Verband: Deutscher Mobilfunk-Markt stagniert

Freitag, 29. September 2006 00:00

BERLIN - Der deutsche Markt für Mobiltelefone wird 2006 erstmals stagnieren. Trotzdem müsse dies nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten, teilte der Branchenverband BITKOM heute mit.

Nach der Prognose erreicht der Umsatz 2006 wie im Vorjahr ein Volumen von 3,9 Mrd. Euro. „Das Handy-Geschäft pendelt sich derzeit auf einem hohen Niveau ein“, sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die hohe Wachstumsdynamik der Vorjahre ist aber erst einmal vorbei.“ Der Wettbewerb werde zunehmend über den Preis geführt. Trotz eines stabilen Umsatzes steigt der Handy-Absatz in Deutschland im Jahr 2006 um zwei Prozent auf 32 Millionen Stück, die durchschnittlichen Gerätepreise sinken entsprechend. Im Vorjahr lag die Wachstumsrate noch bei zehn Prozent, im Jahr 2004 sogar bei 17 Prozent. „Rein rechnerisch besitzt inzwischen jeder Bundesbürger ein Mobiltelefon, was aber nicht das Ende des Wachstums bedeutet“, sagt Rohleder. In Italien kamen zum Jahreswechsel auf 100 Einwohner über Zweit- und Drittverträge 118 Mobiltelefone, in Schweden und Großbritannien 110.

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