Neoware Systems wächst mit Thin Clients

Dienstag, 14. März 2006 12:01

(IT-Times) Der amerikanische Thin Client-Spezialist Neoware Systems (Nasdaq: NWRE<NWRE.NAS>, WKN: 907521<NW3.FSE>) sieht sich weiter im Aufwind. Nachdem das Unternehmen das jüngste Fiskalquartal erneut mit Rekordumsätzen beenden konnte, erwarten Analysten weiterhin zweistellige Wachstumsraten bei der Nummer zwei der Branche.

Weitere Zukäufe im Visier

Um das rasante Wachstum finanzieren zu können, platzierte das Unternehmen Mitte Februar drei Mio. Aktien zu 25,25 Dollar pro Aktie am Markt. Hierdurch nahm Neoware 71,2 Mio. Dollar an frischen Mitteln auf. Diese Mittel will der Thin Client-Anbieter für allgemeine Geschäftsaktivitäten, aber auch für potentielle Zukäufe verwenden.

In den vergangenen Jahren baute die Gesellschaft sein Geschäft durch ausgesuchte Zukäufe sukzessive aus. Mit Maxspeed Corporation übernahm Neoware Ende 2005 einen weiteren Rivalen, der die Marktposition des gesamten Unternehmens weiter festigen soll. Den Zukauf lies sich Neoware insgesamt 20,1 Mio. Dollar kosten. Weitere vier Mio. Dollar sollen fließen, wenn Maxspeed entsprechende Performance-Ziele erreicht. Die Übernahme von Maxspeed stellt nicht nur eine Verstärkung des bisherigen Geschäfts, sondern gleichzeitig auch den Markteintritt in den wichtigen asiatischen Markt dar.

Denn gerade in Asien sieht das Unternehmen in nächsten Jahren enorme Wachstumschancen. Gerade erst Anfang Dezember stellte Neoware neue Thin Clients- und Softwarelösungen für den indischen Markt vor. Durch die Marktoffensive in Indien geht das Unternehmen derzeit davon aus, dass breiteste Produktportfolio an Thin Client-Lösungen in dem aufstrebenden Land anzubieten.

Doch nicht nur Neoware-Chef Michael Kantrowitz ist nach den jüngsten Rekordzahlen weiter optimistisch, was die Nachfrage nach Thin-Client-Lösungen angeht. Auch US-Brokerhäuser, wie Needham & Co erwarten, dass Neoware in den nächsten Jahren mindestens um 25 Prozent jährlich wachsen wird.

Kurzportrait

Neoware Systems, ansässig in Philadelphia, entwickelt seit 1995 sowohl auf Linux- und Windows-basierende Thin Clients. Thin Clients erlauben das Ausführen von Anwendungen auf einem Server ohne Unterstützung eines Personalcomputers. Der Vorteil dieser Hardware liegt auf der Hand. Da die Anwendungen stets zentral auf den aktuellsten Stand gehalten und gewartet werden, entfallen weitgehend Administrationskosten. Das Flagschiffprodukt des Unternehmens Eon erlaubt Nutzern den Zugang zum Internet, als auch den Zugriff auf lokale Netzwerke von verschiedenen Betriebssystemen aus. Die Management-Software ezRemote Manager und NeoLinux erlaubt es Anwendern Applikationen auf den aktuellsten Stand zu halten. Aktuelle Versionen jeweiliger Anwendungen können so einfach und schnell von einem zentralen Server bezogen werden.

Die neue Produktfamilie Capio ist ein schneller und leistungsfähiger Thin Client, welcher sowohl mit Microsofts Server oder Citrixs MetaFrame Reihe arbeitet. Durch die Übernahme der Capio-Produktlinie des Konkurrenten Boundless, konnte Neoware Systems sein Produktportfolio erheblich erweitern. Nach der Übernahme von ACTIV-e Solutions formte die Gesellschaft seine neue Einheit Neoware Technology Group, welche künftig den Bereich Kundenservice entsprechend ergänzen soll. Nachdem Aufkauf von Pericom Software, womit Neoware sein Terminal-Angebot erweitert hat, übernahm Neoware im Jahr 2005 das Thin Client-Geschäft von TeleVideo. Anschließend wurde der Linux-Spezialist Mangrove Systems übernommen. Wenig später kaufte Neoware das Thin Client-Gechäft der deutschen eSeSIX Computer. Später wurde der Pariser Softwarespezialist Qualsystem Technology aufgekauft. Ende 2005 übernahm Neoware schließlich den Thin Client-Spezialisten Maxspeed Corporation.

Kooperationsvereinbarungen unterhält Neoware unter anderem mit dem Softwaregiganten Microsoft und dem Computerhersteller IBM. In Verbindung mit der Kooperationsvereinbarung mit IBM, erwirbt der Computerhersteller gleichzeitig 3,5 Prozent der ausstehenden Neoware-Anteile.

Neoware Systems vertreibt seine Produkte nicht nur direkt über das Internet, sondern auch über ein Vertriebsnetz bestehend aus mehr als 300 Distributoren. Zu den namhaften Kunden des Unternehmens zählen unter anderem der Halbleitergigant Intel als auch ESPN, OfficeMax, Air France, IKEA und Bristol-Myers Squibb. Mehr als 70 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftet das Unternehmen über US-Firmenkunden.

Zahlen

Für das laufende zweite Fiskalquartal 2006 meldet Neoware einen Umsatzsprung auf 29,34 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die übernommene Maxspeed steuerte im jüngsten Quartal bereits 0,8 Mio. Dollar zum Umsatz bei.

Der Bruttogewinn klettere im jüngsten Quartal auf 12,9 Mio. Dollar, nach einem Plus von 8,75 Mio. Dollar im Jahr vorher. Die Bruttogewinnmarge zog damit leicht um einen Prozentpunkt auf 45 Prozent vom Umsatz an. Insgesamt ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Gewinn von 22 US-Cent je Aktie, ein Zuwachs von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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