NetApp will neuem Firmenmotto gerecht werden

Dienstag, 17. Juni 2008 14:04
NetApp

(IT-Times) Der weltweit zweitgrößte US-Speicherspezialist NetApp (Nasdaq: NTAP, WKN: 898173) enttäuschte zwar im jüngsten Quartal mit einem verhaltenen Ausblick, sieht sich aber dennoch weiter auf Wachstumskurs.

Für das laufende Fiskaljahr 2009 bekräftigt das Unternehmen nochmals seine Wachstumsziele - trotz einer schwierigen Konjunktursituation. Der Umsatz soll im laufenden Fiskaljahr knapp an die vier Milliarden-Dollargrenze heranreichen, wobei die operative Gewinnmarge im zweiten Halbjahr wieder über 16 Prozent klettern soll.

Server-Virtualisierung und Backup-Redesign im Mittelpunkt
Wachstum verspricht sich NetApp vor allem in zwei Bereichen: Server-Virtualisierung und Backup-Redesign. Server-Virtualisierung ist bei Unternehmen ein ganz großes Thema. Immer mehr Firmen setzen auf die Virtualisierung ihrer Hardware, um Geld zu sparen, vergessen dabei aber oft, dass die Speicherumgebung hier eine wichtige Rolle spielt, um die angestrebten Kostenvorteile tatsächlich realisieren zu können. Genau hier setzt das Unternehmen mit seinen neuen Speichersystemen an, um virtuelle Desktops (SAN) und Endnutzer-Speicher (NAS) von einem einzigen Speichersystem aus verwalten zu können. NetApp verspricht durch den Einsatz seiner Systeme eine 50% weniger Stromverbrauch, durch weniger Kühlung und geringeren Raumbedarf. NetApp reklamiert für sich die beste virtuelle Speicherinfrastruktur in der Industrie zu haben.

Mit der gleichzeitigen Explosion der Datenflut aus dem Internet werden Daten-Backups in immer kürzeren Abständen erforderlich. Um mit den rasch steigenden Anforderungen Schritt halten zu können, müssen Unternehmen weiter in ihre Infrastruktur investieren. NetApp hofft hier mit seinen Produkten NearStore VTL und SnapVault punkten zu können.

Um seine innovativen Produkte an den Mann zu bringen, will NetApp zudem weiter kräftig in den Ausbau seiner Belegschaft investieren. Nachdem das Unternehmen bereits im jüngsten Quartal 500 neue Mitarbeiter eingestellt hat, sollen nach Management-Angaben auch im laufenden Quartal zwischen 500 und 600 Neueinstellungen vorgenommen werden - ganz nach dem neuen Firmenmotto: Go further, faster...

Kurzportrait

Die in Sunnyvale/Kalifornien ansässige NetApp, früher bekannt unter dem Namen Network Appliance, gilt als großer Herausforderer des übermächtig erscheinenden Speichergiganten EMC. Als Pionier im Bereich Server-Software und Speicher für Unix- und Windowssysteme konnte sich das Unternehmen in der Vergangenheit bereits einen Namen machen. Der Speicherspezialist bietet jedoch nicht nur entsprechende Hardware, sondern auch Software und Netzwerk-Tools an. Diese basieren auf dem Datenzugangssystem ONTAP. Daneben bietet NetApp auch Content-Management-Software, wie ContentDirector und ContentReporter an, welche Unternehmen in die Lage versetzen soll, Inhalte hinsichtlich ihrer Erreichbarkeit optimal aufzubereiten.

Backup- und Disaster-Recovery-Systeme sollen das Hard- und Softwareangebot von NetApp ergänzen. Im ersten Quartal 2004 konnte NetApp die Übernahme von Spinnaker Networks erfolgreich zum Abschluss bringen und damit seine Storage-Grid-Architektur weiter stärken. Mitte 2005 übernahm NetApp den Sicherheitsspezialisten Decru. In 2006 verkaufte NetApp sein NetCache-Geschäft an Blue Coat Systems. Anschließend übernahm NetApp den Softwarespezialisten Topio. Anfang 2008 wurde der Software-Spezialist Onaro aufgekauft.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte überwiegend in Nordamerika. Der europäische und asiatische Markt spielt jedoch zunehmend eine stärkere Rolle als Absatzgebiet, während das Unternehmen in der Vergangenheit etwa 70 Prozent seiner gesamten Umsätze durch das US-Geschäft erwirtschaftete. Das Hardwaregeschäft trägt die Mehrheit der Umsatzerlöse, wobei das wachsende Servicegeschäft zuletzt mehr als zehn Prozent zum Gesamtumsatz beisteuerte.

Zu den namhaften Kunden, welche auf Hard- und Software aus dem Hause NetApp setzen, zählen unter anderem der Telekomriese AT&T, Bechtel Group, der Autohersteller Ford, Audi, Verizon als auch Technologiefirmen, wie Cisco Systems und Texas Instruments.

Strategische Partnerschaften bestehen unter anderem mit Agfa, Symantec, McData, FileNet, Fujitsu und Veritas. Mit mehr als 23.000 installierten Systemen weltweit und einem umfassenden Vertriebsnetz ist die Gesellschaft heute in mehr als 70 Ländern weltweit vertreten.

Zahlen

Für das vergangene vierte Fiskalquartal 2008 meldet NetApp einen Umsatzanstieg auf 937,7 Mio. US-Dollar, was einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn legte dabei allerdings nur geringfügig um weniger als ein Prozent auf 89,8 Mio. Dollar oder 26 US-Cent je Aktie zu.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte NetApp einen Nettogewinn von 38 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen übertreffen. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 938,1 Mio. Dollar sowie einen Nettogewinn von 36 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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