Accenture profitiert vom steigenden Beratungsbedarf

Mittwoch, 4. Juli 2007 00:00

(IT-Times) Der amerikanische IT-Berater und Outsourching-Spezialist Accenture (NYSE: ACN, WKN: 795335) hob im Rahmen der Präsentation seiner jüngsten Quartalszahlen nochmals seinen Gewinnausblick für das laufende Fiskaljahr an.

Die Auftragsbücher von Accenture sind berstend voll, wobei das Consulting-Geschäft abermals deutlich zulegte. Hintergrund ist die zunehmende Aktivität der Firmen im Hinblick auf die Erschließung neuer Märkte und die anhaltende Fusionswelle innerhalb der einzelnen Branchen. Hierdurch steigt auch der Beratungsbedarf und damit die Nachfrage nach Accenture-Lösungen.

Um diesen wachsenden Bedarf zu befriedigen, setzt Accenture unter anderem auf Neueinstellungen. In Indien habe man bereits die Marke von 30.000 Mitarbeitern inzwischen überschritten, heißt es aus dem Management. Daher liege man gut im Plan, das laufende Fiskaljahr 2007 mit einem Mitarbeiterstamm von 35.000 in Indien zu beenden. Neben Indien spielen auch die Philippinen eine immer größere Rolle bei der Personalplanung. Bis zum Jahresende wird das südostasiatische Land an die dritte Stelle im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl bei Accenture aufrücken. Angesichts des Wachstums von 44 Prozent im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum scheint eine Ausweitung des Mitarbeiterstamms in Asien nur logisch.

Accenture setzt auf Integration

Doch nicht nur personell will sich Accenture in den nächsten Quartalen weiter verstärken. Mitte Juni gab das Unternehmen bekannt, 250 Mio. Dollar in den nächsten drei Jahren für die Integration einzelner Geschäftsbereich investieren zu wollen. Das Beratungsgeschäft soll stärker mit der technischen Einheit verknüpft werden. Durch neue Schulungs- und Marketing-Programme sowie neue Entwicklungskapazitäten soll beispielsweise auch die Automatisierung von Software-Upgrades unterstützt werden. So sollen Firmen schneller und einfacher als bisher in der Lage sein, Softwarelizenzen zu erneuern.

Durch das neue Service-Angebot will Accenture Unternehmen auch dabei helfen, bestehende IT-Systeme kosteneffizienter zu verwalten. Damit trägt Accenture einen wachsenden Trend Rechnung, wonach immer mehr IT-Manager nach einem neuen Ansatz Ausschau halten, um zuerst den technischen Bedarf und die damit verbundenen Anforderungen zu verstehen, bevor neue Hardware bzw. Software angeschafft wird.

Kurzportrait

Die im Jahre 1989 gegründete und auf den Bermudas und in New York ansässige Accenture Ltd. beschäftigte sich ursprünglich als Technologieberater und Systemintegrator. Heute bietet das Unternehmen eine vollständige Produktpalette von Management-Beratung über komplexe Outsourcing-Services an.

Insgesamt operiert Accenture aus fünf Geschäftsbereichen heraus: Communications und High-Tech, Financial Services, Produkte und Services, sowie Resources und Government. Während die Einheit Communications und Hightech vor allem Netzwerk-, E-Commerce-, CRM- und Beschaffungslösungen anbietet, befasst sich der Bereich Financial Services mit Outsourcing-Strategien und CRM-Initiativen. Das Segment Produkte und Services umfasst die Bereiche Automatisierungslösungen, sowie Industrie-, Pharma- und Medizintechniklösungen. Aber auch die Geschäfte mit der Logistik- und Touristikindustrie werden über diese Geschäftseinheit abgewickelt, die daneben auch Produkt-Design, Integrations- und Outsourcing-Aufgaben übernimmt und realisiert. Der Resources-Bereich deckt hingegen das Geschäft mit der Energie- und Metallindustrie sowie der Forstwirtschaft ab. Der Geschäftsbereich Government betreut im Wesentlichen Kunden aus dem öffentlichen Dienst (Städte, Justizbehörden etc.) in Sachen Outsourcing. Mitte 2005 verstärkte sich Accenture durch die Übernahme von Capgeminis North American Health-Geschäft für rund 175 Mio. Dollar. Mitte Dezember übernahm Accenture den Marketing-Spezialisten Media Audits. Im Frühjahr schloss Accenture die Übernahme des IT-Spezialisten Pecaso ab. Mitte 2006 folgte die Akquisition des Finanztechnikanbieters Random Walk Computing.

Die Kunden der Gesellschaft kommen aus mehr als 18 Industriegruppen. So arbeitet das Unternehmen mit 84 der Fortune Global 100 Unternehmen zusammen, wobei Accenture unter anderem die British Airways, Microsoft und T-Mobile zu seinem Kundenkreis zählt.

Insgesamt ist das Unternehmen mit mehr als 110.000 Mitarbeitern und mit 100 Büros in mehr als 50 Ländern weltweit präsent. Allein 30.000 Mitarbeiter beschäftigt Accenture in Indien. Accenture-Partnerfirmen halten inzwischen beträchtliche Anteile an dem Unternehmen und kontrollieren rund 35 Prozent der Accenture-Stimmrechte.

Zahlen

Für das vergangene Maiquartal meldete Accenture einen Umsatzanstieg auf 5,08 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte auf 345,4 Mio. Dollar, nach einem Plus von 342,3 Mio. Dollar.

Der Nettogewinn je Aktie sank allerdings auf 54 US-Cent je Anteil, nach einem Plus von 56 US-Cent je Anteil im Jahr vorher. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 5,02 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 55 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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