Emulex erschließt sich neue Märkte

Dienstag, 15. Mai 2007 00:00

(IT-Times) So seit Mitte März marschiert der Aktienkurs des US-Speicherspezialisten Emulex (NYSE: ELX<ELX.NYS>, WKN: 868379<EMU.FSE>) steil nach oben. Binnen weniger Wochen legte das Papier um mehr als 20 Prozent zu. Marktbeobachter wie Caris & Co-Analyst Shebly Seyrafi gehen davon aus, dass die HBA-Branche ihren Tiefpunkt wohl überwunden hat. Das Märzquartal ist gut für Anbieter wie Emulex gelaufen und der Ausblick auf das laufende zweite Quartal sei viel versprechend, meint der Analyst.

In den vergangenen drei Jahren verlor Emulex zwar etwas von seiner Dominanz und musste Marktanteile an die Konkurrenz abgeben. Dennoch sprechen Marktforscher wie die Dell`Oro Group dem Unternehmen weiterhin einen Marktanteil von 40 Prozent nach Umsatz zu, womit Emulex nach wie vor als der führende Anbieter in diesem Bereich gilt.

Emulex bleibt auf Einkaufstour

Zuletzt versuchte Emulex seine Marktstellung durch strategische Zukäufe weiter zu festigen und gleichzeitig in neue Marktbereiche vorzudringen. Nachdem im Frühjahr 2006 der Softwarespezialist Aarohi Communications für rund 39 Mio. Dollar aufgekauft wurde, schluckte man im Herbst 2006 den Chip-Designer Sierra Logic für 180 Mio. Dollar in bar.

Mit der Übernahme von Sierra Logic setzt Emulex insbesondere auf den Markt für SATA Laufwerke und dem Markt für Embedded Speicherprodukte. Damit will Emulex seine Umsatzbasis weiter diversifizieren, nachdem man bislang nach wie vor den Großteil seiner Einnahmen durch Fibre Channel HBAs erzielt. Sierra Logics bisherigen CEO Bob Whitson wurde als Leiter der Emulex Embedded Produktdivision benannt und soll das Geschäft weiter vorantreiben.

Kurzportrait

Die in Costa Mesa/Kalifornien ansässige Emulex gilt inzwischen als einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Host-Bus-Adaper (HBA), die unter anderem in sogenannten SAN-Netzwerken (Storage Area Networks) zum Einsatz kommen. Im Rahmen der IP-Netzwerkproduktfamilie bietet Emulex auch iSCSI-Produkte an.

Die von Emulex angebotenen Produkte werden sowohl in traditionellen Netzwerkumgebungen, als auch in SAN- und NAS (Network Attached Storage) Systemen eingesetzt. Die auf das iSCSI-Protokoll basierenden Host-Bus-Adapter steuern nicht nur Printer-Server, sondern auch andere Produkte, die an das Netzwerk angeschlossen werden können. Neben der Hardware bietet Emulex auch die zugehörige Software sowie auch Supportleistungen an.

Die von Emulex entwickelten Produkte kommen dabei bei führenden Computer- und Serverspezialisten zum Einsatz. Zu den namhaften Kunden des Unternehmens zählen neben Dell, auch EMC, Fujitsu-Siemens, IBM, Network Appliance, Hewlett-Packard und Unisys. Zu den strategischen Partnern, die mit Emulex zusammenarbeiten, gehören unter anderem Microsoft, Brocade Communications Systems und EMC. Die Großkunden IBM und EMC trugen zuletzt einen Großteil der Emulex-Umsätze.

Zuletzt setzte Emulex auch auf Firmenzukäufe, um sich in Geschäftsbereichen zu verstärken. Im Jahr 2003 schluckte Emulex bereits den Switch-Hersteller Vixel Corp für 310 Mio. Dollar. Nach der Übernahme des Netzwerkspezialisten Aarohi Communications, kaufte Emulex im Herbst 2006 den Speicherspezialisten Sierra Logic.

Um seine Produkte zu vermarkten, setzt Emulex auf OEM-Partner und auf ein internes Vertriebsteam. Zu den Distributionspartnern, die Emulex-Produkte vertreiben, zählen unter anderem ACALL, Avnet, Tech Data, Bell Microproducts, Info X Technology Solutions, Netmarks und Tokyo Electron. Mit dem Halbleiterkonzern Intel Corp besteht ein Entwicklungsabkommen im Bereich Speicherprozessoren. Mit LSI, Oracle und Seagate arbeitet Emulex im Bereich Datenintegrität zusammen.

Zahlen

Für das vergangene dritte Fiskalquartal 2007 meldete Emulex einen Umsatzanstieg auf 120,2 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn summierte sich dabei auf 23,8 Mio. Dollar oder 27 US-Cent je Aktie, womit Emulex die Analystenerwartungen übertreffen konnte. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit einem Nettogewinn von 25 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Die Bruttomarge summierte sich im jüngsten Quartal auf 65 Prozent vom Umsatz. Nachdem Emulex im jüngsten Quartal eigene Aktien im Wert von 38 Mio. Dollar zurückgekauft hatte, konnte der Speicherspezialist das Quartal mit Barreserven von 275 Mio. Dollar beenden.

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