DreamWorks - Traumfabrik gerät ins Stottern

Montag, 13. März 2006 12:02

(IT-Times) Nach der erfolgreichen Shrek-Reihe kann der US-Animationsstudio DreamWorks Animation SKG (NYSE: DWA<DWA.NYS>, WKN: A0B8TN<FKP.FSE>) mit “Wallace & Gromit: Curse of the Were-Rabbit” nicht an die Erfolg vergangener Tage anknüpfen. Zwar gewann der im Oktober 2005 erschiene Animationsstreifen “Wallace & Gromit“ zwar einen Oskar in der Rubrik bester Animationsfilm, diese Auszeichnung bewahrte DreamWorks aber nicht davor, Abschreibungen in Höhe von 15 US-Cent je Aktie auf die Bestände vornehmen zu müssen, nachdem sich der Verkauf schlechter als erwartet entwickelte.

Film-Studio geht an Paramount

Insgesamt versucht das Unternehmen durch eine Verschlankung gegenzusteuern. So gab das Unternehmen Ende vergangenen Jahres den Verkauf seines Film-Studios DreamWorks SGK für insgesamt 1,6 Mrd. Dollar an Paramount Pictures bekannt. Gleichzeitig ging DreamWorks mit Paramount ein langjähriges Vertriebsabkommen bis zum Jahr 2012 ein. Im Rahmen dessen zahlt DreamWorks dem Film-Studio eine Vertriebsprovision von acht Prozent.

Sanders Morris Harris Analyst David Miller geht daher davon aus, dass DreamWorks durch seinen nächsten Animationsfilm „Over the Hedge”, welcher im Mai in die Kinos kommen soll, weltweit 310 Mio. Dollar einnehmen müsste, um aus dieser Produktion einen Gewinn erwirtschaften zu können. Auch der übernächste Animationsstreifen „Flushed Away“, welcher voraussichtlich im vierten Quartal in den Kinos zu sehen sein wird, dürfte voraussichtlich erst im nächsten Jahr Gewinne für DreamWorks abwerfen.

Keine guten Aussichten für DreamWorks, zumal Goldman Sachs Analyst Anthony Noto das Einspielergebnis für „Over the Hedge” lediglich auf 150 Mio. Dollar schätzt. In der Vergangenheit konnte das Animationsstudio aber durchschnittlich Einnahmen von 230 Mio. Dollar durch seine computeranimierten Filme erzielen. Die Hoffnungen ruhen daher auf „Madagascar 2“, der im Jahr 2008 in den Kinos erwartet wird.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Glendale ansässige DreamWorks Animation SKG gilt als eines der führenden Animationsstudios der Welt. Das Unternehmen produzierte in der Vergangenheit bereits acht erfolgreiche computeranimierte Filme, darunter „Antz“, „Shark Tale“ und vor allem den Kassenschlager rund um die Shrek-Reihe („Shrek 1“ und „Shrek 2“). Durch eine Kooperation mit dem Animationsstudio Aardman Animations entstand der ebenfalls sehr erfolgreiche Animationsfilm „Chicken Run“. „Shrek 2“ war bislang der erfolgreichste Animationsfilm der Gesellschaft, nach „Shark Tale“.

Im laufenden Jahr will DreamWorks mit dem Animationsfilm „Madagascar“ einen weiteren Erfolgshit landen. In „Madagascar“ geht es um Tiere, die aus einem New Yorker Zoo ausbrechen und ihr Glück in der Wildnis suchen. Im Herbst 2005 soll mit „Wallace & Gromit“ ein weiterer Animationsfilm in die Kinos kommen. Gleichzeitig plant DreamWorks mit „Shrek 3“ einen Nachfolgetitel seines Kassenschlagers. Auch für das Jahr 2007 sind weitere Neuentwicklungen geplant.

Neben den Einnahmen an der Kinokasse, hält das Unternehmen auch die Verwertungsrechte an seinen Entwicklungen und Charakteren. So profitiert DreamWorks auch vom Video- und DVD-Geschäft, als auch vom Merchandising-Geschäft.

Künftig will DreamWorks nicht nur animierte Filme fürs Kino, sondern auch für andere Unterhaltungsbereiche produzieren (Direct-Video-Films). Ferner entwickelte DreamWorks eine Computer animierte Fernsehserie für den US-Sender NBC (National Broadcasting Corp). Allerdings wurde die Serie „Father of the Pride“ wegen schwacher Einschaltquoten wieder abgesetzt.

Mehr als 90 Prozent der Stimmrechte werden von DreamWorks-Gründern David Geffen und Steve Katzenberg gehalten. Auch Paul Allen und Steven Spielberg sind an dem Animationsstudio mit einer Minderheitsbeteiligung beteiligt. Ende 2005 trennte sich Dream Animation von seiner Live-Film-Einheit DreamWorks SKG und veräußerte diese Geschäftseinheit für insgesamt 1,6 Mrd. US-Dollar an Paramount Pictures. Gleichzeitig ging das Unternehmen ein Vertriebs- und Vermarktungsabkommen mit Paramount bis zum Jahre 2012 ein.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2005 berichtet das Unternehmen von einem Umsatzeinbruch auf 172,9 Mio. US-Dollar, nachdem DreamWorks im Vorjahr noch Einnahmen von 495,7 Mio. Dollar erwirtschaften konnte. In diesem Zusammenhang konnte DreamWorks einen Nettogewinn von 63,2 Mio. Dollar oder 61 US-Cent je Aktie erwirtschaften, nach einem Plus von 192 Mio. Dollar oder 1,99 Dollar je Aktie im Jahr vorher. Die Ergebnisse des vierten Quartals beinhalten allerdings einmalige Erträge in Höhe von 27 US-Cent je Aktie, womit sich letztendlich ein operativer Gewinn von 34 US-Cent je Aktie für das jüngste Quartal ergibt.

Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 173,4 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von 42 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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