Logitech bleibt erfolgreich

Montag, 23. Oktober 2006 00:00

(IT-Times) Der Schweizer Hersteller von Computerzubehör Logitech International (Nasdaq: LOGI<LOGI.NAS>, WKN: 887020<LTEN.FSE>) kann einmal mehr mit einem Rekordquartal glänzen und die Analystenerwartungen spürbar übertreffen.

Hintergrund des großen Erfolgs der Schweizer ist nicht nur die Innovationsfähigkeit, die immer wieder neue Produkte (MX Revolution, VX Revolution) zu Tage fördert, sondern auch die Fähigkeit, erfolgreich in andere Marktsegmente zu expandieren. Spielten Video- und Audioprodukte in der Vergangenheit im Logitech-Konzern nur eine Nebenrolle, hat sich das inzwischen geändert. Allein im Bereich Videoprodukte zogen die Umsätze im jüngsten Quartal um 43 Prozent auf 88 Mio. Dollar an, womit das Segment heute schon 18 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuerte. Ebenfalls wachstumsstark präsentiert sich das Geschäft mit Audio-Produkten, welches um 21 Prozent auf 90 Mio. Dollar anzog.

Logitech kauft Slim Devices

Vor allem im Audio-Bereich will Logitech offensichtlich weiter wachsen. 20 Mio. Dollar in Cash lies sich Logitech jüngst die Übernahme der amerikanischen Slim Devices kosten, einem Anbieter von digitalen Musik-Playern. Slim Devices vermarktet insbesondere seine beiden Flagschiffprodukte Transporter und Squeezebox. Beim Transporter handelt sich um einen Netzwerk-Player, während Squeezebox das Streaming von Audioinhalten über das Internet ermöglicht. Squeezebox unterstützt dabei auch die Musik-Services Pandora und Rhapsody.

Logitech vertieft Kooperation mit Skype

Mitte August hat Logitech zudem seine bestehende Partnerschaft mit dem Luxemburger Internet-Telefoniespezialisten Skype weiter ausgebaut. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen künftig spezielles Zubehör für Skype-Nutzer vermarkten.

Der gemeinsam entwickelte Logitech EasyCall Desktop umfasst eine Maus, ein Headset inklusive Mikrophon, sowie ein spezielles Skype-Keyboard. Logitech und Skype wollen das neue Produkt gemeinsam in Europa vermarkten, wobei das Set bereits seit Mitte September - pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft - in den Läden ist. Damit scheint einem neuerlichen Rekordquartal nichts mehr im Wege zu stehen, zumal Logitech auch im Bereich kabellose Mäuse mit neuen Produkten aufwarten kann.

Kurzportrait

Die in der Schweiz ansässige Logitech ist längst mehr ein Entwickler von Computermäusen und anderen Anzeigegeräten. Durch die Übernahme von Labtec bietet das Unternehmen inzwischen auch Lautsprecher und entsprechendes Audio-Zubehör für den PC an. Dennoch gehört das Geschäft mit Computermäusen und Anzeigegeräten nach wie vor zum Kerngeschäft des Schweizer Technologiespezialisten. Als Marktführer in diesem Bereich entwickelt die Gesellschaft nicht nur kabellose Computermäuse und Keyboards, sondern auch Joysticks, Gamepads, PC-Lenkräder, Headsets und auch Webcams. Das Geschäft mit Scanner fuhr Logitech zugunsten der Entwicklung von Webcams zurück.

Erst vor kurzem feierte das Unternehmen ein kleines Jubiläum. Mit der Auslieferung der 500 Millionsten Computermaus und der 25 Millionsten Webcam erreichte Logitech einen neuen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Vor allem will die Schweizer Technologieschmiede weiter durch eine hohe Innovationsfähigkeit glänzen. Mit zahlreichen Branchenneuheiten in den letzten Jahren, vor allem im Bereich der schnurrlosen und optischen Computermäuse, setzt das Unternehmen Maßstäbe. Diese hohe Innovationsfähigkeit erreicht die Gesellschaft vor allem durch ausgebildete Fachkräfte. Mehr als die Hälfte der beschäftigten Techniker haben ihr Handwerk in der Informatik gelernt und sind Programmierer. Als Ergebnis dieser Unternehmenspolitik kann Logitech nicht nur mit Rekordergebnissen glänzen, sondern erhielt in den letzten Jahren mehr als 50 Industriepreise für seine Produkte im Bezug auf industrielles Design und innovative Technik.

Logitech fertigt seine Produkte allerdings nicht selbst, sondern lagert die Fertigung in Länder, wie Taiwan und China aus. Der Vertrieb erfolgt an OEM-Hersteller und Einzelhändler weltweit. Über den Katalogvertrieb, Systemhersteller und Systemintegratoren verfügt Logitech über ein umfangreiches Vertriebsnetz.

Durch die vollständige Übernahme des Online-Dienstes SpotLife, welcher sich auf die Vermarktung von Video-Inhalten spezialisiert hat, rückintegriert der Schweizer Technologiekonzern seine ehemalige Tochter wieder in das Unternehmen. Zuvor gliederte Logitech die Tochter im Jahre 1999 aus und kaufte SpotLife für 2,5 Mio. Dollar Jahr 2002 wieder zurück. Nachdem man im Jahr 2004 Intrigue Technologies übernahm, kaufte Logitech im Herbst 2006 den Musiksystem-Spezialisten Slim Devices.

Zahlen

Der Umsatz legte im Septemberquartal um 19 Prozent auf 502 Mio. US-Dollar zu. Dies ist das 32. Quartal in Folge, in dem das Unternehmen beim Umsatz im zweistelligen Bereich gewachsen ist, so das Unternehmen. Der Nettogewinn legte um 50 Prozent auf 57 Mio. Dollar zu. Mit einem umgerechneten Gewinn von 26 US-Cent je Aktie konnte Logitech die Erwartungen der Analysten um fünf Cent übertreffen. Zudem hatte der Markt im Vorfeld nur mit Einnahmen von 494 Mio. Dollar kalkuliert.

CEO Guerrino De Luca zeigte sich begeistert von der aktuellen Entwicklung. Vor allem die Einführung neuer Produkte, speziell Mäuse und Tastaturen, hätten eine der besten Bruttomargen in der Unternehmensgeschichte ermöglicht. Die Nettogewinnmarge zog im jüngsten Quartal von 30,9 im Vorjahr auf 34,6 Prozent an.

Besonders stark wuchsen die Erlöse in Amerika, hier stand am Quartalsende ein Plus von 23 Prozent zu Buche, während das Geschäft in Europa, Mittleren Osten und Afrika um 22 Prozent anzog. Im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum verzeichnete Logitech ein Wachstumsplus von 17 Prozent.

Markt und Wettbewerb

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