BIU-Marktzahlen: Deutscher Markt für Games-Software in 2010 stabil

Mittwoch, 23. Februar 2011 12:17

Pressemitteilung, 23.02.2011  

Deutscher Markt für Games-Software in 2010 stabil  

Berlin, 23. Februar 2011. Mit einem Gesamtumsatz von 1,56 Milliarden Euro hat sich der deutsche Markt für Computer- und Videospielsoftware, die per Datenträger oder Download vertrieben wurde, in 2010 stabil entwickelt. Dies berichtete der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) heute auf Basis einer Befragung von 25.000 Konsumenten in Deutschland durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Insgesamt wurden 57,8 Millionen Spiele in 2010 verkauft – genauso viele wie im Jahr zuvor. Der Durchschnittspreis fiel um 1 Prozent auf 26,93 Euro pro Spiel.  

„Nachdem wir zum Halbjahr noch einen Umsatzrückgang von 4 Prozent vermelden mussten, freuen wir uns das Gesamtjahr im Bereich der Games-Software mit einer schwarzen Null abschließen zu können. Dazu beigetragen haben neben einer Vielzahl verkaufsstarker Titel in der zweiten Jahreshälfte vor allem die neuen Bewegungssteuerungen PlayStation Move und Kinect für Microsoft Xbox 360, die zum Jahresende in den Handel kamen und mit einem attraktiven Spieleangebot für neue Wachstumsimpulse sorgten“, kommentierte Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU, die Marktzahlen für das Jahr 2010.  

Besonders erfreulich entwickelte sich der Markt für PC-Spiele, der im Vergleich zu 2009 um 7 Prozent auf einen Umsatz von 443 Millionen Euro anstieg. Auf einem hohen Niveau konnten auch die Spiele für die stationären Konsolen Nintendo Wii, Sony PlayStation 3 und Microsoft Xbox 360 erneut zulegen. Im Vergleich zu 2009 kletterte der Umsatz um 3 Prozent auf insgesamt 884 Millionen Euro. Starke Verluste waren dagegen im Handheld-Segment zu verzeichnen. Aufgrund eines Preisverfalls um 10 Prozent sank der Umsatz mit Spielesoftware für Nintendo DS und PlayStation Portable um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro in 2010.  

Zugleich zeichnet sich ein Trend hin zum digitalen Vertrieb ab: In 2009 wurden 4 Prozent aller Games per Download erworben, wobei entweder ganze Spiele oder sogenannte Downloadable Contents (DLC) heruntergeladen wurden.

* In 2010 konnte dieser Anteil nahezu verdoppelt werden auf 7 Prozent – ein Trend, der sich laut Wolters vor allem im Bereich der PC-Spiele deutlich abzeichnet und in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.  

Für 2011 prognostiziert der BIU-Geschäftsführer gute Aussichten: „Der Games-Markt wird sich in 2011 weiter erholen. Vor allem im Bereich der mobilen Spielkonsolen erwarten wir mit dem Nintendo 3DS und der Next Generation Portable von Sony eine Kehrtwende. Mit der bevorstehenden Einführung der neuen Handheld-Generation gehen wir davon aus, dass der Markt in 2011 bis zu 3 Prozent wachsen wird“, stellte Wolters abschließend fest. 

* Umsätze aus Abonnements, Premium-Accounts oder dem Verkauf virtueller Zusatzinhalte sind in diesen Zahlen nicht inbegriffen. Diese Umsätze werden im März 2011 separat ausgewiesen.    

Meldung gespeichert unter: BIU

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