JinkoSolar - neuer Stern am chinesischen Solarhimmel sorgt für mächtig Wirbel

Mittwoch, 18. August 2010 12:40
JinkoSolar Holding Co. Unternehmenslogo

(IT-Times) - Das IPO des chinesischen Solarkonzern JinkoSolar Holding (NYSE: JKS, WKN: A0Q87R) gehört zu den erfolgreichsten Börsengängen in diesem Jahr. Im Mai für 11,0 US-Dollar am Markt platziert, haben sich die Papiere binnen eines Vierteljahres nahezu verdoppelt. Am Vortag markierten die Papiere ein neues Jahreshoch bei 21,7 US-Dollar an der New Yorker Börse.

Analysten loben das Geschäftsmodell
Analysten loben das Management und das vertikal integrierte Geschäftsmodell der Chinesen. JinkoSolar fertigt nicht nur Ingots und Solar-Wafer, sondern auch Solarzellen und Module und kann daraus Synergieeffekte nutzen. Die voll automatisierten Fertigungsanlagen in China sind auf den neuesten Stand der Technik und erlauben einen niedrigen Kostenstatus, während die Produktqualität durch eine Reihe von unabhängigen Prüfern (TÜV, IEC etc.) bestätigt wird. Durch zahlreiche Partnerschaften mit führenden Universitäten stellt JinkoSolar auch seine Innovationsfähigkeit für die Zukunft sicher.

Es überrascht daher wenig, dass die eher unbekannte JinkoSolar im jüngsten Quartal mehrere Großaufträge melden konnte. So werden die Chinesen als exklusiver Modulzulieferer für die italienische Tozzi Renewable Energy fungieren und Module mit einer Leistung von 35 Megawatt an die Italiener liefern. Daneben konnte JinkoSolar jüngst zwei Großaufträge in Deutschland an Land ziehen und wird Großkunden mit Solarmodulen mit einer Kapazität von 60 Megawatt noch in diesem Jahr beliefern.

JinkoSolar will Kapazitäten kräftig ausbauen
Bei Auriga sieht man JinkoSolar nach den jüngsten Zahlen weiter im Aufwind, zumal das Unternehmen bei seiner geplanten Kapazitätserweiterung über Plan liegt. Bis Jahresende dürfte das Unternehmen seine Produktionskapazitäten auf 500 Megawatt ausgebaut haben, heißt es bei den Analysten.

Auch bei der Credit Suisse lobt man die Kapazitätserweiterungen. Die Solar-Waferkapazitäten haben die Produktionskapazitäten bei Solarzellen und Modulen überschritten, was positiv für das Unternehmen zu werten sei, heißt es. Hintergrund sind steigende Wafer-Preise, aufgrund der hohen Nachfrage.

Preise für Solarzellen ziehen wieder an
Neben der steigenden Nachfrage nach seinen Produkten, könnte JinkoSolar aber auch von einem weiteren Trend profitieren. Nach dem die Preise für kristalline Solarzellen im Juni zwischen 1,35 und 1,40 US-Dollar Watt am Spot-Markt gehandelt wurden, zogen die Preise im Juli aufgrund der hohen Nachfrage leicht auf 1,43 bis 1,45 US-Dollar pro Watt an.

Marktbeobachter in Taiwan erachten es als realistisch, dass die Preise noch auf über 1,45 Dollar pro Watt klettern werden, da der Lieferengpass bei Solarzellen kurzfristig weiter Bestand haben wird…

Kurzportrait

Die in der Sonderwirtschaftszone Shangrao/China ansässige JinkoSolar wurde erst im Jahr 2007 gegründet, gilt aber bereits heute als einer der führenden, vertikal voll integrierten Solarkonzerne im Reich der Mitte.

Das Unternehmen fertigt nicht nur multikristalline Solar-Wafer und Ingots, sondern auch Solarzellen und Solarmodule. Hierfür unterhält JinkoSolar in den chinesischen Provinzen Jiangxi und Zhjiang Fertigungsanlagen. Die Produktionsfabriken des Unternehmens erstrecken sich über 670.000 Quadratmeter. Daneben unterhält das Unternehmen noch Vertriebs- und Verkaufsniederlassungen in Pudong/Shanghai, sowie in München (JinkoSolar GmbH). Seit Anfang 2010 ist JinkoSolar mit einem weiteren Vertriebscenter bzw. Lagerhaus in Rotterdam präsent. Im dritten Quartal 2010 gründete JinkoSolar eine neue Niederlassung in San Francisco/USA, um das Amerika-Geschäft zu erschließen. Insgesamt beschäftigte JinkoSolar zuletzt rund 5.600 Mitarbeiter weltweit.

Mitte 2010 erreichten die Fertigungskapazitäten von JinkoSolar im Bereich Solarzellen und Module jeweils 300 Megawatt. Im Bereich Ingots und Solar-Wafer baute JinkoSolar seine Fertigungskapazitäten bis Jahresmitte 2010 auf jeweils 400 Megawatt aus. Die von JinkoSolar produzierten Solarprodukte erfüllen eine ganze Reihe von Normen und Qualitätsstandards (IEC, TÜV, UL, VDE, CE, ISO14001 und ISO9001).

Neben Fertigungsfabriken und Vertriebsniederlassung unterhält JinkoSolar auch ein Forschungscenter, dass mit führenden Universitäten in China kooperiert, um neue Solartechnologien zu entwickeln. Ferner unterhält JinkoSolar noch eine weitere Anlage in der Shangrao Wirtschaftszone, um Produkte zu recyceln, um so Silizium-Material zurückzugewinnen. Dieses zurückgewonnene Silizium wird nicht nur verkauft, sondern auch in der eigenen Ingot- und Solar-Wafer-Produktion eingesetzt.

Im Juni 2009 verstärkte sich das Unternehmen durch eine Übernahme und schluckte die Zhejiang Jinko Solar Co., Ltd (Zhejiang Jinko).

Zahlen

JinkoSolar konnte im zweiten Quartal 2010 einen Umsatz von rund 900,65 Mio. Chinesische Renminbi (entsprechend 132,8 Mio. US-Dollar) verzeichnen und sich somit gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Umsatz von 221,23 Mio. Renminbi deutlich verbessern. Das operative Ergebnis steigerte sich auf 150,67 Mio. Renminbi, im Vergleich zu 19,26 Mio. Renminbi im zweiten Quartal 2010.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) summierte sich bei JinkoSolar in den Monaten April bis Juni 2010 auf 210,57 Mio. Renminbi, während in 2009 noch 4,2 Mio. Renminbi für diesen Posten verbucht wurden. Das Nettoergebnis des zweiten Quartals 2010 belief sich letztendlich auf 180,65 Mio. Renminbi oder rund 26,63 Mio. US-Dollar, während sich das Nettoergebnis des Vorjahresquartals mit dem EBT in Höhe von 4,2 Mio. Renminbi deckt. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,38 Renminbi, wobei dieses Ergebnis im Vergleichszeitraum 2009 bei minus 0,63 Renminbi lag.

Meldung gespeichert unter: JinkoSolar Holding Co.

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