cTrip.com profitiert vom Tourismus-Boom

Donnerstag, 2. März 2006 11:47

(IT-Times) Nicht nur die Technologieindustrie in China boomt, auch der Tourismus profitiert vom wachsenden Wohlstand im Reich der Mitte. Besonders positiv wirkt sich diese Entwicklung auf den führenden chinesischen Online-Touristikanbieter cTrip.com (Nasdaq: CTRP<CTRP.NAS>, WKN: A0BK6U<CLV.FSE>) aus, wie die jüngsten Rekordzahlen des Unternehmens zeigen.

Während die Umsätze um 57 Prozent zulegten, kletterte der operative Gewinn um 84 Prozent. Neue Kundenströme seien der Hauptwachstumsmotor hinter den jüngsten Zahlen, glaubt Piper Jaffray Analyst Safa Rashtchy. Die Reiselust der Chinesen scheint auch in diesem Jahr ungebrochen anzuhalten. Allein während des 7-tägigen Neujahresfestes in China wurden in der Hauptstadt 1,87 Mrd. Yuan bzw. 231 Mio. US-Dollar in der Tourismusbranche umgesetzt, ein Plus von 260 Mio. Yuan gegenüber dem Jahr vorher.

Allein 2,1 Chinesen statteten der Hauptstadt Beijing in der Feiertagswoche einen Besuch ab, ein Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beijing war zugleich auch das Hauptreiseziel und konnte damit Städte, wie Shanghai, Hangzhou, Xiamen, Shenzhen, Nanjing, Guangzhou, Harbin oder Chengdu hinter sich lassen.

Um dem rasanten Wachstum stand zu halten will cTrip.com im Shanghai Hongqiao Linkong Industriepark das größte Reise-Call-Center Asiens errichten. Die Konstruktionsarbeiten hätten bereits begonnen, berichtet die Beijing News, wobei cTrip.com zunächst 20 Mio. Dollar investieren will, heißt es. Das Call-Center soll Raum für rund 2.000 Sitze bieten , wobei ein späterer Ausbau auf 5.000 Sitze möglich wäre, zitiert das Blatt cTrip Chief Operating Officer (COO) Fan Min. Die Anlage soll Mitte 2007 fertig gestellt und einsatzbereit sein. Damit dürfte das Call-Center pünktlich zu Beginn der Olympischen Spiele im Jahr 2008 besetzt und für den Andrang internationaler Besucher gewappnet sein…

Kurzportrait

Die im Jahre 1999 gegründete und von Mitgründer James Liang geführte cTrip.com International Ltd. gilt als führender Online-Reisedienstleister in China. Das in Schanghai ansässige Unternehmen vermittelt über seine gleichnamige Online-Plattform nicht nur Hotelzimmer, sondern auch Flugtickets und Mietwagen.

Hierfür arbeitet cTrip.com mit mehr als 2.100 Hotels landesweit und mit 580 ausländischen Hotels zusammen. Ferner bietet das Unternehmen in Partnerschaft mit den kooperierenden Hotels Pauschalreisen für seine Kunden an. Neben dem 24-Stunden-Betreuungsservice über die Internetseite, können Kunden auch via Telefon buchen.

Darüber hinaus ist cTrip.com auch in 30 Städten mit eigenen Reisebüros vertreten, um die Kunden zu beraten. Umsätze erzielt das Unternehmen durch Provisionen der vermittelten Hotelzimmer, Flugtickets und Mietautos. Das Geschäft mit der Vermittlung von Übernachtungen trug zuletzt die Mehrheit der Umsatzerlöse. Aber auch durch die Platzierung von Werbebannern auf seinen Seiten erzielt cTrip.com Einnahmen. Der Internet-Auftritt der Gesellschaft ist neben chinesisch, auch in englischer Sprache verfügbar.

Neben dem schnell wachsenden Flugticketgeschäft will das Unternehmen in den nächsten Jahren insbesondere im Freizeitgeschäft verstärkt wachsen.

Mitte 2004 erwarb Japans größtes Online-Kaufhaus Rakuten für rund 109 Mio. Dollar eine Beteiligung von 21,6 Prozent an der Gesellschaft. Weitere Großaktionäre sind Chairman Justin Tang, Business-Direktor Richard Zheng Xue und CTO Richard Chen, sowie die Investmentgruppe Carlyle Group. Durch den Gang an die Nasdaq im Dezember 2003 konnte cTrip.com frische Mittel in Höhe von rund 75 Mio. Dollar aufnehmen. Gemeinsam mit China Finance Online rief cTrip.com in 2005 einen neuen Travel-Channel ins Leben.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2005 meldet cTrip.com einen Umsatzanstieg auf 19,2 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während sich das Geschäft mit Hotel-Buchungen auf 12,9 Mio. Dollar summierte, verdoppelte sich das Geschäft mit Flugtickets auf 6,4 Mio. Dollar.

Dabei konnte der Online-Spezialist einen Nettogewinn von 7,8 Mio. Dollar oder 47 US-Cent je ADS-Aktie einfahren, was einem Zuwachs von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten hatten im Vorfeld nur mit einem Nettogewinn von 39 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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