Activision Blizzard: Abhängigkeit von World of Warcraft wird zum Stolperstein

Online-Spiele

Dienstag, 2. Oktober 2012 13:32
Activision Blizzard

(IT-Times) - Seit Ende September ist nunmehr "World of Warcraft: Mists of Pandaria" verfügbar. Doch der Stern des weltweit führenden MMORPGs sinkt. Laut jüngsten Analystenaussagen blieben die bisherigen Verkaufszahlen der neuen Erweiterung deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Verkaufszahlen von "Mists of Pandaria" enttäuschen
Konnte Activision Blizzard (Nasdaq: ATVI, WKN: A0Q4K4) vom Vorgänger "World of Warcraft: Cataclysm" noch 3,3 Millionen Einheiten absetzen, verkaufte der weltweit führende Spielentwickler von der neuen Erweiterung "Mists of Pandaria" gerade mal 600.000 bis 700.000 Kopien im Handel, schätzt Lazard Capital Analyst Atul Bagga gegenüber dem Branchendienst VentureBeat.

Die Analysten aus dem Hause Brean Murray sind optimistischer. Die Analysten gehen davon aus, dass Activision Blizzard im dritten Quartal 2012 rund 4,5 Millionen "Mists of Pandaria" Kopien verkaufen kann, schließlich war der Vorverkauf auch in China angelaufen, wo die Erweiterung am 2. Oktober online geht.

Hohe Abhängigkeit von World of Warcraft
Mit der neuen Erweiterung dürften auch einige WoW-Abonnenten wieder in das Spiel zurückkehren. Bei Brean Murray schätzt man, dass sich die Zahl der WoW-Abonnenten von 9,1 Millionen auf 9,8 Millionen bis Ende des dritten Quartals wieder erhöhen wird, nachdem die Abozahlen im zweiten Quartal um 1,1 Millionen gefallen waren.

Der Erfolg von "World of Warcraft" ist für Activision Blizzard von entscheidender Bedeutung, generiert das Online-Rollenspiel 25 Prozent der gesamten Umsätze sowie 50 Prozent der operativen Gewinne für Activision Blizzard.

Doch die Tage von "World of Warcraft" könnten nunmehr gezählt sein, nachdem immer mehr kostenfreie 3D-Online-Spiele auf dem Markt verfügbar sind, die in Sachen Grafik und Funktionsumfang dem einstigen Platzhirschen um nichts nachstehen.

Rekordabsatz von "Call of Duty: Black Ops 2" erwartet
Bei Activision Blizzard hofft man derweil auf die Shooter-Reihe "Call of Duty". Die Online-Version "Call of Duty Elite" hat bereits über 2,3 Millionen Premium-Mitglieder und verzeichnet rund 12 Millionen registrierte Nutzer, heißt es bei Activision Blizzard.

Am 13. November soll "Call of Duty: Black Ops 2" für die PS3, Xbox 360 und Windows PCs in den US-Handel kommen. Bei Activision Blizzard rechnet man erneut mit Rekord-Verkaufszahlen. Der Verkaufsstart dürfte das größte Entertainment-Event in der Firmengeschichte von Activision Blizzard werden.

Zudem soll die Online-Version von "Call of Duty" gemeinsam mit Chinas führenden Online-Spielentwickler Tencent im Reich der Mitte auf den Markt kommen. Ob dies ausreichen wird, um die sinkenden Spielerzahlen beim Flagschiff "World of Warcraft" auszugleichen, bleibt abzuwarten.

Kurzportrait

Die im Jahre 1979 gegründete und im kalifornischen Santa Monica ansässige Activision Blizzard gilt als weltweit größter PC- und Videospielehersteller. Insbesondere das Jahr 2008 gilt als Meilenstein in der Firmengeschichte. So fusionierte Activision mit der Vivendi-Spieleeinheit Blizzard Entertainment, woraus das Unternehmen Activision Blizzard hervorging. Heute operiert Activision Blizzard vor allem aus drei Kerngeschäftsbereichen heraus: Activision Publishing, Blizzard Entertainment (Online-Spiele) und Blizzard Distribution (Vertrieb).

Der Bereich Activision Publishing konzentriert sich auf die Entwicklung von Spiele, wobei das Unternehmen zuletzt mit Spieleserien wie "Call of Duty" und "World of Warcraft" große Erfolge feiern konnte.

Der zweite Geschäftsbereich Blizzard Entertainment, die sich vornehmlich um die Entwicklung von traditionellen Spielen und Online-Spielen fokussiert. Der dritte Geschäftsbereich Activision Blizzard Distribution konzentriert sich auf die Spiele-Vermarktung. Ende 2002 übernahm Activision mit Z-Axis und Luxoflux zwei weitere Entwicklerstudios, wobei Activision im Jahre 2003 rund 70 Prozent an den Spieleentwickler Infinity Ward übernahm. Anfang 2005 kaufte Activision dann das Entwicklerstudio Vicarious Visions. Später übernahm man den Middleware-Spezialisten DemonWare. Mitte 2006 folgte die Übernahme von RedOctane (Guitar Hero). Im Jahr 2007 schluckte Activision den britischen Sieleentwickler Bizarre Creations (Project Gotham Racing). Zudem fusionierte Activision mit der Vivendi-Spielesparte Blizzard Entertainment. An dem fusionierten Unternehmen hält Vivendi mit 52 Prozent die Mehrheit der Anteile. In 2008 kaufte Activision die englische FreeStyleGames sowie Budcat Creations. Im Gegenzug wurden die Entwicklerstudios Swordfish und Massive Entertainment abgegeben.

In Sachen Vertrieb setzt Activision Blizzard aber nicht nur auf eigene Vertriebspartner, sondern insbesondere auch auf Einzelhändler wie Best Buy, Blockbuster, Circuit City, GameStop, Target, Toys R Us oder Wal-Mart. Der US-Einzelhändler Wal-Mart gehört dabei zu einem der größten Vertriebspartner des Spielentwicklers.

Darüber hinaus ist der US-Spielentwickler mit weiteren Niederlassungen auch international vertreten, darunter in England, Deutschland, Frankreich, Kanada, Schweden, Australien und in Japan.

Meldung gespeichert unter: Activision Blizzard

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