Redback Networks feiert Comeback

Montag, 11. Dezember 2006 00:00

(IT-Times) Der US-Netzwerkausrüster Redback Networks (Nasdaq: RBAK<RBAK.NAS>, WKN: 729816<RNTA.FSE>) meldet sich jüngst mit ansehnlichen Wachstumsraten wieder im Router-Markt zurück. Nicht zuletzt dank seiner SmartEdge-Technologie konnte das Unternehmen im jüngsten Quartal seine Erlöse gegenüber dem Vorjahr praktisch verdoppeln.

Vor allem Triple-Play-Services, also Kombiangebote aus TV-, Internet- und Telefonservices treiben die Nachfrage nach Redback-Produkten. Breitbandnetze werden immer mehr den Bedürfnissen von Videoinhalten angepasst und Redback sieht sich dabei mit seiner SmartEdge-Technologie im Vorteil. „Wir glauben, dass bis zu zwei Mrd. Mobilfunk- und Festnetzkunden auf moderne Breitbandnetze umgerüstet werden“, gibt sich Redback-Chef Kevin DeNuccio optimistisch. „Dieses Netzwerk-Upgrade ist bis zu zehn Mal umfassender, als der letzte Ausbau des Internets“, ist der Redback-Manager überzeugt. Innerhalb kurzer Zeit könnten Netzwerke dann zum nächsten Massenmedium aufsteigen, meint der Redback-Lenker.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den jüngsten Geschäftszahlen und der wachsenden Nachfrage nach Router-Produkten aus der SmartEdge-Produktfamilie wieder. In den letzten zwei Jahren konnte Redback 200 neue Kunden für seine SmartEdge-Router gewinnen - allein 18 Neukunden im letzten Quartal. So beliefert man heute 15 der 20 weltgrößten Carrier, heißt es aus dem Unternehmen.

Aufträge aus China und Japan

Einen Extra-Schub erhielt Redback Anfang Dezember, als man einen neuen Großauftrag aus China melden konnte. So wird Guangdong Telecom auf die SmartEdge-Router setzen, um Breitband-Internet, IPTV und VPN-Services seinen Kunden anzubieten. Doch nicht nur in China ist Redback gefragt, auch in anderen Ländern Asiens setzt man zunehmend auf die Kompetenzen des amerikanischen Netzwerkspezialisten. So entschied sich Anfang November der japanische Breitbandspezialist eAccess für die SmartEdge-Plattform aus dem Hause Redback.

An der Börse wurden die jüngsten Auftragserfolge positiv aufgenommen - Reback-Papiere legten allein in der letzten Woche um 20 Prozent zu.

Kurzportrait

Die im Jahre 1996 gegründete und im kalifornischen San Jose ansässige Redback Networks ist ein führender Anbieter von IP-basierten Netzwerk-Produkten. Das Unternehmen will mit seinen Produkten dabei insbesondere Telekomfirmen und Internet Service Provider dabei helfen, ihren Kunden Breitband-Services wie IPTV, Video-On-Demand und Online-Spiele anzubieten.

Mittelpunkt des Produktangebots ist dabei die SmartEdge-Plattform. Sie umfasst sowohl neueste ASIC-Technologien in Verbindung mit neuester Router- und Ethernet-Technologie. Die SmartEdge-Plattform soll alle wichtigen Anwendungen umfassen und daher zusätzliche, separate Netzwerksysteme überflüssig machen.

Die SMS Produktfamilie ist vor allem für Internet Service Provider zugeschnitten, die ihren Kunden DSL-Lösungen anbieten wollen. Es versteht sich als Broadband Remote Access Server (B-RAS), der DSL-Nutzer authentifziert und die Kontrolle über die verfügbaren Bandbreiten erlaubt. Insgesamt bietet Redback vier verschiedene Produktangebote in diesem Bereich an: SMS 10000, SMS 10000 SL, SMS 1800 und den SMS 1800 SL.

Ergänzt werden die Hardware-Lösungen durch die Softwareplattform NetOp. Durch den NetOp Policy Manager (NetOp PM) lassen sich die Zugänge zu SmartEdge- und SMS-Produktfamilien verwalten. Die Anwendung erlaubt Carriern auch zusätzliche Mehrwertdienste im Rahmen ihrer Breitbandangebote anzubieten. Das Tool versteht sich damit als Netzwerk-Management-Plattform für die gesamte SmartEdge-Plattform.

Zu den mehr als 500 Firmen- und Carrier-Kunden des Unternehmens zählen unter anderem 12 der weltweit führenden DSL-Carrier. Darunter namhafte Unternehmen wie AT&T, BellSouth, British Telecom, Belgacom, BellSouth, China Telecom, China Netcom, France Telecom, die Korea Telecom und Turk Telecom.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldete Redback Networks einen Umsatzsprung auf 70,9 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei konnte Redback zunächst einen Gewinn von 2,4 Mio. Dollar oder drei US-Cent je Aktie erzielen, nachdem im Jahr vorher noch ein Plus von 8,4 Mio. Dollar zu Buche stand.

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