidung noch ausstand. Zunächst hatte die EU-Kommission AOL verpflichtet, die Geschäftsbeziehungen mit dem Bertelsmann-Konzern abzubrechen; auch eine geplante Fusion von Warner Music mit dem britischen Musikkonzern EMI scheiterte. Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC entschied, dass Time Warner sein Kabelnetz für fremde Internet-Dienste öffnen muss. Außerdem muß der Instant Messaging Service von AOL geöffnet werden, damit auch Nutzer konkurrierender Systeme mit dem AOL-Messenger kommunizieren können.

AOL ist der Marktführer im Bereich der Instant-Messaging Systeme, und weigerte sich bisher, eine technische Kompatibilität zwischen seinem System und dem seiner Konkurrenten wie etwa Yahoo und Microsoft zu akzeptieren. In desem Zusammenhang äußerte die FCC Bedenken, dass AOL die zunehmend populärer werdenden Messenger-Dienste vollständig monopolisieren könnte, sobald sie über das Kabelnetz von Time Warner angeboten werden. Time Warner ist nach AT&T der zweitgrößte TV-Kabelnetzbetreiber in den USA.

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