Entscheidung der Bundesnetzagentur zum Standardvertrag Schaltverteiler

Dienstag, 30. November 2010 14:48
VATM

VATM: Eine wichtige Unterstützung für die Breitbandstrategie – Umsetzung der Regulierungsentscheidung muss konsequent verfolgt werden

Köln, 30. November 2010. „Mit den neuen klareren Vorgaben für die Telekom Deutschland beim Zugang zum Schaltverteiler hat die Bundesnetzagentur einen wichtigen Schritt zur erfolgreichen Umsetzung der Breitbandstrategie im Sinne der Verbraucher und des TK-Wettbewerbs getan“, kommentiert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner die heute bekannt gegebene Entscheidung der Regulierungsbehörde. Mit dem Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Schaltverteiler soll auch in solchen Regionen eine Breitbandverbindung per Festnetz aufgebaut werden können, in denen bislang aufgrund der Länge der Kupferleitungen zwischen aktiver Technik des Anbieters und dem Endkunden eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite nicht möglich war. Die Nutzung der Schaltverteiler ist ein wichtiger Baustein bei der Breitbandstrategie zur Schließung der weißen Flecken auf dem Lande. Im August hatte die Telekom auf Aufforderung der Bundesnetzagentur (BNetzA) dem Regulierer einen Entwurf des Standardvertrags vorgelegt.

„Wir begrüßen die Aussagen von BNetzA-Präsident Matthias Kurth“, so Grützner. Laut Bundesnetzagentur wird der Telekom jetzt vorgegeben, im Standardvertrag insbesondere klare und nachprüfbare Regelungen zu den Voraussetzungen für einen Zugangsanspruch zu treffen, die Informations- und Bereitstellungsfristen zu straffen sowie Vertragsstrafen einzuführen. Zudem müssen mögliche technische oder sonstige Ablehnungsgründe für die Errichtung von Schaltverteilern genauer definiert werden.

„Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Es bleibt abzuwarten, was die Telekom aufgrund der Vorgaben der Regulierungsbehörde als geänderten Standardvertrag im Januar vorlegt – und wie konsequent die BNetzA dann handelt“, unterstreicht der Geschäftsführer des VATM: „Wir hoffen, dass die Blockadehaltung der Telekom nun ein Ende hat.“

Bereits im Juli hatte der VATM bei der Anhörung im Verfahren bei der BNetzA kritisiert, dass die für den Ausbau notwendigen Informationen von der Telekom häufig spärlich oder zu spät an die Wettbewerber fließen sowie dass der Ex-Monopolist teils dann seine eigenen Ausbaupläne geändert hat. „Das hat den Ausbau per Schaltverteiler durch die Wettbewerber erheblich gebremst. Auch im Interesse der Verbraucher hoffen wir, dass die Vorgaben der Bundesnetzagentur konsequent umgesetzt werden und der Ausbau neuen Schwung erhält.“

Informationen / Rückfragen:

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

VATM-Geschäftsstelle

Corinna Keim, Maria Schlechter-Heims

Oberländer Ufer 180 -182

50968 Köln

Meldung gespeichert unter: VATM

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