Applikationen entscheiden über den Erfolg von Smartphones

Freitag, 29. Mai 2009 15:49

(IT-Times) - Die Werbung hat schon recht. Es ist nicht mehr das Mobiltelefon mit seiner Hardware, das den großen Nutzen bringt, es sind die vielen kleinen Zusatzprogramme, die hinzu geladen werden können. Manche dieser Programm - Applikationen oder Apps genannt - gibt es kostenlos, andere sind gegen Gebühr zu haben. Egal ob für ein iPhone 3G, für ein Android-basiertes Mobiltelefon oder neuerdings für ein Nokia-Gerät: Durch die Apps werden Mobiltelefone individualisierbar und werden für den Kunden damit zu dem Gerät, das er sich wünscht: Für den einen ist es ein Spielzeug, für den nächsten das Mini-Büro für unterwegs und für den Dritten ist es das Navigationsgerät. Nicht zuletzt über die Verfügbarkeit und über die Vielfalt von Apps wird sich entscheiden, welcher Kunde sich für welches Mobiltelefon entscheiden wird.

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Nachdem das iPhone 3G mit dem dazugehörigen App-Store im vergangenen Jahr echte Maßstäbe in Bezug auf die Individualisierung des Mobiltelefons durch Software-Downloads setzte, ziehen auch andere Mobiltelefon-Hersteller nach. Jüngst war es der finnische Mobilfunkriese Nokia, der seinen Shop Ovi neu eröffnete, um damit in Richtung Apple aufschließen zu können.

Nokia bringt den Ovi Store ins Rennen

Über den Nokia Browser können Kunden unter auf den Ovi Store zugreifen und unter anderem Softwareanwendungen, Spiele, Videos oder Podcasts direkt auf ihr Mobiltelefon runterladen. Der Ovi Store bietet ein umfassendes Angebot von Nokia Bausteinen mit regionalem und globalen Bezug, welche für Smartphones sowie Feature Phones einfach zu erwerben sein sollen.

Um der rückläufigen Mobiltelefonnachfrage entgegenzuwirken will Nokia sich mehr auf die mobilen Internet Services konzentrieren. Obwohl Nokia mit jährlich ca. 400 Millionen verkauften Mobiltelefonen eine enorme Nutzerbasis aufweist, gehen Experten davon aus, dass es schwierig für das finnische Unternehmen wird, sich gegen den Erfolg von Apple mit dem stylischen iPhone durchzusetzen, auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung sei. Die Software aus dem Ovi Store kann mit mehr als 50 verschiedenen Nokia-Handys der Series 40 oder mit dem S60 verwendet werden. Die Vorreiter Apple und Google sind früh gestartet, klein angefangen und dann gewachsen. Der weltgrößte Mobiltelefonhersteller Nokia Oyj (WKN: 870737) macht es seinem Programm-Laden (App-Store) anders herum: Die Finnen kommen spät und starten groß.

Wie das US-amerikanische Magazin Forbes schon Wochen im Voraus schrieb, war Nokias App-Store-Start der größte bisherige Launch seiner Art sein. Gingen Apple und Google mit wenigen hundert Programmen online, sollen sich im Nokias Ovi-Katalog bei Start bereits gut 20.000 verschiedene Programme, Medien und Services befinden. Nutzer älterer Geräte sollen zudem die Möglichkeit erhalten, sich den Online-Store über das Internet herunter zu laden und anschließend auf ihre Geräte zu spielen. Je mehr Services, desto mehr verkaufte Geräte, so der Leitfaden der Finnen. Ob sie damit allerdings Recht behalten, muss sich noch zeigen. So kommt die große Zahl an erwerblichen Medien im Ovi-Store besonders dadurch zustande, dass neben Programmen auch Videos und andere Entertainment-Dateien erhältlich sind.

Somit geht Nokia, zumindest was den eigenen Store angeht, einen anderen Weg als Google und Apple, in deren Online-Läden lediglich Programme erhältlich sind.

Meldung gespeichert unter: App Store

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