Hyperion profitiert von System 9

Donnerstag, 23. November 2006 00:00

(IT-Times) Seit Mitte des Jahres kennen die Aktien des US-Softwareanbieters und Business Intelligence Spezialisten Hyperion Solutions (Nasdaq: HYSL<HYSL.NAS>, WKN: 897934<ASW.FSE>) nur eine Richtung und zwar den nach oben. Seit Mitte Juni steht ein Kursplus von fast 50 Prozent zu Buche.

Mit System 9 auf Wachstumskurs

Dank seines neuen Flagschiffprodukts, Hyperion System 9, verzeichnet das Unternehmen weiter zweistellige Zuwachsraten. Dabei profitiert Hyperion nicht zuletzt von der zunehmenden Globalisierung, die immer komplexere Anforderungen an Analyse- und Finanzverwaltungssoftware stellt. Daneben profitiert Hyperion auch von seiner herausragenden Marktstellung. Seit 1999 ist das Unternehmen unangefochtener Marktführer im Bereich Business Performance Management (BPM), was auch im Jahr 2005 wieder der Fall war, wie die jüngsten Daten der Marktforscher aus dem Hause IDC zeigen. Demnach dominiert Hyperion nach wie vor den BPM-Markt mit einem Marktanteil von 19,3 Prozent - damit vereint Hyperion doppelt soviel Marktanteile auf sich, als der nächste Konkurrent.

Doch das Flagschiffprodukt Hyperion Systems 9 wurde bereits im Jahr 2005 vorgestellt und kommt langsam in die Jahre. Schon erwarten Marktbeobachter eine Verlangsamung der Wachstumsraten im Jahre 2007. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern hat Hyperion Ende Oktober nochmals nachgelegt und mit der Version 9.3 ein Upgrade nachgeschoben. Dieses Update soll die Funktionalitäten der Hauptplattform nochmals erweitern, nachdem man bereits im Mai eine Anwendung hinzugefügt hat, welche eine effektivere Verwaltung von Finanzdaten erlaubt. Mit dem neuen Update dürften die Chancen steigen, dass auch das Fiskaljahr 2007 mit zweistelligen Zuwachsraten abgeschlossen werden kann.

Kurzportrait

Hyperion Solutions, ansässig in der Technologieschmiede Kalifornien, ist erst seit 1996 an der Börse notiert. Trotz der noch jungen Unternehmensgeschichte kann das Unternehmen bereits beachtliche Erfolge vorweisen. Die Gesellschaft konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung intelligenter Softwaresysteme die es Unternehmen erlaubt, Geschäftsergebnisse in der Produktion und im Finanzbereich zu analysieren und zu optimieren, um so die Profitlabilität weiter zu verbessern. Das Flagschiffprodukt Hyperion Essbase, bildet dabei den Grundstein des Produktportfolios. Hyperion Essbase gestattet Firmen entsprechende Veränderungen im Produktionszyklus und dessen Auswirkungen auf die Kosten zu analysieren.

Daneben ergänzen Lösungen rund um den Bereich Kundenmanagement (Customer Relationship Management) die Produktpalette. Derzeit setzen mehr als 6.000 Unternehmen auf die Analyse-Software von Hyperion Solutions. Für den Vertrieb seiner Softwareprodukte setzt das Unternehmen auf ein weltweites Kooperationsnetzwerk, bestehend aus 400 strategischen Partnern. Darunter einflussreiche Unternehmensberater wie Accenture, Arthur Andersen und Cap Gemini Ernst & Young. Auch arbeitet das Unternehmen in Sachen Technik eng mit Technologiefirmen wie IBM und Siebel zusammen. Im Jahr 2003 verstärkte sich das Unternehmen durch die Übernahme von Brio Software für 142 Mio. US-Dollar. Zuvor kaufte Hyperion die Finanzplanungssuite von Alcar Group und den australischen Softwarespezialisten QIQ Solutions. Anfang 2005 übernahm Hyperion den US-Softwareanbieter Razza Solutions.

Zu den namhaften Kunden der Gesellschaft zählen unter anderem der Netzwerkgigant Cisco Systems, der Netzwerkausrüster Nortel Networks, der Einzelhandelsriese Wal-Mart, als auch Sun Microsystems, Cable & Wireless und Hewlett-Packard. Hyperion bietet seinen Kunden ergänzend zu seinen Softwareanwendungen auch Beratung, Wartung und Support-Services an. Der Dienstleistungsbereich trägt derzeit weit mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzvolumens. Die Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft steuerten zuletzt etwa 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Hyperion Solutions beschäftigt mehr als 2.300 Mitarbeiter in über 20 Ländern weltweit. In 16 Ländern ist die Gesellschaft über Verkaufsbüros mit Partnerunternehmen vertreten.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldet Hyperion einen Umsatzanstieg auf 198,5 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die für Softwarefirmen so wichtigen Lizenzerlöse zogen um 13 Prozent auf 68,1 Mio. Dollar an, während das Wartungs- und Servicegeschäft um 19 Prozent auf 130,4 Mio. Dollar zulegte - ein neuer Rekord.

Der Gewinn schmolz dabei zunächst auf 11,9 Mio. Dollar oder 20 US-Cent je Aktie zusammen, nachdem im Jahr vorher noch ein Plus von 13,3 Mio. Dollar oder 22 US-Cent je Aktie zu Buche stand.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Gewinn von 20,2 Mio. Dollar oder 34 US-Cent je Aktie, womit Hyperion leicht hinter den Gewinnerwartungen der Analysten zurück blieb. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 190,6 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 36 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Insgesamt konnte Hyperion im jüngsten Quartal einen positiven Cashflow von 24,4 Mio. Dollar erwirtschaften, so dass sich die Barreserven zum Quartalsende auf 436,2 Mio. Dollar summierten. Rund 25 Mio. Dollar nutzte Hyperion im jüngsten Quartal für den Rückkauf eigener Anteile.

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