Akamai - der krisenresistente Internetkonzern

Freitag, 8. Februar 2008 12:58
Akamai Technologies

(IT-Times) - Der führende CDN-Spezialist Akamai Technologies (Nasdaq: AKAM, WKN: 928906) konnte pünktlich zum 10jährigen Firmenbestehen erneut mit Rekordzahlen aufwarten und einmal mehr die Markterwartungen übertreffen.

Gerüchte im Vormonat, wonach sich Apple eventuell von Akamai trennen wird, bestätigten sich nicht. Ganz im Gegenteil: Akamai wird auch beim neuen Filmverleih-Angebot auf iTunes mit von der Party sein und entsprechende Bandbreiten bereitstellen, um einen reibungslosen Service zu gewährleisten.

Web 2.0 sorgt für weiteres Wachstum
Während der Rest der Internetindustrie vor den Auswirkungen der US-Subprime-Krise zittert, gibt man sich bei Akamai gelassen, was eine mögliche Konjunkturabkühlung angeht. Direkte Auswirkungen befürchtet man bei Akamai nicht, schließlich würden immer mehr Firmen ihre Geschäftsprozesse ins Internet verlagern, um Kosten zu sparen. Dieser Trend dürfte mindestens noch ein Jahrzehnt anhalten, meint Akamai-Chef Paul Sagan, bevor sich eine Marktsättigung einstellt.

Entsprechend will Akamai weiter investieren, um sein Produkt- und Dienstleistungsangebot weiter wettbewerbsfähig zu halten. Nachdem zuvor bereits das bestehende Netz um weitere 8.000 neue Server erweitert wurde, will Akamai im laufenden ersten Quartal erneut 30 bis 35 Mio. Dollar investieren.

Der Hunger der Web-Firmen nach höheren Bandbreiten ist nach wie vor ungestillt. Vor allem Social Media Plattformen, aber auch Anti-Virusfirmen benötigen immer mehr Bandbreiten, um die Wünsche ihrer Nutzer bzw. Kunden erfüllen zu können. Genau hier sitzt Akamai in der ersten Reihe, schließlich zählt das Unternehmen sieben der zehn größten Social Media Networks und die fünf größten Anti-Virushersteller zu seinen Kunden.

Entsprechend optimistisch geht Akamai in das Jahr 2008 und erhöht nochmals leicht seine Wachstums- und Gewinnprognose. Während die Bruttomargen wie in den Vorjahren voraussichtlich erneut leicht sinken werden, erwartet Akamai eine Verbesserung bei den operativen Gewinnmargen von gut zwei Prozentpunkten. Insgesamt sieht sich das Unternehmen auf gutem Wege, das lang ersehende Wachstumsziel erreichen zu können - im Jahr 2009 soll erstmals die Umatzmarke von 1,0 Mrd. Dollar fallen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1998 gegründete und in Cambridge ansässige Akamai Technologies betreibt heute mehr als 20.000 Server in 71 Ländern weltweit. Die Anfänge von Akamai gehen bis ins Jahr 1995 zurück, als Internet-Spezialisten und Wissenschaftler des MIT (Massachusetts Institute of Technology) einen mathematischen Algorithmus entwickelten, um dynamisches Routing von Inhalten über das World Wide Web zu beschleunigen, so dass sich die Web-Seiten im Browser des Internetnutzers schneller aufbauen.

Gemeinsam mit dem MIT-Professor Dr. Tom Leigthton gründete Danny Lewin, der bei der Terror-Attacke am 11. September ums Leben kam, anschließend Akamai Technologies. Das Unternehmen gewann im Jahr 1999 sehr schnell neue Kunden für seinen Load-Balancing-Service. Darunter auch das Internet-Portal Yahoo! und den Softwarekonzern Microsoft. Inzwischen nutzen auch America Online, CNN, Apple, Ticketmaster, E*Trade, Nintendo, McAfee.com, Sony und IBM die Serviceleistungen von Akamai. So setzt Apple bei seinem erfolgreichen Download-Musikdienst iTunes unter anderem auf Akamai-Services.

Neben dem traditionellen Content Delivery Network (CDN) rund um das Flagschiffprodukt EdgeSuite, bietet die Gesellschaft auch exklusive Video-Streaming-Dienste und Zusatzkapazitäten gegen Aufpreis an. Mit Akamai Stream OS hat das Unternehmen auch einen IP-basierten Anwendungsbeschleuniger im Angebot.

Um entsprechende Denial-of-Service-Attacken erfolgreich abzuwehren, schloss Akamai eine Allianz mit IBM, um entsprechende Services zu entwickeln. Im Frühjahr 2005 verstärkte sich das Unternehmen durch die Übernahme des Rivalen Speedera Networks. Ende 2006 schloss Akamai die Übernahme von Nine Systems ab. In 2007 kaufte Akamai den Anwendungsbeschleuniger Netli sowie den P2P-Spezialisten RedSwoosh.

Neben dem Stammhaus in Cambridge ist das Unternehmen mit Niederlassungen auch in Deutschland, Frankreich, Japan und Australien vertreten. Gleichzeitig unterhält Akamai zahlreiche Büros in den USA. Darunter in New York, Reston, San Mateo, Santa Monica, Dallas, Atlanta, Chicago und in Costa Mesa. Das Management rund um Unternehmenschef George Conrades hält mehr als vier Prozent der ausstehenden Anteile.

Zahlen

So meldet Akamai für das vergangene vierte Quartal 2007 einen Umsatzsprung auf 183,2 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte dabei um 74 Prozent auf 35,9 Mio. Dollar oder 20 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 20,6 Mio. Dollar oder 12 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Der Nettogewinn schnellte dabei auf 86,9 Mio. Dollar oder 41 US-Cent je Aktie nach oben, nach einem Nettoprofit von 53 Mio. Dollar oder 27 US-Cent je Aktie im Jahr vorher, womit Akamai die Erwartungen übertreffen konnte. Analysten hatten im Vorfeld nur mit Einnahmen von 174,6 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 37 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Content Delivery Network (CDN)

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