Sonnenheizung: Richtig umsteigen

Verbände

Montag, 15. Juli 2013 11:07
BSW-Solar

Berlin, den 15. Juli 2013 – Der lange Winter und das kühle Frühjahr haben die Heizkosten in die Höhe getrieben. Die Heizungen liefen in vielen Haushalten bis in den Mai hinein. Dazu kommt, dass die Öl- und Gaspreise auf weiter hohem Niveau verharren und sich die Heizkosten immer stärker im Geldbeutel der Verbraucher bemerkbar machen: Ein Drei-Personen-Haushalt hat 2012 im Durchschnitt 1.248 Euro für Heizkosten gezahlt, hat die Agentur für Erneuerbare Energien ermittelt. Neben der kalten Witterung spielt die Effizienz der Heizung bei der Energierechnung eine große Rolle. „Zu viele Heizungen in Deutschland sind ein Fall fürs Museum, weil sie einen schlechten Wirkungsgrad haben“, erläutert Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Nach einer aktuellen Erhebung des Bundesverbands der Schornsteinfegerinnung waren im vergangenen Jahr rund 2,5 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland seit mehr als 21 Jahren in Betrieb, knapp eine Million davon sogar mehr als 29 Jahre.

Wer die Haushaltskasse entlasten und auf moderne Heiztechnik setzen möchte, sollte über Solarwärme nachdenken. „Heutige Heizsysteme nutzen Erneuerbare Wärme, zum Beispiel Solarthermie-Kollektoren in Kombination mit Holzpellets. Dank ihrer modernen Technologie sind diese Systeme erheblich effizienter als die alten Öfen. Das schont die Umwelt und spart bares Geld“, so Mayer. Eine Solarwärme-Heizung besteht aus drei Elementen: Kollektoren, die die Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln, einem Wärmespeicher und einer Nachheizung für den Fall, dass zusätzliche Wärme benötigt wird. Sonnenheizungen sind sehr langlebig und können selbst nach über 30 Jahren noch Wärme produzieren. Die Preise für eine Solarwärme-Heizung liegen im klassischen Eigenheim bei etwa 8.000 bis 10.000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Nachheizung.

Für einen Heizungstausch sollte man besser nicht bis zum Winter warten. Denn wenn die kühlen Tage kommen, ist es oft schwer, einen Installateur zu finden, der rechtzeitig die neue Heizung einbaut. Der BSW-Solar gibt Tipps für den Umstieg auf effiziente Solarwärme-Heizungen und erklärt, wer die attraktive staatliche Förderung nutzen kann und was dabei zu beachten ist.

1. Zustand der aktuellen Heizung checken
Wie alt ist Ihre Heizung? Wenn die Heizung schon 20 Jahre oder länger in Betrieb ist, sollten Sie in eigenem Interesse über eine Neuanschaffung nachdenken. Alte Brenner verheizen das Geld im wahrsten Sinne. Wenn in den vergangenen Jahren das Haus gedämmt oder die Fenster ausgetauscht wurden, sollte ebenfalls über eine neue Heizung nachgedacht werden. Grund: Mit dem geringeren Wärmebedarf ist die alte Heizung häufig zu groß dimensioniert und läuft somit ineffizient.

2. Situation vor Ort prüfen
Für ein Solarheizungs-System wird eine geeignete Fläche auf dem Dach oder an der Fassade benötigt, um die Solarkollektoren anzubringen. Optimal ist eine geneigte und möglichst zusammenhängende, unverschattete Dachfläche, die nach Süden weist. Dächer mit geringer Abweichung nach Osten oder Westen kommen ebenfalls infrage. Selbst auf Flachdächern lassen sich Solarwärme-Kollektoren mit speziellen Montagesystemen sehr gut installieren. Tipp: Eine Dachsanierung ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg ins solare Heizen. Ausreichend Platz braucht ebenfalls der Wärmespeicher, der zumeist im Keller installiert wird.

3. Fachbetrieb suchen
Für den Umstieg auf Solarwärme sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden, weil nur Experten die Solarheizung optimal planen, fachgerecht installieren und bestmöglich abstimmen können. Fachbetriebe lassen sich zum Beispiel über spezielle Internetseiten (z.B. www.solartechnikberater.de/handwerkersuche/) oder die örtliche Handwerkskammer finden. Einige Kammern bieten auf ihrer Homepage ebenfalls eine Internetrecherche nach qualifizierten Fachbetrieben an.

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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