BenQ: Gläubiger können aufatmen

Freitag, 12. Dezember 2008 11:39
AU Optronics

Die ehemaligen Mobilfunk-Sparte des taiwanesischen Elektronikhersteller BenQ, BenQ Mobile, wird die Gläubiger zumindest teilweise auszahlen. Vor zwei Jahren hatte das Münchener Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Die Gläubiger des Mobilfunkherstellers BenQ Mobile werden laut Berichten des Handelsblatts ein beträchtlichen Teil ihrer Forderungen ausgezahlt bekommen. Rund 35 Prozent der geprüften Forderungen sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2009 beglichen werden. Insolvenzverwalter erklärten, dass dies eine ungewöhnlich hohe Quote sei, zudem werde die Überweisung sehr schnell vorgenommen.

Grund für die hohen Auszahlungen an die Gläubiger seien Zahlungen der Siemens AG (WKN: 723610). Das Unternehmen hatte Ende November erklärt, dass eine Bruttozahlung von 300 Mio. Euro an den Insolvenzverwalter gehen solle. Nach Berücksichtigung noch offener Siemens-Forderungen ergab sich für den Konzern ein Nettobetrag von rund 255 Mio. Euro als Strafzahlung. Siemens war zuvor wegen der Pleite der ehemaligen Mobilfunk-Sparte BenQ Mobile (zuvor: Siemens Mobile) verklagt worden. Die geschätzten Forderungen an Siemens beliefen sich damals auf etwa 100 Mio. Euro. Weil BenQ Mobile aber nach Angaben Pragers schon fünf Monate vor Insolvenzanmeldung zahlungsunfähig gewesen sei, wurde des Weiteren wegen Insolvenzverschleppung ermittelt.

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