Sonnenheizungen reduzieren Abhängigkeit von Gasimporten

Solarwärme

Dienstag, 12. August 2014 10:24
BSW-Solar

Energieexperten rechnen mit weiter steigenden Gaspreisen und raten: Mit mehr Erneuerbaren Energien und Effizienz die Energieversorgung der EU sichern / Gut fünf Millionen Menschen nutzen Solarenergie für die Wärmeerzeugung / BAFA und KfW bieten attraktive Förderangebote

Berlin, 12. August 2014: Deutschland bezieht mehr als 70 Prozent seiner Energie aus dem Ausland. Gas aus Russland deckt dabei 38 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs. Vor dem Hintergrund der gegenseitigen Wirtschaftssanktionen der EU und der Russischen Förderation fragen viele, wie sie ihre persönliche Energieabhängigkeit und die des Landes reduzieren können. Eine verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz seien die wichtigsten Maßnahmen, um auch künftig die Versorgungssicherheit für Energie in der EU zu gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung von deutschen Energieexperten*. Zwei Drittel der Befragten geht mittelfristig von weiter steigenden Gaspreisen aus.

„Wer sich unabhängiger vom russischen Gashahn machen und Kosten sparen will, investiert jetzt in eine neue Solarheizung“, empfiehlt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Im Eigeninteresse der Bewohner sollten über zwei Millionen Heizungen sofort ausgetauscht werden. Lasche gesetzliche Auflagen im Heizungsbestand wähnen viele Verbraucher zu Unrecht in Sicherheit.“ Der Betrieb vieler Heizungen sei noch zulässig, obwohl es sich dabei in Wirklichkeit um große Energiefresser und Dreckschleudern handle, so Körnig. Die Mehrzahl der in Deutschland installierten Heizungen sei veraltet und ineffizient, ohne dass die Besitzer davon Kenntnis hätten. Schornsteinfeger seien an regelmäßigen Wartungsintervallen alter Heizkessel interessiert und weniger am Einbau sauberer Heizungen mit Erneuerbaren Energien, bedauert Körnig.

Der Bundesverband Solarwirtschaft empfielt Verbrauchern einen Heizungscheck über geschulte Handwerksbetriebe für den Fall, dass Heizungen älter als 15 Jahre sind. Ein weiterer Indikator für einen Modernisierungsbedarf seien die gemessenen Abgasverlustwerte. Nach Angaben des Forums für Energieeffizienz und Gebäudetechnik ist ab einem Abgasverlust von 8,5 Prozent von einem energetisch ineffizienten Heizkessel auszugehen. Zum Vergleich: Die Abgasverlustwerte neuer Heizkessel liegen deutlich unter 5 Prozent. Gesetzlich zugelassen sind alte Kessel selbst mit Abgasverlustwerten von 11 Prozent noch.

Um den Sanierungsstau in deutschen Heizungskellern aufzulösen, gewährt die Bundesregierung eine Art Abwrackprämie für alte Heizungen beim Einbau von Solarwärme-Anlagen. Informationen über das Marktanreizprogramm der Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die Kreditprogramme der KfW und mögliche regionale Förderprogramme bietet der kostenlose Förderberater auf der Seite www.solartechnikberater.de. Mit der dortigen Handwerkersuche lässt sich ein qualifizierter Fachbetrieb in der Nähe ausfindig machen.

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung basieren auf einer ausgereiften und zuverlässigen Technologie, die allein in Deutschland bereits zwei Millionen Haushalte und Unternehmen nutzen. Da die Wärmeversorgung für mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Privathaushalts verantwortlich ist, kann eine Sonnenheizung die laufenden Ausgaben erheblich reduzieren. Denn auch in Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint, liefert sie günstige Wärme – je nach Speichergröße für mehrere Tage bis Wochen. Gerade im Sommer und auch in den Übergangsmonaten kann so auf die konventionelle Heiztechnik, die dann besonders unwirtschaftlich arbeitet, komplett verzichtet und der Heizkessel abgeschaltet werden.

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...