Ciena profitiert von Konvergenz der Netze

Freitag, 1. Juni 2007 00:00

(IT-Times) Mit einem Kurssprung von mehr als 17 Prozent gehörten die Aktien des US-Netzwerkausrüsters Ciena (Nasdaq: CIEN<CIEN.NAS>, WKN: 905348<CIE1.FSE>) zu den Hauptgewinnern an der New Yorker Nasdaq.

Mit 17,2 Prozent legte der Umsatz im gegenüber dem Vorquartal zu und wuchs damit deutlich stärker als von Marktbeobachtern erwartet. Das Ciena-Management führt den Erfolg nicht zuletzt auf die Entwicklung der letzten Jahre zurück. Das Zauberwort heißt dabei Konvergenz der Netze, also die Integration von Sprach-, Video- und Datennetzen. Damit sind Service-Provider in der Lage, Multimedia-Inhalte wie Videos für Endkunden bereit zu stellen. Hiervon profitiert Ciena als Lösungsanbieter, da für Firmen immer mehr auch die Gesamtkosten für den Betrieb ihrer Netze in den Mittelpunkt rücken.

Mit seinem auf Ethernet-optimierten Produktportfolio sieht sich Ciena gut für die Zukunft gerüstet, wie die jüngsten Zahlen in diesem Geschäftsbereich zeigen. In der Ethernet-Infrastrukturproduktgruppe verzeichnete Ciena die größten Zuwächse, wobei das Geschäft um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegte.

Das Unternehmen, dass zwei Drittel seiner Einnahmen durch optische Netzwerkprodukte erzielt, hat auch durch Produktneueinführungen profitiert und zudem neue Kundenschichten erschlossen, wie die Analysten des Hauses S&P Equity Research meinen. Dies ist besonders wichtig, generierte Ciena in den letzten Quartalen rund 50 Prozent seiner Umsätze durch drei große Hersteller: AT&T, Sprint und Verizon Communications.

Um den Kundenwünschen auch in Zukunft gerecht zu werden, will Ciena in Kürze VDSL2- und ADSL2+ als auch weitere IP-Features auf den Markt bringen, um die Servicequalität im Hinblick auf die Auslieferung von Video- und IP-Telefonieservices für Provider zu verbessern. Insgesamt bleibt Ciena für das laufende Jahr optimistisch und geht nunmehr von einem Wachstum von 36 Prozent aus, nachdem man im Vorfeld lediglich ein Wachstum von 27 bis 30 Prozent in Aussicht gestellt hatte.

Kurzportrait

Die im November 1992 gegründete Ciena wird erst seit Anfang 1997 an der Börse gehandelt. Gegen Ende des Jahres 1998 erlebte das Unternehmen einen steilen Aufstieg, musste aber im Zuge von enormen Überkapazitäten im Glasfasergeschäft, sowie einem rasanten Nachfragerückgang von Seiten der Telekomindustrie in den letzten Jahren erhebliche Rückschläge hinnehmen, welches den einst erfolgreichen Netzwerkausrüster in die Verlustzone trieb.

Die in Linthicum/USA ansässige Ciena gilt heute als Spezialist in Sachen optische Netzwerke und Breitband-Lösungen. Das Unternehmen entwickelt Hard- und Software, welche die Kapazität und die Effizienz von optischen Netzwerken steigern bzw. optimieren soll. Hierfür bietet das Unternehmen verschiedene optische Plattformen an. Die Architekturen LightWorks und MultiWave arbeiten dabei mit der neuesten Technologie, welche Daten mittels Lichtimpulse über Netzwerke verschicken. Multiplexer und Switches runden das Hardwaregeschäft von Ciena ab. Cienas intelligente optischen Transportsysteme sollen dabei die Kosten für Ferngesprächsanbieter drastisch senken, wenn man der Kostenvergleichsrechnung von Ciena glauben schenken darf.

Daneben bietet das Unternehmen mit seiner ON-Center Software auch Netzwerk-Management-Software an. Mit seinem 24-Stunden-Supportsystem SmartSupport will das Unternehmen seinen Großkunden einen leistungsfähigen Kundendienst bieten.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen unter anderem die US-Telekommspezialisten AT&T, Sprint, Qwest Communications und Verizon, welche zuletzt insgesamt rund 50 Prozent zum gesamten Ciena-Umsatzvolumen beitrugen. Ein Viertel seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet der Glasfaserspezialist dagegen außerhalb der USA. Mit der Übernahme von ONI Systems konnte Ciena seinen Bereich Netzwerkschaltsysteme weiter ergänzen. Im Jahr 2003 kaufte Ciena bisher den US-Spezialisten WaveSmith, sowie den Netzwerk- und Speicherspezialisten Akara. Anfang 2004 kaufte Ciena die beiden Breitbandspezialisten Catena Networks und Internet Photonics.

Im Jahr 2003 eröffnete die Gesellschaft eine Niederlassung in Beijing, um den schnell wachsenden Markt in China bedienen zu können. Damit verstärkt das Unternehmen seine Präsenz in Asien, nachdem Ciena bereits mit Niederlassungen in Hongkong, Singapur, Korea und Japan vertreten ist.

Zahlen

Für das vergangene zweite Quartal 2007 meldet Ciena einen Umsatzanstieg auf 193,5 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn kletterte auf 13 Mio. US-Dollar oder 14 US-Cent je Aktie, nachdem im Jahr vorher noch ein Verlust von 1,9 Mio. Dollar oder zwei US-Cent je Aktie zu Buche stand.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Gewinn von 26 US-Cent je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld nur mit Einnahmen von 179,7 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 25 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Die Bruttomargen summierten sich im jüngsten Quartal auf 42,3 Prozent vom Umsatz, nach 44,6 Prozent im ersten Quartal. Insgesamt konnte Ciena aber einen positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft in Höhe von 44,6 Mio. Dollar generieren und das Quartal mit Barreserven von 1,2 Mrd. Dollar abschließen.

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