Yahoo!-Warnung lässt den Neuen Markt einbrechen

Freitag, 9. März 2001 12:44

Nach den Kursgewinnen der vergangenen beiden Tage sind die Kurse am Neuen Markt nach der erneuten Schwäche der US-Technologiebörse NASDAQ wieder eingebrochen. In den USA hatte die Umsatzwarnung des Internetportals Yahoo! die Stimmung verdorben. Das US-Internetportal Yahoo hatte am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt, angesichts des nachlassenden Wirtschaftswachstums hielten sich die Kunden mit Werbeausgaben stärker als erwartet zurück, was den Gewinn des Unternehmens weiter schmälere.

In Frankfurt verlor der Nemax-50-Index 3,7 Prozent bzw 76,79 auf 1.990,81 Punkte. Der Nemax-All-Share gab um 2,8 Prozent bzw 60,40 auf 2.094,02 Zähler nach. Der Dax beendete den Handelstag mit einem Verlust von 0,6 Prozent bei 6267 Punkten.

Am Donnerstag stand Intershop im Mittelpunkt des Interesses. Trotz der wenig überraschenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 war die Bilanzpressekonferenz mit Spannung erwartet worden. Immer wieder waren Spekulationen über einen Rücktritt des CEO Stephan Schambach aufgekommen. Die Intershop-Aktien standen zum Handelsende bei 6,00 Euro, das war ein Minus von 11,63 Prozent.

Das Internetportal T-Online gab im Handelsverlauf um 6,19 Prozent nach und verabschiedete sich mit 11,83 Euro aus dem Tag. Stark unter Druck standen die Papiere von Broadvision: Der US-Anbieter von E-Commerce-Software gehörte am Donnerstag mit einem Minus von 10,51 Prozent zu den Tagesverlierern am Neuen Markt. Die Aktie schloss mit 7,49 Euro. Die Aktien des deutschen Anbieters von e-Commerce-Software Brokat mussten 1,4 Prozent auf 14,79 Euro abgeben.

An der Spitze der Verlierer im Dax stand die T-Aktie mit einem Abschlag von 4,1 Prozent auf 27,52 Euro. Die Aktien der Telekomtochter T-Online fielen nach der Gewinnwarnung von Yahoo mehr als sechs Prozent auf 11,83 Euro. SAP schlossen mit einem Minus von knapp drei Prozent bei 163,05 Euro, Siemens fielen um rund ein Prozent auf 132,60 Euro. Infineon verloren knapp zwei Prozent auf 40,20 Euro, Epcos büßten 1,4 Prozent auf 69,79 Euro ein.

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