ZVEI: Kein Grund zur Verunsicherung – aktuelle HD-Empfangs-geräte sind zukunftssicher

Mittwoch, 29. Juli 2009 12:12
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ZVEI: Kein Grund zur Verunsicherung – aktuelle HD-Empfangs­geräte sind zukunftssicher

Frankfurt am Main, 29. Juli 2009 – Durch den öffentlichen Aufruf zu Kaufzurückhaltung von HD-tauglichen Satelliten-Receivern wurden kürzlich unnötig Unsicherheiten bei den Verbrauchern hervorgerufen. Der Fachverband Consumer Electronics im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie nimmt die Gelegenheit wahr, für einige grundlegende Klarstellungen zu sorgen: Mit den aktuell verfügbaren HD-Satelliten-Empfängern ist der Empfang frei zugänglicher HDTV-Programme, wie bereits seit einiger Zeit arte HD, Anixe HD und künftig auch das erste HD und ZDF HD, heute und in Zukunft problemlos möglich. Bereits gekaufte HDTV-Empfangsgeräte – ob als separate Receiver oder in TV-Geräte integriert – werden also nicht unbrauchbar, nur weil es künftig weitere HDTV-Angebote gibt, die verschlüsselt ausgestrahlt werden.

"Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern sind wir stets bestrebt, die Verbraucher bestmöglich zu informieren. Der technische Generationswechsel vom analogen auf das digitale Fernsehen sowie auf HDTV und weitere Innovationen sind eine Herausforderung – nicht nur für die Verbraucher, auch für Medien und Industrie", äußert sich Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Consumer Electronics und ZVEI-Vizepräsident. "Die Verquickung verschiedener Themen und die teils undifferenzierte Betrachtung eines zugegebenermaßen komplexen Themas trägt dabei leider nicht immer zur Information des Verbrauchers bei."

Schon lange fordert der ZVEI im Interesse der Verbraucher, die bereits frühzeitig angefangen haben sich mit HDTV-fähigen Geräten auszustatten, mehr HDTV-Inhalt. Kurz vor der IFA 2009 ist es endlich soweit: bis Jahresende läuft die Generalprobe für den regulären HDTV-Start der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF. Zum Spätherbst 2009 werden die RTL-Mediengruppe mit den Sendern RTL und Vox sowie ab Januar 2010 die ProSiebenSat.1 Media AG mit den Sendern Sat.1, ProSieben und kabel eins in HDTV-Qualität auf der Astra-Plattform HD+ über Satellit starten.

Aufgrund unterschiedlicher Finanzierungs- und Geschäftsmodelle im dualen System werden viele private HDTV-Sender – anders als die öffentlich-rechtlichen Sender – verschlüsselt ausgestrahlt. Das bedeutet, dass ein intelligentes Empfangsgerät (d.h. mit Conditional Access Möglichkeit) für den Empfang dieser Inhalte notwendig ist. Zu diesem Zweck werden zum Marktstart von HD+ spezielle Receiver verfügbar sein. Außerdem unterstützt der Satellitenbetreiber Astra auch die Zugangstechnologie CI Plus, um es Haushalten, die über einen Flachbildschirm mit integriertem HD-Satelliten-Empfänger und CI-Plus-Schacht verfügen, zu ermöglichen, auch ohne zusätzlichen Receiver die HD+ Programme zu empfangen.

"CI Plus ist die neue Generation der digitalen Schnittstelle Common Interface (CI), die bis Ende des Jahres nach und nach das CI Version 1 ablösen wird. Die Einführung von CI Plus ist notwendig geworden, um die gestiegenen Anforderungen der Inhalteanbieter und Netzbetreiber zu Kopier- und Signalschutz erfüllen zu können," erläutert Kamp. "Dies ist eine wesentlich verbraucherfreundlichere Lösung, da weder ein Kabelsalat entsteht noch eine zusätzliche Fernbedienung nötig ist." Die digitale Schnittstelle CI Plus stellt kein Risiko für den Verbraucher dar, sondern bildet lediglich den technologischen Rahmen zum Empfang der Dienste von kommerziellen Sendern. Dass die privaten Senderbetreiber möglicherweise versuchen, über CI Plus ihre werbefinanzierten Geschäftsmodelle durchzusetzen, kann der Geräteindustrie nicht vorgeworfen werden – die Schnittstelle selber ist lediglich eine neutrale Systemkomponente.

Meldung gespeichert unter: ZVEI

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