Altera rüstet sich für Chip-Boom

Montag, 27. November 2006 00:00

(IT-Times) Die Chipbranche dürfte in den nächsten Jahren vor einem breiten Aufschwung stehen, dies prognostiziert zumindest der Branchenverband SIA (Semiconductor Industry Association). Vor allem Unterhaltungselektronikprodukte dürften in den nächsten drei Jahren bis 2009 das Umsatzvolumen um durchschnittlich neun Prozent steigen lassen, so der Industrieverband.

Nachdem das Umsatzvolumen der US-Halbleiterhersteller im laufenden Jahr um rund 9,4 Prozent auf 248,8 Mrd. Dollar steigen dürfte, sehen die Marktforscher bis zum Jahr 2009 einen weiteren Umsatzsprung auf 321 Mrd. Dollar. Vor allem Digitalkameras, Handys, MP3-Player und digitale TV-Geräte dürften in den nächsten Jahren für neue Umsatzrekorde in der Branche sorgen, meint die SIA.

Analysten sehen die Branche ebenfalls vor einem neuen Wachstumszyklus. Caris-Analyst Rick Whittington hält die generell robuste Wirtschaftslage in Verbindung mit einer neuen Produktgeneration als die Hauptwachstumsfaktoren des neuen Chip-Booms. Erstmals seit 1995 könnte es im nächsten Jahr wieder zu Lieferengpässen kommen, wenn die Nachfrage nach Computerhardware infolge der neuen Windows-Generation weiter stark anzieht, vermutet der Analyst. Als Favoriten für den kommenden Chip-Boom sieht der Analyst Halbleiterspezialisten wie Micron, Intel, Broadcom aber auch den Spezialisten für programmierbare Logic-Chips, Altera (Nasdaq: ALTR<ALTR.NAS>, WKN: 875650<ALR.FSE>).

Altera bringt neue Stratix-Produktfamilie

Altera hat gerade erst das dritte Quartal 2006 mit zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn beenden können. Gleichzeitig stellte Altera Anfang November seine neue Stratix III Produktfamilie vor, mit der das Unternehmen im nächsten Jahr weiter wachsen will. Durch die neue FPGA-Produktfamilie verspricht Altera eine 50%ige Reduktion beim Stromverbrauch, als auch eine 25%ige Leistungssteigerung gegenüber der Stratix-Vorgängerversion. Frei programmierbare Logic-Schaltkreise (FPGAs) sind besonders wichtig für das Altera-Geschäft, denn hierdurch erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt rund 70 Prozent seiner gesamten Jahreserlöse.

Kurzportrait

Die im Jahre 1983 gegründete und im kalifornischen San Jose ansässige Altera Corporation gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von programmierbaren Logic-Chips. Das Unternehmen selbst sieht sich als einer der Pioniere im Bereich von System-on-a-Programmable-Chip (SOPC) Lösungen. Das Unternehmen ist mit rund 2.300 Mitarbeitern in 14 verschiedenen Ländern präsent.

Insgesamt bietet Altera vier verschiedene Produktkategorien an. So genannte FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), CPLDs (Complex Programmable Logic Devices), HardCopy strukturierte ASICs sowie konfigurierbare Chips inklusive Programmiercode für seine FPGAs. Durch FPGAs erwirtschaftete Altera zuletzt mehr als die Hälfte seines gesamten Umsatzes.

Zu den größten Umsatzträgern der Gesellschaft gehören die Produktfamilien Stratix und Cyclone. Neben Hardware bietet Altera auch die zugehörige Software an, um diese Chip-Bausteine zu programmieren. Hierfür hat Altera unter anderem die Softwarelösungen Quartus, MAX-Plus, SOPC-Builder und DSP-Builder entwickelt.

Die von Altera entwickelten frei programmierbaren Logic-Chips kommen sowohl in der Computer-, als auch in der Telekommunikations- und Automobilindustrie zum Einsatz. Das Unternehmen betreut weltweit mehrere tausend Kunden.

Im Bereich der Chipproduktion arbeitet man mit verschiedenen Halbleiterherstellern zusammen. Im Vertriebsbereich kooperiert Altera mit einer Reihe verschiedener Distributoren, wobei Händler für den Großteil der Umsätze verantwortlich zeichnen. Der größte Distributor Alteras ist der der Elektronikhändler Arrow Electronics, der zuletzt fast für die Hälfte des gesamten Altera-Umsatzes verantwortlich zeichnete. Das Geschäft außerhalb Nordamerikas trug zuletzt rund zwei Drittel des Altera-Gesamtumsatzes.

Zahlen

Für das vergangene dritte Quartal 2006 meldet Altera einen Umsatzanstieg auf 341,2 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei erwirtschaftete Altera einen Gewinn von 87,4 Mio. Dollar oder 24 US-Cent je Aktie, ein Zuwachs von zwölf Prozent nach einem Plus von 77,8 Mio. Dollar oder 21 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Gewinn von 97,8 Mio. Dollar oder 27 US-Cent je Aktie, womit Altera die Analystenerwartungen übertreffen konnte. An der Wall Street hatte man im Vorfeld nur mit Einnahmen von 338,3 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von 25 US-Cent je Aktie kalkuliert. Insgesamt konnte Altera das Quartal mit Barreserven von 1,6 Mrd. Dollar beenden.

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