BSW-Solar kritisiert weitere geplante Einschnitte bei der Solarstromförderung

Dienstag, 7. Juni 2011 09:55

BSW-Solar appelliert an Bundestagsabgeordnete, den Eigenverbrauch von Solarstrom zu stärken anstatt zu kürzen und Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftliche Flächen wieder in die Förderung aufzunehmen

Berlin, 7. Juni 2011: Der Bundesverband Solarwirtschaft kritisiert den am Montag vorgestellten Kabinettsentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieser sieht erneut Einschnitte bei der Förderung von Solarstrom vor. So soll der bislang gültige finanzielle Anreiz zum Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms nach den Vorstellungen der Bundesregierung deutlich reduziert werden. Damit würde ein wichtiger Impuls zur Entwicklung intelligenter Systeme der Verbrauchssteuerung und der Speicherung von Solarstrom entfallen. Ihr Einsatz gilt als eine wichtige Voraussetzung für die Integration größerer Mengen Solarstroms in das Stromnetz. Ein möglichst hoher Anteil selbst genutzten Solarstroms spart nach Angaben des Branchenverbandes zudem Kosten bei der Verbraucher-Umlage der Solarstromförderung, wirkt netzstabilisierend und verringert den Bedarf zum Ausbau der Stromnetze im Zusammenhang mit der Energiewende.               

Die Politik führt an, den Ausbau der Erneuerbaren Energien möglichst kosteneffizient gestalten zu wollen. Dieses Ziel werde nach Auffassung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf jedoch verfehlt. Billigmacher der Solarstrom-Produktion wie z.B. der Eigenverbrauchs-Anreiz würden massiv beschnitten. Auch die Förderung besonders preiswerter Freiflächen-Solaranlagen werde weiterhin vernachlässigt.

Effizienzspielräume und mögliche Abkürzungen auf dem Weg zur Wettbewerbsfähigkeit blieben damit ungenutzt.

„Jede Kilowattstunde Solarstrom, die am Erzeugungsort verbraucht wird, verringert den Ausbaubedarf der Stromnetze. Es ist daher unverständlich, dass die Anreize zum Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms zusammengestrichen werden sollen“, kritisiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Um die Energiewende möglichst kosteneffizient und bürgernah zu gestalten, bedürfe es einer verstärkten Nutzung der Photovoltaik im eigenen Haushalt.

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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